Die YL-AAO von Air Baltic: Ist nicht mehr zu retten.

YL-AAOAir Baltic meldet ersten Totalverlust eines Airbus A220

Die lettische Airline muss einen Airbus A220-300 komplett abschreiben. Das Flugzeug wurde beim Abschluss einer Wartung von Air Baltic durch extreme Hitze schwer beschädigt. Es ist eine traurige Premiere.

Top-Jobs

Smartline

Commander / First Officer Cessna Latitude C680A (m/f/d)

Smartline Luftfahrt GmbH
Vollzeit
Airport St. Gallen Altenrhein
Top jobs
Österreich
Feste Anstellung
Business Aviation
Smartline

Commander / First Officer Cessna C560XLS (m/f/d)

Smartline Luftfahrt GmbH
Vollzeit
Airport St. Gallen Altenrhein
Top jobs
Österreich
Feste Anstellung
Business Aviation
Smartline

Commander / First Officer Cessna 525 (m/f/d)

Smartline Luftfahrt GmbH
Vollzeit
Airport St. Gallen Altenrhein
Top jobs
Österreich
Feste Anstellung
Business Aviation
Interpersonal

Trainer (SFI/TRI/TRE, all genders)

Interpersonal trainerpool
Vollzeit
Hamburg
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt

Die nationale Fluggesellschaft Lettlands betreibt eine reine A220-Flotte, und diese wächst weiter. «Air Baltic nimmt ihren 54. Airbus A220-300 in Empfang», teilte die Fluglinie am 16. Februar mit, so wie sie es bei jedem neuen Flottenzugang tut. Jetzt muss Air Baltic allerdings auch einen Verlust melden. Das tut sie in ihrem Geschäftsbericht für das Jahr 2025.

Darin hält Air Baltic die vollständige Abschreibung des Flugzeuges mit dem Kennzeichen YL-AAO fest, das am 14. Juni 2025 am Ende einer großen Wartung stark beschädigt wurde. Zum Abschluss der Arbeiten war für die Freigabe ein Bodenlauf des Hilfstriebwerks (Auxiliary Power Unit, kurz APU) nötig. Bei diesem APU-Testlauf am Boden erlitt das Flugzeug «durch den Ozonfilter extreme Hitzeschäden im Rumpf- und Flügelwurzelbereich», so die Airline.

Air Baltic: «Wirtschaftliche Reparatur des Airbus A220 nicht mehr möglich»

Die YL-AAO trägt die Seriennummer 55050, wurde im März 2019 ausgeliefert und ist gemietet vom Leasinggeber AVAP aus Singapur. «Nach einem Begutachtungsprozess kam Airbus Engineering im Dezember 2025 zu dem Schluss, dass eine wirtschaftliche Reparatur des Flugzeugs nicht mehr möglich war», schreibt die lettische Fluggesellschaft.

Der Leasingvertrag bleibt bis zur vollständigen Abwicklung bestehen, so Air Baltic. Die Versicherungsleistung für den Schaden werde «mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit fällig und einziehbar», schreibt die Fluggesellschaft. «Das Flugzeug wird nach Abschluss des Schadenregulierungsprozesses an den Versicherer übergeben, und der Restwert wird derzeit ermittelt.» Die Abwicklung soll bis Juni 2026 erfolgen.

Erster bekannter Totalverlust eines Airbus A220

Ai Baltic nennt keine weiteren technischen Details dazu, warum es bei dem Testlauf des Hilfstriebwerks im Zusammenhang mit dem Ozonfilter zur Hitzebildung kam, die den A220 so schwer beschädigte. In einer Stellungnahme gegenüber aeroTELEGRAPH betont die Fluglinie, eine Untersuchung habe ergeben, «dass die Wartungsarbeiten in Übereinstimmung mit allen zum damaligen Zeitpunkt geltenden Verfahren durchgeführt wurden».

Es ist der erste bekannte Totalverlust eines Airbus A220. Zwar finden sich in Flugzeug-Datenbanken schon einige der ehemaligen Bombardier C-Series mit dem Vermerk «scrapped» («verschrottet»). Dabei handelte es sich aber um Testflieger, die nie für eine Fluglinie unterwegs waren.

Anderer Airbus A220 dient schon als Ersatzteilspender

Im vergangenen Jahr hat die Leasingfirma Azorra angekündigt, erstmals einen A220-300 zerlegen zu lassen, der einst Fluggäste transportierte. Das Flugzeug (Kennzeichen SU-GFC / N562AZ), das zuvor für Egypt Air geflogen war, dient nun als Ersatzteilspender für die A220-Flotte von Delta Air Lines. Der Jet war allerdings nicht irreparabel beschädigt, sondern flog im noch Juli 2025 von Kairo nach St Athan, wo er später im Jahr zerlegt wurde.

Wir lieben Flugzeuge – und guten Journalismus. Unser Team aus erfahrenen Redakteurinnen und Redakteuren recherchiert, prüft, erklärt. Unterstützen Sie uns für weniger als einen Cappuccino im Monat – und lesen Sie aeroTELEGRAPH ohne Werbung. Jetzt hier klicken und abonnieren. Jetzt hier klicken und abonnieren

Mehr zum Thema

ticker-airbus-a220

Provinz Québec stellt Milliardenhilfe für Airbus A220-500 in Aussicht

ticker-airbus-a220

Wird der Airbus A220-500 im Herbst offiziell lanciert und ab 2032 augeliefert?

Airbus A220-300 von Egypt Air, hier noch mit dem Kennzeichen SU-GFC: Heißt mittlerweile N562AZ und bleibt für immer am Boden.

In den USA werden vier Airbus A220 ausgeschlachtet

Nase des Airbus A220: Haben schon ausreichend Kunden Interesse an einer längeren Version?

Airbus' Pläne für schnellen A220-500-Start erhalten Dämpfer

Video

alaska airlines missionarin
Eine christliche Influencerin hielt in einem Flugzeug von Alaska Airlines unaufgefordert eine Rede über Gott und Jesus - und das nicht zum ersten Mal. Nun musste sie am Gate weiterpredigen.
Timo Nowack
Timo Nowack
airbus a321 neo jetsmart sprayer
Sprayer haben am Flughafen Santiago de Chile einen Airbus A321 Neo besprüht, der noch nicht mal ein Jahr alt ist. Es handelt sich um einen von drei Jets im Besitz von Jetsmart, die Wizz-Air-Farben tragen.
Timo Nowack
Timo Nowack
Boeing AH-64 Apache - in 19 Armeen rund um den Erdball unterwegs
Militärfluggeräte kommen und gehen. Der Apache bleibt. Der Kampfhubschrauber flog vor mehr als 50 Jahren zum ersten Mal und wird wohl noch bis 2060 im Dienst der US Army und weiterer Armeen bleiben. Dies liegt nicht nur an seiner Panzerung und seiner Wendigkeit.
gerard al fil
Gérard Al-Fil