Scoot will als Marke herausstechen.

Scoot will Premium-Billigairline sein

Die Billigtochter von Singapore startet im nächsten Jahr. Sie will ganz besonders sein - und nimmt sich dafür ein berühmtes Vorbild.

Top-Jobs

Etihad Job

Captain A320

Etihad Airways
Vollzeit
Abu Dhabi
Top jobs
United Arab Emirates
Feste Anstellung
Etihad Job

First Officer A320

Abu Dhabi
Feste Anstellung
Etihad Airways
United Arab Emirates
Vollzeit
Top jobs
ticker-dfs-deutsche-flugsicherung

Fluglotse (w/m/d)

Deutsche Flugsicherung DFS
Studium
Langen b. Frankfurt
Top jobs
Deutschland
.

Event Manager (m/f, 100%)

Vollzeit
IRF Reputation AG
Basel
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Luftfahrt

Schon Mitte nächsten Jahres nimmt Scoot den Betrieb auf. Der neue Billigflieger von Singapore Airlines soll im April den Jungfernflug nach Sydney absolvieren. Er tritt in den Wettbewerb mit vielen anderen Low-Cost-Anbietern in der Region Asien/Pazifik, etwa mit der Qantas-Tochter Jetstar Airways oder Air Asias Air Asia X. Fast jede Fluggesellschaft in der Region hat oder plant inzwischen eine eigene, preiswertere Tochtergesellschaft. Der Grund: Die gestiegene Nachfrage nach Reisen in der wirtschaftlich boomenden Gegend, die vor allem auch durch die wachsende Mittelklasse zustande kommt. Umso wichtiger ist es für Scoot, sich von der Konkurrenz zu unterscheiden - eben nicht nur durch die Preise, wie man betont. Diese sollen etwa 40 Prozent unter denen der Vollanbieter wie Qantas oder der Muttergesellschaft Singapore liegen.

Aber einen billigen Eindruck machen will man nicht. Wie Scoot-Chef Campbell Wilson ankündigt, soll seine Airline eine Lücke füllen, die von den Billigfliegern bisher noch nicht bedient wird: Geschäftsreisen. Im Visier hat er kleine und mittelgroße Betriebe, die aufs Geld achten müssen, wenn sie ihre Angestellten auf Reisen schicken. Daher wird es in den zu Beginn vier Scoot-Boeing 777-200's zwei Klassen geben: Die Economy Class und eine Premiumklasse im vorderen Teil des Fliegers. 32 oder 40 Sitze in der Formation 2-4-2 sollen dazu eingebaut werden, über die genaue Zahl entscheidet Scoot noch.

Sitze aus Deutschland

Wie diese Klasse heißen soll, steht, so Wilson gegenüber dem Magazin Australian Business Traveller, noch nicht fest. Auf keinen Fall aber wird Scoot sie als «Business Class» bezeichnen. Man will keine falschen Erwartungen wecken. Mit der Businessklasse in Fliegern der Premium-Anbieter auf internationalen Routen sei die Scoot-Klasse nämlich nicht vergleichbar. Wilson: «Das Preisgefälle zwischen Economy und Premium soll nicht so steil sein.»

Hergestellt werden die Sitze der neuen Klasse von der deutschen Firma Zim. Sie entsprechen etwa dem, was Reisende momentan in der Zwischenklasse Premium Economy vieler Airlines vorfinden. Etwa 53 Zentimeter sollen sie breit sein. Im Gegensatz zu vielen Business-Class-Sitzen können sie allerdings nicht komplett in die Waagerechte gestellt werden. Denn das würde, so Wilson, zu viel Platz kosten und die Ticketpreise unnötig in die Höhe treiben. «Unsere Zielkunden sind immer noch solche Reisende, die vor allem zu guten Konditionen von A nach B kommen wollen.» Auch was das Unterhaltungsprogramm betrifft, gibt es noch keine 100-prozentige Klarheit. Nur eines ist sicher: In keiner der Klassen wird es Bildschirme im Vordersitz geben. Scoot prüft derzeit noch verschiedene Optionen - vom Streaming auf mobile Geräte bis hin zu Tablets.

Hohe Maßstäbe

Es soll vor allem keine Kannibalisierung der Muttergesellschaft stattfinden. Viele Extras, die Business-Reisende von Singapore gewohnt sind, werden sie daher bei Scoot nicht finden - wie etwa Vielflieger-Bonusprogramme oder Privilegien außerhalb des Fliegers, wie etwa die Lounges von Singapore. Womit man vor allem punkten will, ist etwas, das Wilson als «Scootitude» bezeichnet. Damit meint er im Grunde das Gesamtbild der Airline, vom Umgang der Flugbegleiter mit den Reisenden bis hin zum Design der Tickets. Die Marke soll unvergleichlich sein. Dabei setzt Scoot sich hohe Maßstäbe. Ein Vorbild für die Markenstrategie ist Apple: «Die Marke sagt so viel aus, ohne selbst viel zu sagen. Es wäre großartig, wenn uns das auch gelingt.»

Mehr zum Thema

ticker-singapore-airlines

Singapore Airlines fordert offenbar mehr Einfluss bei Air India

ticker-singapore-airlines

Passagiere verklagen Singapore Airlines wegen Turbulenzen-Flug

ticker-singapore-airlines

Singapore Airlines erweitert Codeshare mit Lufthansa nach Kuala Lumpur

ticker-singapore-airlines

Australien genehmigt vorläufig engere Zusammenarbeit von Singapore Airlines und All Nippon Airway

Video

Flughafen Gander am 11. September 2001: 38 Großraumflugzeuge strandeten an dem kanadischen Airport.
Nach den Anschlägen vom 11. September 2001 sperrten die USA ihren Luftraum. Fast 240 Flugzeuge auf dem Weg ins Land konnten nicht mehr umkehren. Kanada nahm sie auf – und musste innerhalb weniger Stunden Zehntausende gestrandete Reisende unterbringen und versorgen.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
regent viceroy first flight
Der amerikanische Hersteller Regent will seine Seegleiter in Küstenregionen in aller Welt liefern. Jetzt hat das Bodeneffektfahrzeug Viceroy erstmals einen bemannten Flug absolviert. Und die Zulassung verläuft anders als bei einem Flugzeug.
Timo Nowack
Timo Nowack
eurowings training center dus
Eurowings und Lufthansa Aviation Training haben ein Ausbildungszentrum eröffnet: In Düsseldorf üben Flugbegleiterinnen und Flugbegleiter künftig, wie sie eine verrauchte Kabine evakuieren, einen bewusstlosen Piloten retten und eine Axt benutzen. aeroTELEGRAPH erhielt einen ersten Einblick ins neue Crew Training Center und sprach mit den Trainerinnen und Trainern.
Timo Nowack
Timo Nowack