Ein Airbus A320 der Air Peace: Die Airline sieht sich der Sabotage ausgesetzt.

Drei BodenkollisionenSabotieren Bodenmitarbeiter Flugzeuge von Air Peace?

Innerhalb eines Monats fallen drei Flugzeuge von Air Peace aufgrund von Kollisionen am Boden aus. Für die größte Fluggesellschaft Nigerias steckt dahinter Sabotage.

Top-Jobs

Pilatus Logo

Head of Mechanical Final Assembly PC-12 (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Logo

Lizenzierter Luftfahrzeugmechaniker Experimental Shop (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
ticker-dfs-deutsche-flugsicherung

Fluglotse (w/m/d)

Deutsche Flugsicherung DFS
Studium
Langen b. Frankfurt
Top jobs
Deutschland
.

Event Manager (m/f, 100%)

Vollzeit
IRF Reputation AG
Basel
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Luftfahrt

An Flughäfen nimmt die Zahl der Zusammenstöße zwischen Fahr- und Flugzeugen seit Jahren zu. Schleppfahrzeuge kollidieren mit Fahrwerken von Langstreckenjets, Treppen werden mit zu viel Wucht an Flugzeuge gefahren, sodass es zu Dellen in der Außenhaut kommt. Die Folge: Maschinen müssen in die Reparatur und fallen aus.

Der Grund für diese Entwicklung liegt hauptsächlich im Wachstum des Flugverkehrs. Logisch, denn mehr Flugzeuge in der Luft sorgen auch für mehr am Boden. Hinzu kommt, dass sich in vielen Fällen die Turnaround-Zeiten der Flugzeuge, also die Zeit, die sie am Boden verbringen, verkürzt wird. Es wird hektischer. Absicht steckt in der Regel nicht dahinter.

Dritte Kollision in einem Monat

Wenn es allerdings mehrfach dieselbe Fluggesellschaft trifft, könnte mehr dahinter stecken. Das vermutet die nigerianische Air Peace. Am 4. Januar hatte ein Mitarbeiter des Bodenabfertigers Nahco mit einem Treppenwagen den A320 mit der Kennung ES-SAZ derart stark gerammt, dass Rumpf und Höhenruder so schwer beschädigt wurden, dass der Jet für zehn Tage repariert werden musste.

«Das ist das dritte Mal innerhalb eines Monats, dass eines unserer Flugzeuge ausfällt», sagte ein Sprecher der Fluggesellschaft gegenüber dem Portal Nigerian Flight Deck. Air Peace spricht offen von Sabotage, denn der Nahco-Mitarbeiter hätte keinen Grund gehabt, dort zu sein, wo er war. Er sei nicht für das Flugzeug eingeteilt gewesen. Zudem sei «immer noch schockierend, wie er in unser Flugzeug gerast ist», so der Sprecher weiter.

Air Peace ist größte Fluggesellschaft Nigerias

Nahco (kurz für Nigerian Aviation Handling Company) hat erste Konsequenzen aus dem Vorfall gezogen und die betroffenen  Mitarbeitenden entlassen. Zudem hat der Bodendienstleister die zuständigen Aufsichts- und Sicherheitsbehörden gebeten, den Sabotage Sabotagevorwurf zu prüfen. Nahco betont, dass man gute Beziehungen zu Air Peace unterhalte.

Air Peace ist laut dem Luftfahrtdatenportal CH Aviation die größte von zehn Linienfluggesellschaften in Nigeria. Die Fluggesellschaft betreibt eine Flotte von 37 Maschinen und fliegt neben zahlreichen Inlandsverbindungen auch Strecken innerhalb Afrikas. Dubai ist das entfernteste Ziel der Airline. Das betroffene Flugzeug betreiben die Nigerianer im Wet-Lease von der lettischen Smart Lynx.

Mehr zum Thema

Nach Kollision <a href="https://www.aerotelegraph.com/airbus-a330-rasiert-leitwerk-eines-a321-ab">abgeknicktes Leitwerk (Istanbul 2018)</a>: Solche Zwischenfälle könnte man verhindern.

Bodenkollisionen nehmen zu - und könnten einfach verhindert werden

HB-JHD: Konnte nicht aus New York weg.

Airbus A330 von Swiss steckt seit zehn Tagen in New York fest

Ein Markenzeichen des A350: Die Sharklets.

Mehr Kollisionen am Boden wegen Winglets?

Flotte von United Nigeria: Mit Embraer E145 zu Inlandszielen.

Nigerianische United Airlines will in die USA fliegen

Video

6767 bitte? Der Wunsch wurde dem Piloten erfüllt.
Ein Privatpilot in den USA wollte beim Funken offenbar ein bisschen Spaß haben. Also fragte er die Flugsicherung nach einem ganz bestimmten Transpondercode: 6767. Der Fluglotse verstand die Anspielung auf das Internet-Meme Six Seven und musste lachen.
Laura Frommberg
Laura Frommberg
Anflug auf Tel Aviv mit Airbus A330 von Swiss: Vorerst nicht mehr möglich.
Jahrelang gehörte der Airbus A330 auf der Strecke zwischen Zürich und Tel Aviv zum gewohnten Bild. Doch damit ist vorerst Schluss: Swiss stellt im Sommer 2027 sämtliche Flüge auf Airbus A321 Neo um.
Luca La Rocca
Luca La Rocca
latam airbus a320 lima feuer
Notfall am Flughafen Lima: Aus einem Triebwerk eines Airbus A320 schlugen so lange Zeit Flammen, dass auch eine Tragfläche des Jets von Latam Feuer fing.
Timo Nowack
Timo Nowack