Die Boeing 737 Max von Flydubai in Tabuk: Alle Fluggäste blieben unverletzt.

Pilot attackiert PilotNach Messerangriff in Flydubai-Cockpit landete eine mitreisende Crew die Boeing 737 Max

Horror-Flug nach Tel Aviv: Ein Pilot wollte den anderen ausschalten und offenbar das Flugzeug von Flydubai zum Absturz bringen. Doch Passagiere und Crewmitglieder überwältigten den Angreifer - und zum Glück waren weitere Piloten an Bord der Boeing 737 Max.

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Zuerst sah es nach einer Flugentführung aus, dann nach einer Prügelei im Cockpit. Am Mittwochnachmittag (30. September) hat sich Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu dazu geäußert, was am Vormittag auf Flug FZ1073 von Dubai nach Tel Aviv geschah.

In der Boeing 737 Max 8 von Flydubai mit dem Kennzeichen A6-FKF «stach einer der Piloten auf den anderen Piloten ein, und alles deutet darauf hin, dass er versuchte, das Flugzeug mit den Passagieren zum Absturz zu bringen», so Netanjahu in einer Videobotschaft.

Boeing 737 Max von Flydubai raste kurzzeitig abwärts

Der Politiker sagte, er habe mit einem israelischen Passagier gesprochen. «Er erzählte mir, dass er es irgendwie geschafft habe, mit einem Crewmitglied ins Cockpit einzudringen, und gemeinsam hätten sie den Piloten daran gehindert, die Flugzeugsysteme zu beschädigen.» Ein weiteres Besatzungsmitglied sei dann ins Cockpit gelangt und habe das Flugzeug stabilisieren können. Die saudischen Behörden würden den Angreifer nun verhören.

Das Flugzeug war umgedreht und in Tabuk in Saudi-Arabien gelandet - nachdem es zuvor innerhalb von weniger als einer Minute von rund 10.400 auf etwa 5200 Meter gesunken war. Bilder, die nach der Landung entstanden, zeigten ein beschädigtes Seitenruder der Boeing 737 Max 8. Ein ehemaliger Leiter der Flugsicherheit beim israelischen Inlandsgeheimdienst Shin Bet brachte gegenüber dem Sender Channel 12 den schnellen Sinkflug als mögliche Erklärung ins Spiel - das ist aber lediglich eine Einschätzung, kein gesicherter Fakt.

Unklar, wie die Retter ins Cockpit gelangten

Laut Informationen der Zeitung Times of Israel wollte das Land die Reisenden mit Militärflugzeugen aus Tabuk abholen, dies habe Saudi-Arabien aber abgelehnt, da die Länder keine diplomatischen Beziehungen pflegen. Daher schickte Flydubai ein Ersatzflugzeug, dass die Gestrandeten nach Abklärungen mit den israelischen Behörden nach Tel Aviv flog.

Wie Fluggäste gegenüber israelischen Medien berichteten, war es in den kritischen Momenten Passagieren und Crewmitgliedern gelungen, den Angreifer zu überwältigen. Es gibt Berichte, laut denen es dem angegriffenen Kapitän gelungen sein könnte, die Cockpittür zu öffnen. Sicher ist das aber nicht. Möglich wäre auch, dass ein Crewmitglied von außen mit einem Zugangscode ein Notzugangsverfahren einleitete, keiner der beiden Piloten im Cockpit diesen Notzugang ablehnte und die Tür sich nach einer Sicherheitsverzögerung öffnete.

Zum Glück war eine weitere Flydubai-Crew an Bord

Videos in den Sozialen Netzwerken zeigen, wie der Kapitän nach dem Angriff und seiner Rettung blutend auf dem Boden der Kabine liegt, daneben offenbar der andere Pilot, der ihn angegriffen hatte und von mehreren Passagieren überwältigt wurde. Laut dem Bericht eines Fluggastes übernahm ein Arzt, der sich unter den Reisenden befand, die Versorgung.

Unklar war zunächst, wie der Jet landen konnte, wenn beide Piloten außer Gefecht gesetzt waren. Flydubai erklärte schließlich in einer Stellungnahme, dass eine mitreisende Cockpitcrew, die an Bord war, das Flugzeug unter Kontrolle brachte und nach Tabuk steuerte.

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