Zuerst wollte er den Kapitän ausschalten - aber was war dann der Plan des Kopiloten auf Flydubai-Flug FZ1073 am 30. September? Das hat er laut israelischen Medienberichten gegenüber saudi-arabischen und emiratischen Ermittlern nun gesagt.
Demnach war der eigentliche Plan des Ersten Offiziers nicht nur, das Flugzeug an einem beliebigen Ort zum Absturz zu bringen, sondern es in ein Gebäude oder ein anderes Flugzeug am Flughafen Tel Aviv zu steuern. Daher habe er den Plan gehabt, nach dem Ausschalten des Kapitäns den Flug normal fortzusetzen und alle Landefreigaben zu erhalten.
Als Passagiere eingriffen, änderte er seinen Plan
Doch als es dem verletzten Kapitän gelang, die Tür zu öffnen, und Passagiere ins Cockpit eindrangen, schickte der Kopilot die Boeing 737 Max in einen steilen Sinkflug und versuchte, Instrumente im Cockpit zu zerstören, damit eine Rettung des Jets unmöglich wird.
Weiterhin soll der omanische Staatsbürger den Ermittlern gesagt haben, er habe die Idee für solch einen Anschlag bereits im Kopf gehabt, als er sich einen neuen Arbeitgeber suchte. Flydubai habe er bewusst ausgewählt, weil die Fluggesellschaft nach Tel Aviv fliegt.
Kopilot stand offenbar schon im Juli kurz vor Anschlag
Laut seinen Aussagen war er in den vergangenen Monaten mehrmals mit Flydubai nach Israel eingereist und begann im Juni, Informationen für einen Anschlag zu sammeln. Im Juli habe er dann seinen Plan bereits umsetzen wollten, aber im letzten Moment darauf verzichtet, weil sich ein Freund unter den Besatzungsmitgliedern befunden hätte.
Der Kopilot wurde zunächst in Saudi-Arabien verhört, wo das Flugzeug gelandet war, nachdem Passagiere den Mann überwältigt hatten und eine mitfliegende Crew das Steuer übernahm. Nun befindet er sich in den Vereinigten Arabischen Emiraten. Von israelischen Ermittlern wurde er laut den Berichten noch nicht verhört, dies soll aber noch geschehen.
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