Southwest Airlines: Eine Gewerkschaft ist besorgt.

Erschöpfte CrewsWarnung vor Übermüdungs-Epidemie bei Southwest-Piloten

Wenig Personal, mehr Kranke, Probleme bei der Flugplanung: Die Gewerkschaft des Cockpitpersonals von Southwest Airlines befürchtet Folgen für die Sicherheit.

Top-Jobs

Pilatus Logo

Trainer Aircraft Chief Engineer

Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Flugzeugwerke AG
Schweiz
Vollzeit
Top jobs
k5 logo

Captain A320 (m/w/d)

K5-Aviation GmbH
München, Hamburg, Stuttgart
Feste Anstellung
Business Aviation
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
logo-gi-group

Teamleiter (gn) am Flughafen Hamburg

Hamburg
Feste Anstellung
Gi Group Recruiting
Deutschland
Vollzeit
Top jobs

Jeder hat es schon einmal erlebt: So müde zu sein, dass man nicht mehr klar denken kann. Selbst einfache Aufgaben erscheinen dann wie eine Everest-Besteigung. Die Vorstellung, dass es Pilotinnen und Piloten im Cockpit so gehen kann, ist für viele Reisende daher wohl alles andere als beruhigend.

Die Pilotengewerkschaft der drittgrößten Airline der USA warnt jetzt aber genau davor. Die Southwest Airlines Pilots Association Swapa, die mehr als 10.000 Pilotinnen und Piloten der Fluglinie repräsentiert, bezeichnet die Übermüdung der Cockpit-Besatzungen der Billigfluggesellschaft als «Sicherheitsrisiko Nummer eins». In einem offenen Brief an Southwest-Chef Bob Jordan und andere Führungskräfte erklärt sie, dass die Probleme im letzten Sommer begannen hätten. Damals kehrte die Zahl der Reisenden fast auf das normale Niveau von vor der Pandemie zurück.

Rekordwerte im April

Seither habe sich die Lage verschlimmert. Als der Flugverkehr begann, wieder anzuziehen, fehlte es Southwest - wie auch vielen anderen Airlines - an Personal. Das hatte teils mit Krankheitsfällen zu tun, teils damit, dass es aufgrund der Pandemie zu Kündigungen gekommen war.

Es kam zu Ausfällen und Problemen bei der Flugplanung – was sich laut der Gewerkschaft ebenfalls auf die Erholung der Crews auswirkte. Ihren Angaben zufolge konnten die Besatzungen oft nach spontanen Anpassungen der Flugplanung und daraus resultierenden Verspätungen keine Hotelzimmer zum Ausruhen bekommen.

Southwest beruhigt

Es habe einen «sprunghaften Anstieg der Berichte» über Müdigkeit gegeben, im Oktober seien sie um bis zu 600 Prozent gestiegen. Aber es gehe auch dieses Jahr weiter. Im März habe die Zahl der Crews, die darum baten, wegen Übermüdung nicht eingesetzt zu werden, im Vergleich zum selben Monat in Jahren vor der Pandemie noch 330 Prozent höher gelegen. Und der April verzeichne schon jetzt Rekorde. Es gebe eine «Müdigkeits-Epidemie».

Eine Sprecherin der Airline sagt dem Sender ABC News, man habe einen «signifikanten und stetigen Rückgang» bei Meldungen von Übermüdung festgestellt, nachdem Southwest im November Änderungen am Flugplan vorgenommen habe. Der Anstieg im März sei erwartet worden, da wetterbedingte Flugausfälle die Flugpläne durcheinander gebracht hätten. Dass es mehr Meldungen von Müdigkeit gegeben habe, zeige aber, dass das System funktioniere, da die Crews entscheiden könnten, ob sie sich flugbereit fühlten oder nicht.

Mehr zum Thema

Gepäckwagen vor Jet von Alaska Airlines: Die Fluggesellschaft baut aus.

Airline-Manager müssen Koffer stapeln

Qatar-Airways: Vorwürfe seitens der Besatzungen.

Pilot von Qatar Airways: «Bin während des Sinkflugs eingeschlafen»

Piloten im Cockpit: Laut der Studie ist niemand von den Fehlern gefeit.

Müde und mehr: Studie zeigt Sicherheitsmängel

ticker-usa

US-Luftwaffe gibt Boeing T-7A Red Hawk für Produktion frei

Video

erdfall la guardia loch
Am New Yorker Flughafen LaGuardia ist nahe einer Start- und Landebahn ein tiefes Loch im Rollweg entdeckt worden. Viele Flüge mussten am Mittwoch gestrichen werden.
Timo Nowack
Timo Nowack
Snowbirds im Formationsflug: Die Flugstaffel fliegt ab 2030 mit Pilatus PC-21.
Über 50 Jahre setzten die Snowbirds auf heimische Strahlflugzeuge von Canadair. Nach der aktuellen Saison ist damit Schluss. Künftig werden die Pilotinnen und Piloten der kanadischen Kunstflugstaffel mit Flugzeugen von Pilatus begeistern.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Sukhoi Su-57: Erstflug absolviert.
Die neue Variante des russischen Kampfjets soll nicht nur Pilotinnen und Piloten ausbilden, sondern künftig auch Kampfdrohnen koordinieren. Moskau positioniert die Sukhoi Su-57D damit noch stärker als Antwort auf amerikanische Tarnkappenflugzeuge wie die Lockheed Martin F-35.
gerard al fil
Gérard Al-Fil