Es gibt zwar schon strenge Gesetze gegen Fluggäste, die sich an Bord danebenbenehmen. Sie reichen in Deutschland von Geldstrafen bis zu Gefängnis. Die Fluggesellschaften belegen schlimme Pöbelpassagiere zudem mit einem lebenslangen Flugverbot. Schwarze Listen tauschen Airlines aber nicht untereinander aus. Das will die Regierung des Vereinigten Königreichs ändern.
Man wolle eine Handhabe gegen die, «die immer wieder für Chaos sorgen», sagte eine Regierungsquelle dem Rundfunkanbieter BBC. Die Regierung hat gemäß dem Bericht einen Vorschlag ausgearbeitet, nachdem gewalttätige Fluggäste auf eine nationale Sperrliste gesetzt werden - und so daran gehindert werden, je wieder mit einer britischen Fluggesellschaft zu fliegen. Die nationale Datenbank von Pöbelpassagieren - oder Unruly Passengers, wie sie im Branchenjargon genannt werden, könnte von der Regierung und den Fluglinien verwaltet werden. Nun sollen Gespräche aufgenommen werden.
Problem Datenschutzgesetz und Austausch der Passagierdaten
Gemäß der BBC müsste für eine Umsetzung aber noch ein Problem gelöst werden. Die Datenschutzbestimmungen müssten wohl angepasst werden. Derzeit ist die Weitergabe von Passagierdaten nicht zulässig, sodass ein störender Passagier, der bei einer Airline schon auf der schwarzen Liste steht, bei einer anderen buchen kann.