Metrojet/KogalymaviaRussischer Airbus A321 in Äypten abgestürzt

Eine Maschine der russischen Fluglinie Metrojet/Kogalymavia verschwand über dem Sinai vom Radar. Der Airbus A321 mit 224 Menschen an Bord ist abgestürzt. Es gibt keine Überlebenden.

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Flug 7K9268 von Metrojet/Kogalymavia startete um 5:31 Uhr Lokalzeit am Samstagmorgen (31. Oktober) am Flughafen des ägyptischen Badeortes Sharm El-Sheik. Sein Ziel war St. Petersburg. An Bord befanden sich 217 Passagiere und 7 Besatzungsmitglieder. Nach 23 Minuten verlor die ägyptische Flugsicherung über der Halbinsel Sinai den Kontakt zum Airbus A321 mit der Kennzeichnung EI-ETJ.

Später meldete das Büro des ägyptischen Premierministers, das Flugzeug sei abgestürzt. Inzwischen wurde auch das Wrack gefunden. Gemäß Sky New Arabia machte man die Trümmer rund 100 Kilometer südlich der Stadt Al-Arish am Mittelmeer aus. Das Gelände ist schwer zugänglich. Inzwischen sind aber Rettungskräfte am Absturzort eingetroffen.

Ermittlungen eingeleitet

Das Flugzeug soll laut verschiedenen Augenzeugenberichten komplett zerstört sein. Es soll in zwei Teile auseinander gebrochen sein. Auch über hundert Leichen habe man schon geborgen. Es gibt nach offiziellen Angaben keine Überlebenden. Die Flugschreiber wurden geborgen.

Bereits jetzt wird über die Ursache des schlimmen Unglücks spekuliert. Hinweise auf einen Abschuss gibt es laut Behörden aber nicht. Die Nachrichtenagentur DPA will aus Behördenkreisen erfahren haben, dass man einen Terrorangriff ausschließt. Technische Probleme sollen zum Absturz geführt haben. Die Nachrichtenagentur Ria Novosti meldet, die Piloten der Maschine hätten vor dem Start in Sharm El-Sheik Probleme mit einem Triebwerk gemeldet. Bestätigt ist das indes nicht.

Charterairline mit 5 Flugzeugen

Die ägyptische Staatsanwaltschaft hat Ermittlungen eingeleitet. Auch Russland will laut Ria Novosti den Zwischenfall untersuchen. Als das Flugzeug vom Radar verschwand, befand es sich gemäß offiziellen Angaben auf einer Reiseflughöhe von rund 31.000 Fuß oder 9450 Metern. Gemäß dem Portal Flightradar soll der A321 danach mit rund 6000 Fuß oder 1830 Metern pro Minute gesunken sein. Vor allem in den letzten 20 Sekunden sei die Sink-Geschwindigkeit sehr hoch gewesen

Die russische Charterairline Kogalymavia oder kurz Kolvaia wurde 1993 gegründet. Sie fliegt heute unter der Marke Metrojet. Die Fluglinie mit Sitz in Kogalym in Westsibirien und Hub in Moskau Domodedowo besitzt eine Flotte von 5 Airbus A321. Damit bedient sie Urlaubsziele innerhalb von Russland und rund ums Mittelmeer.

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