Eigentlich sollte Flug XQ147 von Sun Express am Sonntagnachmittag (21. Juni) um 13:55 Uhr von Frankfurt nach Antalya starten. Stattdessen blieb sie vorerst an Ort. Und in der Boeing 737 Max 8 mit dem Kennzeichen TC-SOM stieg die Temperatur immer weiter an. Am Ende wurde die Lage an Bord derart prekär, dass Rettungsdienst, Feuerwehr und Polizei ausrücken mussten.
Was war passiert? Die Fluggäste befanden sich bereits an Bord, als sich der Abflug verzögerte. Mehrere Reisende begannen sich danach über hitzebedingte Beschwerden zu beklagen. Laut dem Sender RTL gingen sogar mehrere Notrufe bei der Polizei ein. Berichten zufolge sollen in der Kabine der Boeing 737 Max von Sun Express Temperaturen von mehr als 50 Grad geherrscht haben.
Fluggäste von Sun Express benötigten medizinische Betreuung
Nachdem die Situation für einige Reisende zunehmend belastend wurde, verließen sie das Flugzeug und wurden von den alarmierten Rettungskräften medizinisch versorgt. Die Frankfurter Polizei hat Ermittlungen aufgenommen, wie sie mitteilt.
Sun Express hat sich inzwischen für den Vorfall entschuldigt. Die Fluggesellschaft bestätigt, dass einige Fluggäste medizinische Betreuung benötigten. Nach den Untersuchungen hätten sie ihre Reise jedoch noch am selben Tag fortsetzen können. Die Ursache für die Probleme war nach Angaben der Airline ein Defekt am Hilfstriebwerk, auch APU genannt - die Abkürzung steht für Auxiliary Power Unit. Es stellt am Boden unter anderem die Stromversorgung und die Klimatisierung sicher. Fällt es aus, kann sich das Innere eines Flugzeugs an heißen Sommertagen innerhalb kurzer Zeit stark aufheizen.
Sun Express: «In keinster Weise» unser Anspruch
Sun Express betont, dass die Besatzung die Passagiere während der Wartezeit mit Getränken versorgt habe. Schließlich verließen sowohl die Fluggäste als auch die Crew das Flugzeug. Erst nachdem das Problem behoben war, konnte der Flug nach Antalya mit mehr als vier Stunden Verspätung durchgeführt werden.
Sun Express ist der Vorfall unangenehm. Die Airline erklärt, die Ereignisse entsprächen «in keinster Weise» ihrem Anspruch an die Betreuung der Gäste. Man prüfe den gesamten Ablauf nun gründlich und werde die notwendigen Konsequenzen ziehen. Zudem kontaktiere das Kundenservice-Team derzeit die betroffenen Passagiere, um sich nach ihrem Befinden zu erkundigen und gegebenenfalls weitere Unterstützung anzubieten.
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