Drohne: Sie können Flugzeugen ganz schön gefährlich werden.

Gefahr für PassagierflugzeugeDrohnen werden zum neuen Risikofaktor

Ein Flieger von Lufthansa kollidierte in Warschau fast mit einer Drohne. Solche Vorfälle häufen sich. Denn die unbemannten Objekte sind zum billigen Spielzeug geworden.

Top-Jobs

Pilatus Logo

Lizenzierter Luftfahrzeugmechaniker (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Logo

Luftfahrzeugmechaniker Flugbetrieb (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Logo

Teamleiter Montage & Support (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Logo

Leiter Zerspanung Kleinteile / Stv. Abteilungsleiter (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller

Eigentlich wäre ja alles klar. Auch für Drohnen existieren Regeln. In Deutschland besagen sie, dass die unbemannten Flugobjekte nur bis auf 1,5 Kilometer an Flughäfen heran und dort auch nur rund 300 Meter hoch fliegen dürfen. In der Schweiz gilt eine Sperrzone von 5 Kilometern. Ähnliche Vorschriften existieren fast überall auf der Welt.

Dennoch häufen sich in den letzten Wochen und Monaten die Vorfälle von Beinahe-Kollisionen zwischen Passagierflugzeugen und Drohnen. So auch am Montag (20. Juli) wieder. Eine Drohne flog in Warschau gefährlich nahe an einer Embraer E195 von Lufthansa vorbei. Der Pilot entdeckte das Flugobjekt kurz vor der Landung in einer Höhe von rund 760 Metern. Der Abstand zum Jet betrug im heikelsten Zeitpunkt nur rund 100 Meter.

Volkssport Drohnenfliegerei

In den USA kennt man genaue Zahlen zum beängstigenden Boom. Und sie sind alarmierend. Im Frühjahr 2014 erhielt die amerikanische Luftfahrt-Aufsichtsbehörde FAA noch rund 10 Meldungen über heikle Drohnenbegegnungen pro Monat. Im November meldeten Piloten monatlich bereits über 40 solcher heikler Momente. Die meisten Vorfälle melden Piloten von Kleinflugzeugen. Doch auch große Passagiermaschinen begegnen immer öfters Drohnen – inzwischen fast drei Mal pro Monat. In den Jahren zuvor waren es noch maximal ein Fall pro Jahr gewesen, in dem Piloten von Passagierjets eine Drohne sichteten.

Hinter dem unheimlichen Trend steht die Entwicklung der Drohnenfliegerei hin zum Volkssport. Die kleinen Dinger werden immer leistungsstärker und billiger. Deshalb kaufen sie auch Menschen, die keinerlei Ahnung über Regeln und Gefahren haben.

Immer wieder Ausweichmanöver

Oft bleibt es derzeit noch bei Sichtungen. Doch immer wieder müssen Piloten auch ihren Kurs ändern um nicht mit der Drohne zusammen zu stoßen. Und irgendwann bleibt es nicht mehr bei Sichtungen und erfolgreichen Ausweichmanövern. Wenn man weiß, was Vögel einem Flugzeug antun können, ist das keine angenehme Vorstellung.

Mehr zum Thema

ticker-dlr-neu

DLR: Drohnen verursachten an deutschen Flughäfen Schäden in Millionenhöhe

ticker hensec

Hensec entwickelt Frühwarnsystem für Drohnenstarts

ticker-dfs-deutsche-flugsicherung

DFS und Droniq wollen mehr Transparenz im Drohnenverkehr schaffen

ticker-drohne

Zwei Firmen arbeiten an Drohnen, die ohne GPS-Signale auskommen

Video

privatjet nigeria landung
Eine Bombardier Challenger 600 musste in Nigeria außerhalb des Flughafens Asaba auf einer Straße aufsetzen. Während alle Insassen unverletzt blieben, sorgte wenige Stunden später ein eigenmächtiger Start des Privatjets für Ermittlungen der Luftfahrtbehörden.
Laura Frommberg
Laura Frommberg
Papst Leo: Offenbar auch ein Luftfahrtfan.
Kampfjet-Eskorte, Funkkontakt und ein Platz auf dem Jumpseat: Papst Leo XIV. erlebte bei einem Flug durch Spanien einen besonderen Moment.
Laura Frommberg
Laura Frommberg
Draco Aircraft will die Draco Hyper-Stol in Serie bauen: Entwickelt wurde sie von einem Tüftler aus den USA.
Ein Motorausfall über Utah brachte Mike Patey dazu, ein Buschflugzeug mit einer Turboprop-Turbine auszustatten. Das Flugzeug wurde zum Hit. Nun will ein polnisches Startup das Konzept zur Serienreife bringen.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies