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Sandy stoppt Nordatlantikroute

Der Wirbelsturm führt zu Tausenden von Annullierungen. Auch Lufthansa, Air Berlin, Swiss und Austrian lassen Dutzende Flüge ausfallen.

US National Hurricane Center

Sturm Sandy am späten Sonntagnachmittag: Vor der US-Ostküste.

Besonders schwer traf es dieses Mal Newark Liberty International. Mehr als hundert Starts und Landungen wurden am Flughafen vor den Toren New Yorks am Sonntag gestrichen. Insgesamt fielen mehr als 1270 Flüge innerhalb von, in und nach Amerika aus. Doch das große Chaos in der Luftfahrt wird Sandy erst am heutigen Montag anrichten. Das Fluginformationsportal Flight Aware zählte für den ersten Tag der neuen Woche über 6200 Annullationen von US-Flügen (Stand Montagmorgen). Der Sturm sei «ernsthaft und groß», warnte Präsident Barack Obama aus dem nationalen Hurrikan-Zentrum. Er bewege sich langsam auf die Küste zu. Die amerikanischen Meteorologen rechnen damit, dass Sandy am Montagabend um 19 Uhr Ortszeit an der Küste eintreffen wird.

Besonders hart trifft der tropische Sturm auch die emsige Nordatlantikroute. Diverse amerikanische und europäische Fluggesellschaften sagten denn auch bereits ihre Flüge ab. Die Swiss strich alle Flüge ab Zürich und Genf nach Boston, JFK und Newark sowie die in umgekehrter Richtung. Air Berlin annullierte die Flüge von Düsseldorf und Berlin nach New York und zurück gleich für Montag und Dienstag. Die Lufthansa sagte 15 Flüge an die US-Ostküste ab. Am Montag fallen die Verbindungen ab Frankfurt, München und Düsseldorf nach New York, Washington und Boston aus. Nach New York wird auch am Dienstag noch nicht geflogen. AUA lässt die Flüge von Wien nach New York und Washington und zurück ausfallen. Die meisten Flugstreichungen insgesamt gibt es für den Montag in Philadelphia (594), Newark (458), New York LaGuardia (441), New York John F. Kennedy (422), Washington Ronald-Reagan-National (406), Boston (326).

Passagiere würden stranden

Flüge werden nicht nur dann abgesagt, wenn die Flughäfen wegen der starken Winde und Regenfälle schließen. Tief liegende Airports wie La Guardia oder JFK könnten bei hohem Wellengang auch überflutet werden. Zudem wurde in vielen Städten der öffentliche Verkehr gestoppt. So fahren in New York etwa seit Sonntagabend und bis mindestens Dienstagmorgen keine U-Bahn, Busse und Vorortszüge mehr. Selbst wenn die Flugzeuge noch aufsetzen könnten, würden die Passagiere also am Flughafen stranden. Die Behörden New Yorks lassen die Flughäfen zwar bis auf weiteres offen, empfehlen den Airlines aber, alle Flüge am Montag ausfallen zu lassen. Der Airport Philadelphia wurde bis am Dienstagmittag geschlossen.



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