ErmittlungsergebnisseTrümmer von La Réunion stammen von MH370

Nun ist es bestätigt: Der Flügelteil, der auf der Insel La Réunion angeschwemmt wurde, stammt von der Boeing 777, die im März 2014 spurlos verschwand. Viel einfacher macht das die Ermittlungen aber nicht.

Top-Jobs

Goldeck Logo

Kapitän Pilatus PC-12NGX (f/m/d)

Goldeck-Flug Gesellschaft m.b.H.
Vollzeit
Top jobs
Wien / Wiener Neustadt
Österreich
Feste Anstellung
Business Aviation
Sparfell Logo

Captain/First Officer Embraer 550 / Legacy 500 (m/f)

SPARFELL Luftfahrt GmbH
Vollzeit
Vienna
Top jobs
Österreich
Feste Anstellung
Business Aviation

Nun hat es Malaysias Premierminister bestätigt: Das mit Muscheln bewachsene Trümmerteil, das in der vergangenen Woche auf der Insel La Réunion angeschwemmt wurde, stammt tatsächlich von der verschollenen Boeing 777 von Malaysia Airlines. Es wurde also rund 7000 Kilometer von der vermuteten Absturzstelle entfernt gefunden. Vom französischen Ermittler Serge Mackowiak heißt es etwas weniger definitiv, es sei «sehr wahrscheinlich», dass die Trümmer vom Unglücksflug stammen. Weitere Analysen von Boeing würden Gewissheit bringen.

Auch wenn es nun zumindest Gewissheit gibt, dass der Flieger abgestürzt ist. Viel einfacher macht es das für die Suchtrupps nicht. Wie das australische Ermittlerteam von der Commonwealth Scientific and Industrial Research Organisation erklärte, ist es schier unmöglich, aus dem Ort, an dem die Flügelklappe angeschwemmt wurde, herzuleiten, wie man das Suchgebiet nun eingrenzen muss. Die Australier leiten die Unterwassersuche nach den Trümmern von MH370.

Analysen mussten angepasst werden

Mehrfach hatte man die Analysen zu Strömungen und Winden, die die Trümmer vom Absturzort forttragen, anpassen müssen. Der Fund auf La Réunion stehe nicht im Widerspruch zu Analysen, anhand derer man sein Suchgebiet errechnet habe, heißt es von der australischen Luftsicherheitsbehörde. Weiter eingrenzen könne man sein Suchgebiet aber durch den Fund nicht.

Und gesucht wird weiter am Meeresgrund. Die Flügelklappe, die in La Réunion angeschwemmt wurde, ist aus leichten Verbundwerkstoffen gefertigt. Bei einem Absturz ist es dieser Teil, der sich häufig vom Rest des Wracks löst und an die Oberfläche treibt. Die verbleibenden Trümmer liegen dagegen mit hoher Wahrscheinlichkeit am Meeresgrund.

Trümmerteil muss analysiert werden

Dennoch könnte es sein, dass man durch Analysen des Trümmerteils zumindest zu mehr Gewissheit über die Absturzursache gelangt. Man kann allenfalls herausfinden, auf welche Weise der Flieger etwa ins Meer stürzte. Ähnliche Analysenmethoden hatten die Ermittler zum Beispiel bei den Untersuchungen nach dem Absturz von Air-France-Flug AF447 angewandt. So hatten sie den Absturzwinkel näher definieren können.

Eine Lehre, die man aus dem Fall zieht, ist unter anderem, dass man die Strömungen des Meeres sofort nach dem Verschwinden eines Fliegers genau beobachten muss. Suchflugzeuge, so empfiehlt die australische Sicherheitsbehörde, müssten in Zukunft mit entsprechenden Geräten ausgestattet werden, die Strömungen und Meeresbewegungen analysieren.

Mehr zum Thema

Bangor Airport am Sonntagabend: Der Wintersturm wütete auch hier.

Bombardier Challenger 650 in den USA abgestürzt

Absturzstelle der Citation: Das Flugzeug krachte in eine Werrkstatt.

Cessna Citation III stürzt in Mexiko in eine Lkw-Werkstatt

Das Kleinflugzeug nach dem Absturz in Gloucestershire: Der Pilot überlebte leicht verletzt.

Bauteil aus dem 3D-Drucker führte zum Absturz eines Kleinflugzeugs

Schnappschildkröte auf der Piste: Ein Pilot musste dem Tier ausweichen und stürzte ab.

Schnappschildkröte löst tödlichen Unfall mit historischem Flugzeug aus

Video

Canadair CL-415 beim Wasser tanken: Das Flugzeug ist Teil des EU-Katastrophenschutzes.
Während in Frankreich, Spanien und Italien Zehntausende vor den Flammen fliehen, mobilisiert die EU ihre Löschflugzeugflotte Resc EU. Doch die Maschinen sind im Schnitt über 30 Jahre alt. Ersatz ist bereits bestellt, kommt aber erst 2028.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
delta kapitaen verlaedet gepaeck
Der Flug ab Atlanta hatte schon Verspätung und es war nur ein Mitarbeiter da, um das Gepäck ins Flugzeug zu laden. Da stieg ein Pilot von Delta Air Lines aus und packte mit an.
Timo Nowack
Timo Nowack
Der Airbus A350-1000 ULR mit der Kennung F-WULR ist um 10:43 Ortszeit zum ersten Mal auf australischem Boden gelandet.
Ohne Passagiere, aber mit über tausend Sensoren an Bord, ist der erste Airbus A350-1000 ULR für Qantas Project Sunrise in Melbourne gelandet. Der Testjet legte die Strecke von Toulouse in nicht ganz 20 Stunden zurück, noch in unlackierter Green Livery.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies