Boeing B7474-400: Heikle Minuten über Russland.

Beinahekollision über Sibirien

Ein Flieger von Vim Avia steuerte auf eine B747 von Cathay Pacific zu. Nur durch einen Zufall kam es nicht zur Katastrophe.

Top-Jobs

Goldeck Logo

Kapitän Pilatus PC-12NGX (f/m/d)

Goldeck-Flug Gesellschaft m.b.H.
Vollzeit
Top jobs
Wien / Wiener Neustadt
Österreich
Feste Anstellung
Business Aviation
Sparfell Logo

Captain/First Officer Embraer 550 / Legacy 500 (m/f)

SPARFELL Luftfahrt GmbH
Vollzeit
Vienna
Top jobs
Österreich
Feste Anstellung
Business Aviation
Pilatus Logo

Mechaniker Flugzeugkomponenten (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Logo

Systems Engineer - Electrical Focus

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller

Die 163 Passagiere der Boeing 757-200 von Vim Avia bekamen vom Zwischenfall wenig mit. Dabei durchlebten sie am frühen Morgen des 24. Juni eigentlich heikle Minuten. Sergeij Kowaljew, Präsident der russischen Fluglotsengewerkschaft, spricht jedenfalls bereits davon, dass es an jenem Sonntag beinahe zu einer der größten Katastrophen der Luftfahrtgeschichte gekommen wäre. Die Maschine mit der Immatrikulation RA-73018 war planmäßig in der Stadt Jekatarinenburg im Ural gestartet. Flug NN5315 sollte die Reisenden in die vietnamesische Metropole Hanoi bringen. Rund 450 Kilometer westlich von Nowosibirsk bemerkten die Piloten aber Probleme mit dem linken Triebwerk. Gemäß der Zeitung Komsomolskaja Prawda bemerkten Reisende Rauch um die Tragfläche. Der Motor schaltete sich in der Folge ganz aus. Die Crew verlangte deshalb umgehend eine Sicherheitslandung am Flughafen der sibirischen Großstadt und begann zu sinken.

Bei ihrer Meldung an die Fluglotsen beging die Crew von Vim Avia aber einen schweren Fehler. Gemäß der Zeitung Iswestija meldete sie lediglich «Motorenprobleme». «Das kann alles heißen», erklärte ein anonymer Experte gegenüber dem Blatt. Wegen der unklaren Kommunikation begriffen die Luftverkehrsaufseher nicht, dass die Boeing 757 Steuerungsprobleme hatte und nur mit Einschränkungen manövrierbar war. Sie verordneten den Piloten der Boeing B757, 20 Grad nach links abzudrehen. So sollte sie mehr Abstand zu einer anderen Maschine erhalten, die sich gerade in der Nähe befand. Doch dieses Manöver führte die Crew von Vim Avia nicht aus. Sie führte unbeirrt die Landevorbereitungen aus und sank. Für den Sinkflug hatte der Flieger aber keine Erlaubnis.

Erinnerungen an Überlingen

Das führte beinahe zur Katastrophe. Denn eine Boeing B747-400 von Cathay Pacific war in der Gegend von Nowosibirsk in entgegengesetzter Richtung unterwegs. Flug CX261 war in Hongkong gestartet und steuerte nach Paris Charles de Gaulle. Die beiden Flieger flogen nun bedrohlich aufeinander zu. Am Ende kreuzten sich die beiden Maschinen dennoch ohne Zwischenfall. Weil die Vim-Avia-Maschine rasant gesunken war, flog sie 400 Meter unter dem Jumbo von Cathay hindurch. Doch es war sehr knapp. Nur gerade fünf Sekunden fehlten gemäß Iswestija bis zum Zusammenstoß.

Die heikle Situation wurde von den Beteiligten Piloten zuerst verschwiegen und wurde erst jetzt durch die Medien bekannt. Russische Medien erinnern im Zusammenhang mit der brenzligen Situation an die Katastrophe von Überlingen vor zehn Jahren, als eine russische Maschine über dem Bodensee mit einem Frachtjet zusammenstieß.

Mehr zum Thema

Airbus A330 von Sir Lankan Airlines in Colombo: Die Fluglinie will mehr Langstreckenjets.

Sri Lankan Airlines will forsch wachsen - doch es fehlen Flugzeuge

Ryanair: Wie viele Flugzeuge hat die Airline-Gruppe?

Können Sie diese Falschaussagen über die Luftfahrt aufdecken?

Flieger von Air Canada: Kanada erlebt einen Tourismusboom.

USA sind out - noch nie gab es so viele Flüge aus Europa nach Kanada

Die Golden Gate Bridge am Eingang der San Francisco Bay: Buchungen aus Westeuropa im Minus für den Sommer.

Sommerflaute: Nachfrage für Flüge zwischen Europa und USA erholt sich kaum

Video

Die brennende General Dynamics F-16 in Zakynthos: Der Pilot blieb unverletzt.
Nach einem Defekt am Fahrwerk musste eine General Dynamics F-16 der griechischen Luftwaffe auf der Insel Zakynthos notlanden. Der Pilot blieb unverletzt, doch der Kampfjet fing Feuer. Der Flughafen musste geschlossen werden.
Redaktion
starlux airlines silberner airbus a350 1000
Die Fluglinie aus Taiwan bekommt einen Airbus A350-1000 in silberner und einen in goldener Sonderlackierung. Den ersten der beiden Jets brachte der Starlux-Chef selbst nach Taipei.
Timo Nowack
Timo Nowack
cessna usa 250
Manchmal zeichnet ein Flugzeug mit seinem Flugverlauf ein Herz oder einen einfachen Schriftzug an den Himmel. Zum 250. Am Unabhängigkeitstag der USA hat eine Cessna R182 nun auch so etwas getan - aber auf einem anderen Level.
Timo Nowack
Timo Nowack