A340 von SAS: Die Airline muss wieder Gewinn bringen.

SAS will zurück zu alter Größe

Die skandinavische Fluggesellschaft will endlich heraus aus den roten Zahlen - mit einer neuen Strategie.

Top-Jobs

Sparfell Logo

First Officer Embraer 550 / Legacy 500 (m/f)

Vienna
Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs
Sparfell Logo

Compliance Monitoring Manager – Flight Operations

Vienna
Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs
LBV Logo

Sachbearbeiter:in Betriebssicherheit

Schönefeld (bei Berlin)
Feste Anstellung
Luftfahrtbehörde
Landesamt für Bauen und Verkehr
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Sparfell Logo

VIP Flight Attendant (f/m/d) (full time)

Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs

Am Mittwoch (14. September) stellt Scandinavian Airlines System ihre neue Strategie vor. Die ist dringend nötig. Drei Jahre schreibt die von den Regierungen Dänemarks, Schwedens und Norwegens kontrollierte Fluggesellschaft jetzt schon Verluste. Schuld sind die starke Konkurrenz und der hohe Kerosinpreis sowie letztlich auch die schleppende Konjunktur. Kosteneinsparungen auf der einen Seite und eine vorsichtige Expansion auf der anderen sollen nun den Turnaround bei SAS herbeiführen, die einst als beste Airline in Europa galt.

Begonnen haben die harten Zeiten 2008. Nach einem Gewinn von 59,5 Millionen Euro im Jahr zuvor schrieb die Airline 590 Millionen Verlust. Darauf folgte ein harter Restrukturierungsplan: Core SAS hieß dieser. Man wollte weniger komplex werden, sich auf den Kernmarkt Skandinavien konzentrieren, sich auf Geschäftsreisende fokussieren und sich von nicht-profitablen Tochtergesellschaften trennen. Ein Beispiel dafür war der Verkauf der britischen Problemtochter BMI, die 2009 an die Lufthansa ging - und die von dieser nun auch abgestoßen wird. Auch die Flotte und die Zahl der Angestellten dezimierte man, um die Kostenstruktur zu reduzieren.

Lernen vom Vorgänger

Durch die Maßnahmen konnte man immerhin etwa 850 Millionen Euro einsparen und die Stückkosten um rund 20 Prozent senken. Erst in den letzten Quartalen begann man wieder, an Wachstum zu denken. Mit der erneuerten Flotte wurden wieder mehr und andere Routen angeboten. Das war in einem Umfeld von steigenden Treibstoffkosten und immer größerer Konkurrenz durch Billigflieger nicht einfach. Trotzdem schaffte es die Airline, im zweiten Quartal dieses Jahres einen Gewinn von rund 82 Millionen Euro zu erwirtschaften. Konzernchef Rickard Gustafsson, seit Januar am Steuer, ist daher optimistisch, dass man in diesem Jahr zum ersten Mal seit 2007 wieder schwarze Zahlen schreiben wird. Branchenexperten gehen daher aus, dass mit der neuen Strategie vor allem auch die Expansion wieder weiter vorangetrieben wird, um die Airline aus der Stagnation zu befreien.

Ein Vorbild könnte für Gustafsson sein Vorgänger aus den Jahren 1981 bis 1994 sein: Als Jan Carlzon damals das Ruder übernahm, war SAS auf dem absteigenden Ast. Die Fluggesellschaft schrieb rote Zahlen und genoss unter den Reisenden keinen besonders guten Ruf. Von den damals 17 europäischen Airlines landete SAS auf dem drittletzten Platz, wenn es um Pünktlichkeit ging. Carlzon entschied sich für eine damals ungewöhnliche Strategie, um SAS wieder auf Kurs zu bringen. Er wollte sie zur besten Airline der Welt machen und damit Business-Reisende ködern - die immerhin eine der stabilsten Einnahmenquellen von Airlines sind. So führte SAS etwa als erste Airline eine getrennte Businessklasse ein und schaffte die Erste Klasse innerhalb von Europa ab.

Pünktlicher geht nicht

Das erinnert stark an die Ziele, die auch im Core SAS-Plan formuliert sind. Und auch damals wurden alle dafür nicht essenziellen Einheiten eiskalt gestrichen. Was man auf der einen Seite sparte, investierte man in das Erreichen der neuen Ziele. Mit Erfolg: Schon 1982 machte SAS wieder einen Gewinn von rund 40 Millionen Euro, in den Jahren 1983 und 1984 kürte das Magazin Air Transport World die Fluglinie zur besten der Welt. Und auch das Pünktlichkeits-Problem löste man. Inzwischen gehören die Skandinavier zu den pünktlichsten der Welt. Im Juli 2011 wurde SAS von Flightstats sogar zur Nummer eins gewählt (aeroTELEGRAPH berichtete).

Mehr zum Thema

Airbus A320 Neo von SAS: Panne in Brüssel.

Airbus A320 Neo von SAS wollte auf Rollweg starten

ticker-sas-skandinavian-airlines

SAS vor Großbestellung bei Airbus oder Boeing - 787 und 777X sowie A350 und A330 Neo in Auswahl

ticker-sas-skandinavian-airlines

SAS und Tarom starten Codeshare

ticker-sas-skandinavian-airlines

SAS legt zwei neue Thailand-Routen auf und fliegt erstmals wieder in die Vereinigten Arabischen Emirate

Video

Boeing 777 von Latam: Kurz danach wurde der Start abgebrochen.
Kurz vor dem Abheben entschied sich die Crew eines Fluges von Latam zum Startabbruch. Die Boeing 777-300 ER kam erst am Ende der 3700 Meter langen Piste von São Paulo-Guarulhos zum Stehen. Erfolgte der Abbruch zu spät?
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Die Fokker 50 nach der Notlandung: Niemand kam bei dem Unglück ums Leben.
In Somalia musste eine Fokker 50 notlanden. Dabei ist das Flugzeug von Starsky Aviation über die Piste hinausgeschossen und am Strand zum Stillstand gekommen. Verletzt wurde niemand.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Zwei der drei Löschfahrzeuge am Flughafen St. Helena: Weil alle Fahrzeuge defekt sind, darf der Flughafen kein Flüge mehr abfertigen.
Die Atlantikinsel St. Helena ist aktuell nicht mehr per Flugzeug erreichbar. Alle drei Fahrzeuge der Flughafenfeuerwehr sind defekt. Wann der Flugverkehr wieder starten kann, ist unklar.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies