Maschine von Pakistan International Airlines: Der Ex-Chef darf ausreisen.

Bernd HildenbrandSetzt sich Ex-PIA-Chef nach Deutschland ab?

Trotz Korruptionsvorwürfen darf der geschasste deutsche Chef von Pakistan International Airlines nun ausreisen. An seiner Rückkehr bestehen Zweifel.

Top-Jobs

Sparfell Logo

CAMO Engineer f/m/d (full time) in Vienna (Austria)

Vienna
Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs
DERTOUR Logo

Reiseleiter (m/w/d)

Reiseveranstalter
DERTOUR Destination Services AG
Griechenland
Spanien
Portugal
Top jobs
logo aerotelegraph rund

Journalist:in Militärluftfahrt und Verteidigung

Medien
aeroTELEGRAPH
Top jobs
Home Office
Lübeck

Safety Manager (m/w/d) am Flughafen Lübeck

Lübeck
Feste Anstellung
Flughafen Lübeck
Deutschland
Vollzeit
Top jobs

Ende April setzte Pakistan International Airlines ihren deutschen Chef Bernd Hildenbrand nach Korruptionsvorwürfen ab. Er durfte das Land nicht verlassen. Letzteres hat sich nun geändert, wie pakistanische Medien berichten. Demnach soll das Innenministerium dem Ex-Lufthansa-Manager am 4. Mai eine Sondererlaubnis erteilt haben, Pakistan für 30 Tage zu verlassen. Insidern zufolge soll die Entscheidung nach diplomatischem Druck gefallen sein, berichtet die Zeitung The Tribune Express.

Bei den Details gehen die Informationen auseinander: Während einige Zeitungen schreiben, Hildenbrands Name sei ganz von der sogenannten Exit Control List gestrichen, berichten andere, der Ausreisestopp bestehe weiterhin, sei aber für die genannten 30 Tage außer Kraft gesetzt. Auch in Bezug auf das Ausreisedatum gibt es Unklarheiten: In einigen Berichten heißt es unter Berufung auf das Innenministerium, der Ex-PIA-Chef werde am 30. Mai von Pakistan über Istanbul nach Frankfurt fliegen. Andere Medien schreiben, Hildenbrand habe Karachi bereits am 6. Mai mit Turkish Airlines Richtung Istanbul und Frankfurt verlassen.

Zweifel an einer Rückkehr

Laut The Tribune Express soll Hildenbrand den Behörden zugesichert haben, nach Pakistan zurückzukehren und sich wieder den Ermittlungen zu stellen. Trotzdem bleibe es laut Vertretern des Ministeriums abzuwarten, ob der Ex-Airline-Chef wirklich zurückkehre, hieß es weiter. Unter Verweis darauf, dass sogar Pakistaner während Prozessen das Land verlassen und nie wiederkommen, zitiert die Webseite Propakistani einen namentlich nicht genannten Vertreter der Ermittlungsbehörden mit den Worten: «Wie könnte man erwarten, dass ein deutscher Staatsangehöriger zurückkommt und sich den Ermittlungen stellt?»

Hildenbrand wird vorgeworfen, PIA habe unter seiner Führung ein Flugzeug von Sri Lankan Airlines überteuert geleast. Ebenfalls unter seiner Regie soll die Fluggesellschaft einen Airbus A310 unter Wert an ein deutsches Museum verkauft haben. Allerdings ist nicht bekannt, um welches Museum es sich handeln soll. Der A310 steht derweil am Flughafen Leipzig/Halle und gehört laut Angaben des Airports weiterhin PIA. The Express Tribune schrieb dagegen Ende April, ein Vertreter der Ermittlungsbehörden habe den Verdacht geäußert, Hildenbrand habe das Flugzeug selber gekauft. Der Beschuldigte hatte gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters Korruptionsvorwürfe bereits im März von sich gewiesen und gesagt: «Mein Gewissen ist rein.»

Mehr zum Thema

pia crew streit

Pakistan International Airlines stellt zwei Flugbegleiterinnen nach handfestem Streit frei

ticker-pia

Pakistan International Airlines PIA macht ernst mit Wiederaufnahme der Flüge nach London

ticker-pia

Pakistan findet Käufer für Mehrheit an PIA Pakistan International Airlines

ticker-pia

Pakistan International Airlines fliegt wieder nach Europa

Video

alaska airlines 1282 ntsb boeing 737 max 9
Obwohl im Flug ein Loch im Rumpf einer Boeing 737 Max 9 von Alaska Airlines klaffte, landete die Crew das Flugzeug im Januar 2024 sicher. Jetzt klagt der Kapitän gegen den Flugzeughersteller.
Timo Nowack
Timo Nowack
amsterdam schiphol schneemann
Der Schnee sorgt für Chaos und Hunderte Flugausfälle am größten Flughafen der Niederlande. Trotz der harten Bedingungen hat das Bodenpersonal in Amsterdam offenbar Spaß bei der Arbeit.
Timo Nowack
Timo Nowack
Die Boeing 757 des Justizministeriums der USA nach der Landung in New York: Diktator an Bord.
Nach dem nächtlichen Zugriff der U.S. Army in Caracas endet der Weg des venezolanischen Machthabers vor einem Gericht in New York – an Bord einer 36 Jahre alten Boeing 757 des Justizministeriums der USA.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin