Dass ein Mitglied der Cockpitcrew handlungsunfähig ist, kommt selten vor - aber doch hin und wieder. Meistens sind es aber gesundheitliche Gründe wie eine Magenverstimmung oder Kreislaufprobleme, die für solche Probleme sorgen. Auch bei Southwest Airlines fiel ein Kapitän kürzlich nur kurz nach dem Start aus. Doch aus einem ganz anderen Grund.
Der Vorfall ereignete sich am 8. April am Harry Reid International Airport. Die eingesetzte Boeing 737-700 mit dem Kennzeichen N200WN befand sich gerade im Startlauf, als sich ein sogenanntes Head-up-Display löste und den Kapitän am Kopf traf, wie das Portal Aviation Herald berichtet. Es projiziert wichtige Flugdaten wie Geschwindigkeit oder Höhe ins direkte Sichtfeld der Piloten. Auch wenn die Scheibe selbst leicht ist, hat die gesamte Einheit doch ein Gewicht von einigen Kilo.
Erster Offizier übernahm die Kontrolle der Boeing 737
Der Erste Offizier übernahm daraufhin die Kontrolle. Während die Boeing 737 von Southwest Airlines auf rund 7000 Fuß oder 2100 Meter stieg, erklärte er einen Notfall und kehrte umgehend nach Las Vegas zurück. Nach rund 17 Minuten landete das Flugzeug wieder sicher. Der Kapitän musste anschließend medizinisch versorgt und im Rollstuhl aus dem Flugzeug gebracht werden.