Electra Aero: So soll das Regionalflugzeug aussehen.

Bis 2050Electra Aero denkt den Regionaljet neu

Der erfolgreiche Testflug des Kurzstartflugzeugs EL2 ist für Electra Aero nur der Anfang. Das Unternehmen entwickelt bereits ein deutlich größeres Verkehrsflugzeug für 100 Passagiere, das dank eines ungewöhnlichen Antriebskonzepts sehr effizient fliegen soll.

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Marc Allen sprach kürzlich davon, dass die «dritte Ära der Luftfahrt» begonnen habe. Er steht an der Spitze von Electra Aero, einem Unternehmen aus den USA, das sich auf die sogenannte Advanced Air Mobility spezialisiert hat. Auslöser war, dass vor wenigen Wochen in Charleston ein Demoflug seines Ultra-Short-Demonstrators EL2, auch bekannt als Goldfinch, erfolgreich stattgefunden hat.

Die EL2 ist ein hybridelektrisches Kurzstart- und Landeflugzeug. Dem kleinen Flieger reicht eine Startstrecke von nur 45 Metern. Damit will Electra Aero zeigen, dass Luftmobilität künftig auch von Parkplätzen, Dächern, Feldern oder Pontons möglich ist. Die EL2 ist aber nur ein erster Schritt, in der ersten Serienproduktion soll das Flugzeug künftig neun Passagieren Platz bieten. Doch Electra Aero hat noch Größeres vor.

Deutlich effizienter dank zusätzlicher Heckventilatoren

Das Unternehmen aus Virginia arbeitet an einem Konzept für ein Verkehrsflugzeug mit über 100 Sitzen. Das Besondere daran: Es soll mit der bestehenden Flughafeninfrastruktur und den Abläufen, so wie wir sie auch heute kennen, kompatibel sein. Betrieben werden soll das Flugzeug weiter mit Kerosin oder nachhaltigem Flugkraftstoff, sogenanntem SAF. Electra Aero verzichtet auf den Wasserstoff- und Batterieantrieb.

Stattdessen setzt der Entwurf von Electra Aero auf ein verbessertes Design. Das Flugzeug basiert auf zwei breiten Röhren, die zusammen einen breiteren, flacheren Körper bilden. So soll schon der Rumpf vermehrt zum Auftrieb beitragen, wodurch die Tragflächen etwas kleiner sein können. Das Interessante an dem Konzept ist der Antrieb. Unter den Tragflächen sind zudem zwei Turbofan-Triebwerke verbaut. Diese liefern Schub und zugleich Strom für die zweite Antriebsart: drei elektrische Heckventilatoren

American Airlines entwickelt mit

Diese sind zwischen den zwei Leitwerken verbaut. Sie saugen die langsam strömende Luft an, die an der Rumpfhaut haftet, die sogenannte Grenzschicht, an und beschleunigen sie wieder. Dieses Verfahren nennt sich Grenzschichtansaugung und reduziert den Luftwiderstand deutlich. Electra verspricht dadurch eine Effizienzsteigerung von 17 Prozent gegenüber heutigen Modellen.

Das Flugzeug von Electra Aero ist für rund 100 Passagiere im Regionalverkehr ausgelegt. Electra Aero arbeitet aber nicht alleine an dem Konzept, sondern präsentierte den Entwurf gemeinsam mit Partnern wie American Airlines, Honeywell Aerospace, der Skunk-Works-Abteilung von Lockheed Martin, dem MIT sowie den Universitäten von Michigan und UC Irvine.

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