Der Airbus A380 mit der Kennung 9V-SKR: Das Flugzeug rollte in Delhi unverhofft rückwärts.

Singapore AirlinesBremse vergessen - Airbus A380 rollt plötzlich rückwärts

Die Passagiere bereiteten sich gerade aufs Aussteigen in Delhi vor. Da rollte der Airbus A380 von Singapore Airlines plötzlich wieder los. Schuld war eine Unterlassung der Piloten.

Top-Jobs

TAA Logo

Flight Dispatcher / Flight Operations Officer (m/w/d)

Feste Anstellung
Ambulanzflüge
Österreich
Vollzeit
Top jobs
TAA Logo

Sales Desk Agent

Feste Anstellung
Österreich
Vollzeit
Top jobs
Ambulanzflüge
.

Ausbildung zum Apron Controller (m/w/d) am Flughafen Frankfurt

Frankfrut
Vorfeldkontrolle
FRA-Vorfeldkontrolle GmbH
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
aaa aviation academy austria logo

Fluglehrer/-in FI(A) mit Funktion Deputy CFI

Vollzeit
Aviation Academy Austria
Flugschule
Feste Anstellung
Top jobs
Wiener Neustadt - LOAN
Österreich

Im April geriet ein neun Monate alter Airbus A320 Neo von Austrian Airlines ins Rollen, weil ein Bodendienstmitarbeiter die Bremsklötze nicht korrekt angebracht hatte. Er prallte gegen eine Fluggastbrücke: Das rechte Höhenleitwerk wurde abgerissen, und ein Pfeiler durchbohrte die Tragfläche. Verletzt wurde niemand. Das Flugzeug war zu dem Zeitpunkt leer.

Fast wäre es am vergangenen Montag (25. November) in Indien auch zu einem solchen Vorfall gekommen. Flug SQ406 von Singapore Airlines von Singapur nach Delhi war gut besetzt. Nach der Landung gegen 20 Uhr rollte der Airbus A380 mit der Kennung 9V-SKR zu seiner Parkposition. Gerade als sich Passagiere auf den Ausstieg vorbereiteten, setzte er sich unverhofft wieder in Bewegung. Ein Besatzungsmitglied erlitt dabei eine leichte Prellung am Oberschenkel.

Feststellbremse vergessen

Was war passiert? Die Piloten des Airbus A380 hatten vergessen, die sogenannte Feststellbremse zu aktivieren. Dadurch begann das Flugzeug, zurückzurollen. Glücklicherweise bemerkte die Cockpitcrew den Fehler schnell und setzte die Bremse. So konnte eine potenzielle Kollision mit anderen Flugzeugen, Bodenfahrzeugen oder Gebäuden verhindert werden. Die Parkposition ist leicht abschüssig, damit Wasser ablaufen kann.

Nachdem das Flugzeug gesichert war, informierte die Besatzung die Flugsicherung über den Vorfall. Der Bodenverkehrsdienstleister schleppte den Airbus A380 anschließend zurück zur vorgesehenen Parkposition. Singapore Airlines bestätigte den Vorfall gegenüber indischen Medien und erklärte, dass alle Passagiere sicher und ohne Verzögerung ausgestiegen seien. Es habe keine Verletzungen gegeben.

Parkbremse wird als erstes angezogen

Die Feststellbremse eines Flugzeugs, auch als Hand- oder Notbremse bekannt, ist ein zentrales Sicherheitsmerkmal, das verhindert, dass ein geparktes Flugzeug ungewollt rollt. Das Standardverfahren sieht vor, dass zunächst die Parkbremse angezogen wird, um das Flugzeug zu sichern.

Erst im nächsten Schritt werden die Triebwerke abgeschaltet. Danach platziert das Bodenpersonal Bremsklötze vor und hinter den Rädern. Erst wenn diese korrekt angebracht sind, kann die Parkbremse wieder gelöst werden, um unnötigen Druck auf das Bremssystem zu vermeiden.

Mehr zum Thema

Die OE-LZQ (hier bei Ankunft bei Austrian im Jahr 2023): Nun beschädigt.

Airbus A320 Neo von Austrian Airlines verliert bei Unfall rechtes Höhenleitwerk

Ein Airbus A350 und der Optimate-Lkw: Das Fahrzeug ...

Airbus erforscht automatisches Rollen mit A350-Cockpit auf Rädern

A380 von Emirates stößt mit Dreamliner zusammen

A380 von Emirates stößt mit Dreamliner zusammen

Airbus A380 von Lufthansa: Der Superjumbo wurde von einem Akkuschrauber gezogen.

Akkuschrauber zieht Airbus A380 von Lufthansa

Video

phoenix sandsturm
Ein riesiger Sandsturm hat die Millionenstadt Phoenix und ihre Umgebung getroffen. Auch der Flughafen ist betroffen.
Timo Nowack
Timo Nowack
garuda indonesia special livery
Die Nationalairline Indonesiens feiert die Unabhängigkeitserklärung des Landes vor 80 Jahren. Dafür ließ Garuda eine Boeing 737 künstlerisch gestalten.
Timo Nowack
Timo Nowack
hurrikan erin noaa
Die Hurrikan-Jäger der amerikanischen Wetter- und Ozeanografiebehörde NOAA haben sich den Wirbelsturm Erin mit ihrem Turbopropflugzeug ganz aus der Nähe angeschaut - gerade, als dieser an Kraft weiter zulegte.
Timo Nowack
Timo Nowack