Boeing 737-400 von Fly Armenia Airways: Wird aussortiert.

Fly ArmeniaMysteriöser Iran-Flug kostet Airline die Zulassung

Eine Boeing 737 von Fly Armenia Airways flog im Februar in den Iran statt in die Ukraine. Die Gründe dafür sind bis heute nicht klar. Für die Fluglinie hat dies jetzt Konsequenzen.

Top-Jobs

Pilatus Logo

Systems Engineer - Electrical Focus

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Logo

Lizenzierter Luftfahrzeugmechaniker (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Logo

Luftfahrzeugmechaniker Flugbetrieb (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Logo

Teamleiter Montage & Support (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller

Es klingt wie eine Geschichte aus einem schlechten Film. Und je mehr Wendungen sie nimmt, umso absurder wird sie. Im Februar 2021 befand sich eine Boeing 737-300 von Fly Armenia Airways zur Wartung im estnischen Tallinn. Von dort sollte sie laut der Fluglinie für weitere Arbeiten nach Hostomel in der Ukraine fliegen. Doch dort kam der Jet nie an.

Die 23 Jahre alte Boeing flog stattdessen nach Teheran. Das führte zu unterschiedlichen Spekulationen: Das Flugzeug sei entführt worden, sei im Iran aufgrund eines technischen Defektes notgelandet, sei an eine iranische Airline verkauft und dort hin geschmuggelt worden, um die Sanktionen gegen das Land zu umgehen.

Angeblich flogen andere Piloten

Ende April allerdings flog der Jet mit dem Kennzeichen EK-FAA von Teheran zurück in die armenische Hauptstadt Eriwan. Fly Armenia Airways gab eine Erklärung für das ab, was vorgefallen war. Laut der Airline hatten die eigenen Piloten Visumsprobleme und daher stellte die namentlich nicht genannte Leasingfirma Piloten für den Flug nach Hostomel.

Man habe selber überrascht festgestellt, dass das Flugzeug nicht in die Ukraine flog, sondern nach einem Stopp in Bulgarien zuerst die Vereinigten Arabischen Emirates ansteuerte, dort aber nicht für eine Landung akzeptiert wurde, und dann nach Teheran flog, heißt es weiter. Eine Delegation der Airline und der armenischen Luftfahrtbehörde sei schließlich in den Iran gereist und habe erwirkt, dass sie Maschine nach Armenien zurückkehren konnte, so Fly Armenia Airways weiter. Nun würden die Behörden ermitteln.

Betriebserlaubnis entzogen

Am 3. Juni meldete sich die Airline bei Facebook zu Wort. Sie ging dabei nicht auf die Boeing 737-300 ein. Sie kündigte aber an, ihr einziges anderes Flugzeug, eine Boeing 737-400, an den Leasinggeber zurückzugeben werde. Stattdessen wolle man bald neuere Boeing 737-800 einflotten und damit den Betrieb aufnehmen, so Fly Armenia Airways.

Die armenische Luftfahrtbehörde teilte am Montag (14. Juni) allerdings mit, man habe Fly Armenia Airways die Betriebserlaubnis entzogen. Denn die Ermittlungen zum mysteriösen Flug mit der Boeing 737 mit dem Kennzeichen EK-FAA hätten Mängel aufgedeckt, welche die Flugsicherheit gefährdeten. Die Fluggesellschaft habe außerdem kein anderes geeignetes Flugzeug für den Betrieb. Ungeachtet dessen werden die Ermittlungen der Behörden weiterlaufen.

Mehr zum Thema

Boeing 737 von Fly Armenia Airways: Warm landete ein Jet im Iran?

Mysteriöser Flug einer armenischen Boeing 737

Kirche in der armenische Hauptstadt Jerewan: Eine neue Airline für das Land.

Fly Armenia setzt auf Boeing 737, 747 und Airbus A300

ticker-boeing-1

Boeing steigt aus Wettbewerb um neuen Jet-Trainer der US Navy aus

ticker-boeing-1

Boeing rüstet MQ-28 Ghost Bat für größere Reichweite und höhere Feuerkraft auf

Video

Cessna 182 nach der Landung: Der Propeller fehlt.
Nachdem er einen ungewöhnlichen Geruch bemerkt hatte, brach ein Fluglehrer den Flug mit einer Cessna 172 ab. Im Landeanflug spitzte sich die Lage dann dramatisch zu.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Die Alternativroute für Project Sunrise: Sie führt am Nordpol vorbei.
Wenn die australische Fluggesellschaft ab 2027 nonstop zwischen Sydney und London fliegt, führt ein Teil der Flüge über eine der entlegensten Regionen der Erde. Die nördliche Alternativroute über die Polarregion bringt Qantas mehr Flexibilität und den Passagieren außergewöhnliche Ausblicke.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin
INNA und Wizz Air: Das Video zu Wizz Away wurde am Flughafen Bukarest gedreht.
Wizz Air bringt mit dem Popstar Inna einen Song heraus. Wizz Away soll zum Sommerhit werden. Die Kombination Fluggesellschaft und Musik ist nicht neu. Ein Überblick von Fantasiesprache über Kerosin im Blut bis zu Mr. Trololo.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies