Produktion der Tragfläche der Boeing 737: Einige Teile kommen künftig aus Sheffield.

SheffieldWarum Boeing eine Fabrik in Europa baut

Erstmals stellt Boeing Teile der Flugzeuge selbst in Europa her. Dazu eröffnet der Flugzeugbauer ein Werk im britischen Sheffield. Es liefert Komponenten für Boeing 737 und 777.

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Wenn Airbus es tut, dann kann es Boeing auch. Der europäische Flugzeugbauer hat 2015 in Mobile im amerikanischen Bundesstaat Alabama ein eigenes Endmontagewerk eröffnet. Seither werden dort A320 zusammengebaut. Erste Exemplare wurden schon an US-Kunden übergeben. Nun lässt sich der amerikanische Konkurrent in Europa nieder.

Boeing hat beschlossen, erstmals ein Fertigungswerk auf dem Alten Kontinent zu errichten. Die Dimensionen sind indes bescheidener als bei Airbus. Der amerikanische Konzern investiert 20 Millionen Pfund oder umgerechnet rund 24 Millionen Euro in die Errichtung einer Fabrik in Sheffield. Zum Start wird sie rund 30 Angestellte haben.

Ab 2018 operativ

Die neuen britischen Boeing-Arbeiter bauen Antriebselemente für die Tragflächen von Boeing 737, 737 Max und 777. Man habe die Stadt in der Region Yorkshire in Mittelengland wegen ihrer guter Arbeitskräfte gewählt, so Michael Arthur, Chef von Boeing Europe. Zudem sprach die Nähe zum von Boeing mitgetragenen Advanced Manufacturing Research Centre der University of Sheffield für den Standort.

Die in Sheffield erledigten Tätigkeiten sind Arbeitsschritte, die bisher von externen Firmen erledigt wurden. Nun wolle man wieder mehr Kontrolle über den Produktionsprozess haben, so Boeing-Manager Arthur. So soll er schneller und effizienter werden – und natürlich günstiger. Die ersten Angestellten sollen 2018 angeheuert werden und beginnen zu arbeiten.

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