Marc Allen sprach kürzlich davon, dass die «dritte Ära der Luftfahrt» begonnen habe. Er steht an der Spitze von Electra Aero, einem Unternehmen aus den USA, das sich auf die sogenannte Advanced Air Mobility spezialisiert hat. Auslöser war, dass vor wenigen Wochen in Charleston ein Demoflug seines Ultra-Short-Demonstrators EL2, auch bekannt als Goldfinch, erfolgreich stattgefunden hat.
Deutlich effizienter dank zusätzlicher Heckventilatoren
Das Unternehmen aus Virginia arbeitet an einem Konzept für ein Verkehrsflugzeug mit über 100 Sitzen. Das Besondere daran: Es soll mit der bestehenden Flughafeninfrastruktur und den Abläufen, so wie wir sie auch heute kennen, kompatibel sein. Betrieben werden soll das Flugzeug weiter mit Kerosin oder nachhaltigem Flugkraftstoff, sogenanntem SAF. Electra Aero verzichtet auf den Wasserstoff- und Batterieantrieb.
Stattdessen setzt der Entwurf von Electra Aero auf ein verbessertes Design. Das Flugzeug basiert auf zwei breiten Röhren, die zusammen einen breiteren, flacheren Körper bilden. So soll schon der Rumpf vermehrt zum Auftrieb beitragen, wodurch die Tragflächen etwas kleiner sein können. Das Interessante an dem Konzept ist der Antrieb. Unter den Tragflächen sind zudem zwei Turbofan-Triebwerke verbaut. Diese liefern Schub und zugleich Strom für die zweite Antriebsart: drei elektrische Heckventilatoren
American Airlines entwickelt mit
Diese sind zwischen den zwei Leitwerken verbaut. Sie saugen die langsam strömende Luft an, die an der Rumpfhaut haftet, die sogenannte Grenzschicht, an und beschleunigen sie wieder. Dieses Verfahren nennt sich Grenzschichtansaugung und reduziert den Luftwiderstand deutlich. Electra verspricht dadurch eine Effizienzsteigerung von 17 Prozent gegenüber heutigen Modellen.
Das Flugzeug von Electra Aero ist für rund 100 Passagiere im Regionalverkehr ausgelegt. Electra Aero arbeitet aber nicht alleine an dem Konzept, sondern präsentierte den Entwurf gemeinsam mit Partnern wie American Airlines, Honeywell Aerospace, der Skunk-Works-Abteilung von Lockheed Martin, dem MIT sowie den Universitäten von Michigan und UC Irvine.
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