MD-80 von SAS: Bald wohl in neuer Bemalung unterwegs.

SAS stößt letzte MD-80 ab

Die skandinavische Fluggesellschaft will ihre Flotte radikal erneuern - und trennt sich daher von den älteren Fliegern.

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Über 70 Flugzeuge aus der MD-80-Familie befanden sich zeitweise in der Flotte von SAS. Die skandinavische Airline war damit einer der ganz großen Nutzer der amerikanischen Flieger aus dem Hause McDonnell Douglas. Inzwischen sind es nur noch 23. Und auch die sind bald Geschichte. Wie die SAS Group mitteilt, will man sämtliche MD-80 loswerden. Der Prozess des Abstoßens habe bereits begonnen. Das Ganze finde im Zuge der Verjüngung der Flotte statt, erklärt die Fluglinie in einer Mitteilung. Die nun zum Verkauf stehenden Flugzeuge haben ein Durchschnittsalter von 23 Jahren.

Was SAS nicht mehr will, möchte ein anderer offenbar gerne haben. Ein Käufer habe bereits einen Vertrag über den Erwerb von vier Flugzeugen unterzeichnet und sich eine Option auf 19 weitere gesichert, erklärte Scandinavian Airlines System. Den ersten der vier Flieger hat SAS schon am 11. September ausgeliefert, der Rest soll im vierten Quartal folgen. Dabei handelt es sich um MD-82 und MD-87. Die verbleibenden Jets würden zwischen 2013 und 2015 an den neuen Besitzer gehen. Wer der Käufer ist, verrät die nordische Airline aber noch nicht. Wenn die Optionen eingelöst würden, hätte die Flieger aus der MD-80-Familie bei SAS endgültig ausgedient. Bereits im vergangenen Jahr war Scandinavian einige der Jets an die US-Fluggesellschaft Allegiant losgeworden.

Auch bei Alitalia ausgemustert

SAS ist nicht die erste Airline, die sich von älteren McDonnell-Douglas-Fliegern trennt. Bei hohen Treibstoffpreisen und der zunehmenden Konkurrenz sind die Jets oft einfach nicht mehr effizient genug, um mit Gewinn für die Airlines zu fliegen. Erst kürzlich gab KLM bekannt, sich als letzte zivile Fluggesellschaft weltweit von ihren MD-11 zu trennen. Und wie das Fachportal CH-Aviation berichtet, haben die MD-80 auch bei Alitalia offenbar ausgedient. Der letzte planmäßige Flug mit einer der Maschinen laut Flugplan soll am 1. Oktober stattfinden.

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