De Havilland Canada Dash 8 von Austrian Airlines: Flog bis 2021.

Letzte Dash 8 ausgeflottetSchluss mit Propeller bei Austrian Airlines

Die österreichische Fluglinie hat ihr letztes Propellerflugzeug verabschiedet. Einen neuen Besitzer für die Dash 8 hat Austrian Airlines schon.

Top-Jobs

bwlv

Fluggerätmechaniker (m/w/d)

BWLV-Motorflugschule Hahnweide
Vollzeit
Kirchheim/Teck
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Flugschule
Pilatus Logo

Team Leader Account Management

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Hahnair Logo

Compliance Monitoring Manager (all genders)

Hahn Air Lines GmbH
Vollzeit
Düsseldorf
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
Etihad Job

Captain A320

Etihad Airways
Vollzeit
Abu Dhabi
Top jobs
United Arab Emirates
Feste Anstellung

Ihre ehemaligen Kolleginnen sind bereits in der ganzen Welt verstreut. Viele der ehemals 18 De Havilland Canada Dash 8-400 von Austrian Airlines gingen an Leasingfirmen, eine stellt die Startflotte der wiederbelebten Flybe dar. Wiederum eine andere wurde verschrottet und drei fliegen jetzt für die Regionalairline PAL Airlines im Osten Kanadas.

Zuletzt hat die österreichische Lufthansa-Tochter den Abschied von ihren

Turbopropflugzeugen noch etwas verschoben. In Zeiten von Corona wiesen sie die ideale Größe auf, um auch bei tieferer Nachfrage effizient zu fliegen. Und so standen die Dash 8 im Dauereinsatz. Zwei der kanadischen Flieger machten zuletzt noch zwei Monate länger weiter als geplant.

Ideal für Innsbruck

Doch jetzt ist auch für sie der Moment gekommen. Die Dash 8 mit dem Kennzeichen OE-LGJ kehrte am Sonntagabend aus Leipzig zurück. Es war ihr letzter Flug. Die OE-LGI hatte am Montag (31. Mai) ihren letzten Arbeitstag. Noch einmal flog sie als Flug OS905 von Wien nach Innsbruck und damit an den Ort, wo alles begonnen hatte.

Tyrolean Airways hatte die Dash 7 im April 1980 in Europa eingeführt und später auch Dash 8-100, -300 und -400 eingesetzt, die mit dem schwierig anzufliegenden Heimatflughafen Innsbruck gut zurechtkamen. Mit der vollständigen Übernahme der Regionalairline 1998 kamen die Dash 8-400 zu Austrian Airlines. Und sie blieben.

«Tragende Säule im Netzwerk»

«Zu Spitzenzeiten absolvierte die Dash 8-Q400 bis zu 44.000 Einzelflüge pro Jahr», sagte Austrian Airlines’ Dash-Flottenchef Thomas Bleimuth bei der Abchiedsveranstaltung in Wien. Der Flieger sei eine tragende Säule im Netzwerk gewesen, auch weil er flugtechnisch fordernde Flughäfen ebenfalls erreichen konnte.

Mehr als 20 Millionen Passagiere flogen in den letzten 20 Jahren bei AUA mit dem Propellerflugzeug. Dabei haben sie 237 Millionen Kilometer zurückgelegt. «Unfallfrei», wie Bleimuth stolz erklärt. 

In die USA verkauft

Mit der Ankunft des Rückfluges OS906 nach Wien endete die 41-jährige Geschichte. Und es endete auch die Propellerzeit bei AUA. Zusammen mit der OE-LGJ wird die OE-LGI noch am Montag nach Bratislava überführt. Dort beginnt die Vorbereitung für die neuen Besitzer.

Austrian Airlines hat ihre letzten acht Dash 8 - zu denen auch OE-LGJ und OE-LGI gehören - allesamt verkauft. Sie gehen an den amerikanischen Flugzeughändler und Leasinganbieter Regional One. Er wird versuchen, sie weiter zu platzieren.

Airbus A320 und Embraer E195 übernehmen

Die Routen, auf denen zuletzt Dash 8 unterwegs waren, übernehmen künftig Airbus A320 und Embraer E195. «Die Dash 8 wird aber wohl jeder Österreicherin und jedem Österreicher in Erinnerung bleiben, weil sie irgendwann mal auf sie getroffen sind», so Bleimuth.

In der oben stehenden Bildergalerie sehen Sie Aufnahmen vom Abschied der Dash 8 bei Austrian Airlines.

Die beiden Flüge verursachten 124 Kilogramm CO2. Wie bei allen Dienstreisen kompensierte aeroTELEGRAPH diese Emissionen durch die Unterstützung von Aufforstungsprojekten und des Kaufs von Biokerosin über den Kompensationsanbieter Compensaid.

Mehr zum Thema

«Die Dash 7 war alternativlos»

«Die Dash 7 war alternativlos»

Dash 8 von Austrian Airlines: Die OE-LGK gehört zu den letzten acht verbliebenen Exemplaren.

Austrian hat bereits Käufer für letzte acht Dash 8

De Havilland Canada Dash 8: Das Flugzeugmodell blickt in eine unklare Zukunft.

Das Ende der Dash 8?

Bombardier Global 6500: Darf in den USA nicht verkauft werden, sagt Präsident Donald Trump.

Trump will Bombardier aus den USA verbannen - doch die Drohung birgt einen sachlichen Fehler

Video

Ex-Swissair-Sprecher Urs Peter Naef: «»
Als die Nachricht vom Absturz vor Halifax eintraf, war das Krisenhandbuch der Swissair-Kommunikationsabteilung noch nicht fertig. Medienverantwortlicher Urs Peter Naef musste improvisieren – und zugleich die Angehörigen vor aufdringlichen Medien schützen. Seine wichtigste Lehre aus der Katastrophe: «Steh zu dem, was passiert ist, und zeig Flagge.»
Christopher Scheffelmeier
Christopher Scheffelmeier
Kälin
Mit der Rückkehr der Angehörigen aus Kanada war die Arbeit für die Swissair längst nicht beendet. Persönliche Gegenstände mussten zurückgegeben, Gedenkveranstaltungen organisiert und Familien weiter begleitet werden. Der Ehemalige Finanzchef Walter Kälin blickt auf die Herausforderungen zurück – und erklärt, wie die Erfahrungen von damals die heutige Krisenbetreuung prägen
Christopher Scheffelmeier
Christopher Scheffelmeier
Ex-Swissair-Personalchef Matthias Mölleney zum Unglück von Flug SR1111: «...»
Als Flug SR111 von Swissair vor Halifax abstürzte, war Matthias Mölleney erst seit 95 Tagen Personalchef der Airline. Plötzlich musste er die Angehörigen und Mitarbeitenden betreuen und zugleich den Flugbetrieb aufrechterhalten. Fast drei Jahrzehnte später erinnert er sich an die schwersten Tage seiner Karriere – und an die Lehren für das spätere Grounding.
Christopher Scheffelmeier
Christopher Scheffelmeier