Die Saab 340 war ein großer Erfolg. Und so entschied sich der schwedische Hersteller 1988, ein vergrößertes Modell zu bauen. Auch sie war technisch gut, mit einer Reisegeschwindigkeit von 665 Kilometern pro Stunde war die Saab 2000 etwa sehr schnell.

Saab 2000 kehrt nicht zurück

Turboprops sind auf kurzen Routen viel günstiger als Jets und entsprechend beliebt. Dennoch will Saab die begehrte Saab 2000 nicht neu auflegen. Die Gründe.

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span>Etihad Regional hält sie eigentlich für das «perfekte» Flugzeug für innereuropäische Flüge. Und auch die Schweizer Regionalairline Skywork findet die Saab 2000 für ihre Strecken sehr attraktiv. Doch beide Fluggesellschaften haben ein Problem: Saab 2000 lassen sich kaum mehr beschaffen. Sowohl der Kauf- als auch der Leasingmarkt sind völlig ausgetrocknet. Denn die schwedische Turbopropmaschine wurde nur von 1994 bis 1999 hergestellt. Nur 63 Stück liefen in diesen fünf Jahren vom Band, rund fünfzig davon sind noch heute einsatzfähig.

Die Saab 2000 war ein Opfer des Zeitgeistes. Propellerflugzeuge gerieten Ende der Neunzigerjahre aus der Mode. Düsenflieger waren nicht nur schneller, sondern auch beliebter. Passagiere hielten sie (zu Unrecht) für sicherer und (eher zu Recht) für bequemer – vor allem was den Geräuschpegel in der Kabine anbelangt. Die Fluglinien begannen ihre Flotten entsprechen umzustellen.

Turboprops wurden plötzlich wirtschaftlich interessant

Doch das Blatt hat sich seither wieder gewendet. Die Hersteller von Turboprops investierten erfolgreich in leisere Kabinen, um den Komfort auf Jet-Niveau zu bringen. Und dann war ihnen auch noch das Glück hold. Mit dem rasanten Anstieg des Ölpreises ab 2004 wurden Turboprops plötzlich wirtschaftlich interessant. Dieses Argument streichen heute Produzenten wie ATR, Antonow, Bombardier oder Xian hervor.

Bei den Fluglinien stießen und stoßen die Turbopropbauer damit auf offene Ohren. Entsprechend stiegen ihre Verkaufszahlen. Denn die Propellermaschinen sind auf Flüge bis zu rund 650 Kilometer Distanz in puncto Wirtschaftlichkeit kaum zu schlagen. Die französisch-italienische ATR behauptet, die Ersparnis beim Treibstoff könne bis zu 5 Prozent des Anschaffungspreises eines neuen Fliegers ausmachen – pro Jahr.

Lieber Teile für A380 als neue Saab 2000

Trotzdem denkt man bei Saab nicht daran, die Saab 2000 neu aufleben zu lassen. Man konzentriere sich ganz auf die Zulieferung von Teilen für andere Hersteller, etwa für die Airbus-Modelle A320, A350 und A380 oder auch die Boeing 787 Dreamliner, so eine Sprecherin zu aeroTELEGRAPH. «Hier wollen wir weiter wachsen.» Die Wiederaufnahme der Herstellung eigener Propellermaschinen sei kein Thema. Die Saab-Sprecherin: «Wir haben keine Pläne für eine Neuauflage der Saab 2000 oder eines neues Modells».

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