Fokker Services präsentiert Abwehrsystem gegen GPS-Störungen
Angesichts zunehmender GPS-Störungen und Spoofing stellte der niederländische Luftfahrtdiensteleister an der Dubai Airshow 2025 eine neue Schutzlösung für Zivilflugzeuge vor. Das System geht über die reine Erkennung hinaus und setzt aktive Gegenmaßnahmen ein, um Navigationsdaten stabil zu halten und sicherheitsrelevante Avionik zu schützen. Laut Fokker Services Group-Chef Menzo van der Beek wurde die Technologie von einem Expertenteam entwickelt und soll Anfang 2026 bei ersten, noch nicht genannten Betreibern in den Dienst gehen. Die Modifikation lässt sich ohne zusätzliches Training in bestehende Cockpit-Abläufe integrieren und richtet sich besonders an Betreiber in Regionen mit häufigen Störvorfällen. Betroffen sein können etwa FMS, TAWS, SATCOM oder EGPWS.
Kein gezieltes GPS-Jamming gegen Flug von der Leyens
Ein Bericht hatte behauptet, Russland habe den Regierungsjet von EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen bei der Landung in Plowdiv durch GPS-Störungen gezielt behindert. Analysen der Flug- und Radardaten widerlegen dies jedoch. Laut Bulgariens Verkehrsminister Grosdan Karadshov gab es «keine einzige Tatsache», die ein Jamming belege. Der Jet musste zwar eine zusätzliche Runde fliegen, diese dauerte jedoch nur fünf Minuten. Eine kurze Signalunterbrechung sei in dicht besiedelten Gebieten üblich. Von einer einstündigen Warteschleife oder gezieltem Eingriff könne daher keine Rede sein.