An Bord eines SAS-Fliegers: Bald keine Klassen mehr

SAS erfindet sich neu

Die skandinavische Fluggesellschaft schafft die traditionellen drei Klassen ab und entwirft in Europa ein neues Service-Konzept.

Top-Jobs

Pilatus Logo

Head of Mechanical Final Assembly PC-12 (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Logo

Lizenzierter Luftfahrzeugmechaniker Experimental Shop (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
bwlv

Fluggerätmechaniker (m/w/d)

BWLV-Motorflugschule Hahnweide
Vollzeit
Kirchheim/Teck
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Flugschule
ticker-dfs-deutsche-flugsicherung

Fluglotse (w/m/d)

Deutsche Flugsicherung DFS
Studium
Langen b. Frankfurt
Top jobs
Deutschland

SAS Scandinavian Airlines sagt der Economy-, der Business- und der Economy-Extra-Klasse auf Wiedersehen – zumindest in Europa. Seit gestern Sonntag (9. Juni) gibt es an Bord der Flugzeuge nur noch zwei Klassen, SAS Go und SAS Plus. Die alten Klassenkonzepte seien dreißig Jahre alt, so die skandinavische Fluggesellschaft in einer Mitteilung. Sie würden nicht mehr widerspiegeln, was moderne Passagiere sich an Service wünschten. «Ob Geschäftsreisende oder Urlaubsreisende – Passagiere wollen Einfachheit und Verlässlichkeit – und Transparenz», erklärt SAS-Chef Rickard Gustafson. Das wolle man mit dem neuen Modell erreichen.

Wer SAS Go bucht, kann Getränke und Essen an Bord in Zukunft kaufen, Tee und Kaffee sind inbegriffen. Auf Inlandsflügen gibt es vor neun Uhr auch ein Frühstück. Sonst allerdings nicht. Bei der Plus-Klasse ist alles inklusive. Außerdem sind statt einem zwei Gepäckstücke erlaubt, die Reisenden haben Zugang zu den Lounges an den Flughäfen. Und Tickets lassen sich umsonst ändern. SAS Go, so verspricht die Airline, koste genauso viel wie bisher die Economy-Klasse. Die Plus-Tickets hingegen seien bis zu 30 Prozent billiger als die heutigen flexiblen Optionen.

Ähnlich wie Germanwings

Entwickelt hat SAS das Konzept gemeinsam mit den Kunden, heißt es. Im Internet konnten Interessierte in einem Forum ihre Ideen veröffentlichen. Man wolle so «die modernste Fluggesellschaft in Europa» werden, heißt es. Schliesslich schreiben die Skandinavier immer wieder Luftfahrtgeschichte. So führten sie als erste eine Touristenklasse (1952), das elektronische Buchungssystem (1958), das Inflight-Entertainment (1968) oder das Voll-Flachbett (1992) ein.

Ein ähnliches Konzept wie nun SAS mit Go und Plus entwikelte allerdings schon vor einigen Monaten Lufthansa-Tochter Germanwings. Auch bei ihr gibt es keine Klassen, sondern lediglich bestimmte Angebote, aus denen man sich das passende auswählen kann.

Mehr zum Thema

Die neue Business Class von Trinity Airways: Die Airline baut zwölf Sitze in ihre beste Reiseklasse.

Ist das die spartanischste Business Class der Welt?

Der Premium-Business SItz von Eurowings: Wird noch breiter eingesetzt.

Eurowings: Der Businesssitz ist tot - lang lebe der Businesssitz!

Der Vantage-Nova-Sitz von Thompson Aero Seating: Wird auch bei Thai Airways eingesetzt werden.

Neue Business Class von Thai Airways kommt ab 2027

Die Servietten-Klammer in der Business Class von Austrian Airlines (Montage): Kleine Klammer, viele Fans.

Das Ende einer kleinen Tradition: Austrian Airlines verbannt die Holzklammer

Video

6767 bitte? Der Wunsch wurde dem Piloten erfüllt.
Ein Privatpilot in den USA wollte beim Funken offenbar ein bisschen Spaß haben. Also fragte er die Flugsicherung nach einem ganz bestimmten Transpondercode: 6767. Der Fluglotse verstand die Anspielung auf das Internet-Meme Six Seven und musste lachen.
Laura Frommberg
Laura Frommberg
Anflug auf Tel Aviv mit Airbus A330 von Swiss: Vorerst nicht mehr möglich.
Jahrelang gehörte der Airbus A330 auf der Strecke zwischen Zürich und Tel Aviv zum gewohnten Bild. Doch damit ist vorerst Schluss: Swiss stellt im Sommer 2027 sämtliche Flüge auf Airbus A321 Neo um.
Luca La Rocca
Luca La Rocca
latam airbus a320 lima feuer
Notfall am Flughafen Lima: Aus einem Triebwerk eines Airbus A320 schlugen so lange Zeit Flammen, dass auch eine Tragfläche des Jets von Latam Feuer fing.
Timo Nowack
Timo Nowack