Flugzeug von Nextjet: Fliegt zurzeit nur mit einer befristeten Erlaubnis.

RegionalairlineSchwedische Nextjet in finanziellen Turbulenzen

Die schwedische Transportbehörde hat Nextjet die Betriebserlaubnis entzogen. Bis November muss die Regionalairline ihre Finanzen in Ordnung bringen.

Top-Jobs

Pilatus Logo

Trainer Aircraft Chief Engineer

Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Flugzeugwerke AG
Schweiz
Vollzeit
Top jobs
k5 logo

Captain A320 (m/w/d)

K5-Aviation GmbH
München, Hamburg, Stuttgart
Feste Anstellung
Business Aviation
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
logo-gi-group

Teamleiter (gn) am Flughafen Hamburg

Hamburg
Feste Anstellung
Gi Group Recruiting
Deutschland
Vollzeit
Top jobs

Der August lief alles andere als gut für Nextjet: Zuerst äußerte ein Wirtschaftsprüfer laut dem öffentlich-rechtlichen Fernsehsender SVT Zweifel daran, dass sie finanziell in der Lage sei, ihr Geschäft fortzuführen. Einen Tag später legte SVT nach und berichtete über Schulden, welche die schwedische Regionalfluggesellschaft bei Kommunen habe. Am 18. August entzog die nationale Transportbehörde der Fluglinie dann die Betriebserlaubnis.

Als Grund nannte die Behörde die finanzielle Situation von Nextjet. Die Fluggesellschaft erfülle in diesem Punkt die Anforderungen der EU-Gesetze nicht. Allerdings gewährte die Transportbehörde der Airline einen dreimonatigen Aufschub, um die Probleme zu lösen. Sie erhielt eine bis zum 17. November befristete Betriebserlaubnis, mit der sie das Geschäft fortführen kann.

Nextjet gibt nicht auf

Nextjet kündigte danach in einer Mitteilung an, sich kurz- und langfristig finanziell zu stärken. So soll die Ausgabe neuer Aktien 42,5 Millionen Schwedische Kronen (knapp 4,5 Millionen Euro) einbringen. Zu weiteren Schritten gehöre auch der Verkauf von zwei älteren Flugzeugen. Insgesamt will die Fluggesellschaft ihre Mittel um rund 70 Millionen Kronen (knapp 7,4 Millionen Euro) aufstocken. «Das heißt, dass Nextjet auch nach dem 17. November wie gewohnt fliegen wird», schrieb das Unternehmen.

Darüber entscheidet aber natürlich nicht die Airline, sondern die Behörde. Besonders aufmerksam dürften drei Orte im hohen Norden verfolgen, wie das Ganze ausgeht. Denn als Nextjet die Verbindung zwischen Tromsø in Norwegen, Luleå in Schweden und Oulu in Finnland im Jahr 2015 startete, bezuschussten sie das Projekt laut dem norwegischen Nachrichtenportal Barents Observer mit je umgerechnet 2,7 Millionen Euro.

Positiver Trend?

Die Nextjet-Maschinen auf der Strecke sind laut dem Bericht dennoch oft schlecht gefüllt. Mit Blick auf das gesamte Geschäft erklärte die Fluggesellschaft dagegen nun, der Passagiertrend sei sowohl in den vergangenen sechs Monaten als auch im Ausblick positiv.

Mehr zum Thema

Autotest in Arjeplog: Ein Riesengeschäft.

Airline aus dem Mekka der Autotester ist pleite

sri lankan airlines airbus a330 300

Sri Lankan Airlines will forsch wachsen - doch es fehlen Flugzeuge

Ryanair Malta Air Boeing 737-800 Landung

Können Sie diese Falschaussagen über die Luftfahrt aufdecken?

Flieger von Air Canada: Kanada erlebt einen Tourismusboom.

USA sind out - noch nie gab es so viele Flüge aus Europa nach Kanada

Video

Snowbirds im Formationsflug: Die Flugstaffel fliegt ab 2030 mit Pilatus PC-21.
Über 50 Jahre setzten die Snowbirds auf heimische Strahlflugzeuge von Canadair. Nach der aktuellen Saison ist damit Schluss. Künftig werden die Pilotinnen und Piloten der kanadischen Kunstflugstaffel mit Flugzeugen von Pilatus begeistern.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Sukhoi Su-57: Erstflug absolviert.
Die neue Variante des russischen Kampfjets soll nicht nur Pilotinnen und Piloten ausbilden, sondern künftig auch Kampfdrohnen koordinieren. Moskau positioniert die Sukhoi Su-57D damit noch stärker als Antwort auf amerikanische Tarnkappenflugzeuge wie die Lockheed Martin F-35.
gerard al fil
Gérard Al-Fil
md 11 ups unglueck ntsb
Der tödliche Absturz einer McDonnell Douglas MD-11 von UPS im Jahr 2025 wurde durch ein beschädigtes Teil in der Triebwerksaufhängung ausgelöst. Nun ist klar: Boeing beschäftigte sich schon länger mit solchen Schäden, als bisher bekannt war. Und es gab weitere Fälle. Behörden und Airline wollen die Schwere des Problems nicht erkannt haben.
Timo Nowack
Timo Nowack