Flugbegleiterin von SAS: Sie bekommt bald spanische Kolleginnen und Kollegen.

Neue Tochter in IrlandSAS eröffnet Basen in London und Spanien

Die skandinavische Fluggesellschaft will die Kosten senken. Dazu gründet sie eine Tochter in der EU mit Basen in London und Spanien.

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Die Stoßrichtung ist klar: Die Kosten müssen runter, um mit den Billigairlines mithalten zu können. Denn Ryanair, Easyjet und Co. können mit deutlich tieferem Aufwand kalkulieren als SAS. Deshalb überlegt sich die skandinavische Fluggesellschaft schon seit einiger Zeit, wie sie wieder wettbewerbsfähiger werden kann.

Nun hat sie die Lösung gefunden. SAS gründet eine neue Tochtergesellschaft in Irland, wie sie am Mittwoch (1. Februar) bekannt gab. Diese wird ein eigenes 

Luftverkehrsbetreiberzeugnis (englisch: Air Operator Certificate AOC) besitzen. Die neue Fluglinie soll ab Winter 2017/18 aktiv werden.

Urlaubsreisen und...

Geplant ist, dass SAS Ireland je eine Basis in London und Spanien betreiben wird. Von dort sollen in einem ersten Schritt «eine kleinere Anzahl an Flügen durchgeführt werden, um das bestehende Angebot zu ergänzen». Die irischen Flugzeuge werden im klassischen SAS-Look daherkommen.

SAS hat zum Einen Urlaubsflüge in Europa im Visier. «Der Markt boomt. Gleichzeitig zeichnet er sich durch einen intensiven Preisdruck aus», kommentiert die Fluggesellschaft. Zudem soll so aber auch die «langfristige Profitabilität von Kern-Strecken» gesichert werden. Bei wenigen Strecken dürfte es also nicht auf ewig bleiben.

Wachstum in Irland

SAS bekommt mit der irischen Tochter mit Basen in Spanien und Großbritannien ein wichtiges Instrument in die Hand, um die starken Gewerkschaften in Schach zu halten. Das Management der Fluglinie kann damit drohen, weitere Flüge an die irische Tochter auslagern «zu müssen», falls die Kosten in Skandinavien nicht sinken.

Bei SAS weiß man denn auch, wie heikel der Schritt ist. «Die Mehrheit unseres Betriebs wird auch in Zukunft in Skandinavien sein», erklärt Vorstandsvorsitzender Rickard Gustafson. Mit der Zeit werde man aber dank der neuen Tochter ein noch besseres Netzwerk mit einem dichteren Flugplan anbieten können. Das heißt, das künftige Wachstum dürfte tendenziell in Irland stattfinden.

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