Der amerikanische Unabhängigkeitstag am 4. Juli ist traditionell von zahllosen Feuerwerken begleitet. Für die Insassen eines Fluges von Delta Air Lines nach Chicago wurde das am Freitagabend jedoch zum Sicherheitsrisiko. Flug DL1076 aus Atlanta zum Flughafen Chicago Midway wurde im Endanflug offenbar von einem Feuerwerkskörper getroffen.
Nach Aufzeichnungen des Funkverkehrs hatte der Tower die Piloten bereits gewarnt. In der Nähe der Anflugschneise würden mehrere Anwohner Feuerwerkskörper zünden. Wenig später meldete die Besatzung des 23 Jahre alten Airbus A319 mit der Registrierung N316NB in rund 60 bis 75 Metern Höhe einen lauten Knall. «Ein Feuerwerkskörper hat unser Flugzeug getroffen», informierten die Piloten die Flugsicherung. Dennoch setzte die Crew den Anflug fort und landete wenige Augenblicke später sicher. Eine Notlandung war nicht erforderlich.
Airbus A319 blieb am Boden
Delta bestätigte anschließend, dass Flug 1076 auf dem Sinkflug «vermutlich mit einem Feuerwerkskörper in Kontakt gekommen» sei. Verletzt wurde niemand. Der Airbus A319 wurde nach der Landung jedoch vorsorglich aus dem Betrieb genommen und einer gründlichen technischen Untersuchung unterzogen. Ob tatsächlich Schäden entstanden sind, ist bislang nicht bekannt.
Direkte Treffer durch Feuerwerkskörper sind in der kommerziellen Luftfahrt äußerst selten. Sie ereignen sich fast ausschließlich während Start oder Landung – also in den kritischsten Flugphasen. Selbst wenn kein Schaden entsteht, können Feuerwerkskörper oder Trümmerteile die Besatzung ablenken oder im schlimmsten Fall ein Flugzeug beschädigen.
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