Dreamliner von Lot: Die Airline erhält 30 Millionen Dollar von Boeing.

Dreamliner mit Computerproblem

Eine Boeing 787 von Lot konnte nicht abheben. Ursache war ein Problem mit dem Bordcomputer. Den gleichen Ärger hatte ein Dreamliner von Air India.

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Es ist ein Problem, welches bei einem anderen Flieger wohl kaum Aufmerksamkeit erhalten hätte. Doch es betrifft den Dreamliner. Und es geht schon wieder um Computer. Eine Boeing 787 der polnischen Nationalairline Lot musste am Montag (3. Februar) durch einer anderen Maschine ersetzt werden. Der Grund: Probleme mit dem Bordcomputer.

«Wir mussten den Computer und alle Systeme unerwartet neu starten» so eine Sprecherin der Fluggesellschaft gegenüber dem Fernsehsender TVN 24. Da man danach den kompletten Flieger noch einmal von vorne vorbereiten müsse, habe man einen anderen Jet auf der Strecke eingesetzt. Trotzdem konnten die Passagiere ihren Flug von Warschau nach Toronto erst mit vier Stunden Verspätung antreten.

Mit Verlässlichkeit nicht zufrieden

Auch ein Dreamliner vor Air India musste wegen eines Softwareproblems unplanmäßig landen. Er war am Mittwoch (5. Februar) von Sydney nach Delhi unterwegs. Da bemerkten die Piloten eine Fehlerangabe im Cockpit. Die Maschine landete deshalb in Kuala Lumpur.

Die Probleme beim Dreamliner sind nicht neu. Norwegian Air Shuttle hatte wiederholt mit Computer-Problemen zu kämpfen. Unternehmenschef Bjorn Kjos erklärte in diesem Zusammenhang, die Ingenieure von Boeing seien nicht erfahren genug und würden eigentlich kleine Fehler nicht erkennen und so unnötige Verspätungen verursachen. «Wir sind noch lange nicht zufrieden mit dem Jet», so der Manager im Interview mit aeroTELEGRAPH.

30 Millionen Dollar Entschädigungen

Auch Lot hatte sich bei Boeing wegen der Verlässlichkeit der Dreamliner beschwert. Wegen früherer Probleme die zum teilweisen Grounding der Flotte geführt hatten, sollen die Polen 30 Millionen Dollar an Entschädigungen erhalten. Die Verlässlichkeit der Dreamliner, so Boeing, betrage inzwischen 98 Prozent. Dies bedeute eine Verbesserung von einem Prozentpunkt seit Oktober. Zufrieden sei man damit aber noch nicht.

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