Am Samstagvormittag (20. Juni) befand sich Flug DL2351 im Anflug auf den Flughafen Boston. Die Flugsicherung gab dem Airbus A319 von Delta Air Lines mit dem Kennzeichen N328NB, der aus Dallas kam, die Freigabe zur Landung auf Piste 33L.
Kurze Zeit später gab der Fluglotse aber auch einer Boeing 737-800 von American Airlines, die für Flug AA3161 nach Charlotte bereitstand, die Startfreigabe auf Piste 27 - und die kreuzt Landebahn 33L. Laut dem Portal PYOK brauchte das Flugzeug mit dem Kennzeichen N316PF rund 40 Sekunden, bis es mit dem Starlauf begann. In dem Moment befand sich der Delta-Flug allerdings schon in sehr niedriger Höhe kurz vor der Landeschwelle.
Delta-Crew startet durch und verhindert Katastrophe
Die Delta-Cockpitcrew bemerkte die Boeing 737 zu ihrer Rechten und startete im letzten Moment durch, um eine Katastrophe zu verhindern. Eine Sprecherin der Fluggesellschaft erklärte später, die Piloten seien durchs Kollisionswarnsystem im Cockpit alarmiert worden.
Der Fluglotse fragte die Crew der Boeing 737 von American Airlines: «American 3161, where are you going?» Einer der American-Piloten antwortete daraufhin dem Lotsen, dass dieser die Startfreigabe erteilt habe. Die Luftfahrtbehörde FAA untersucht die Beinahekatastrophe laut der Zeitung New York Times nun.
Airbus A319 von Delta landet sicher nach Extrarunde
Zu Schaden kam zum Glück niemand. Die Boeing 737 von American Airlines absolvierte regulär ihren Flug nach Charlotte. Der A319 von Delta drehte nach dem Durchstarten eine Extrarunde und landete dann ohne weitere Vorkommnisse am Boston Logan Airport.