Kabine und Rumpf: Vorstandsvorsitzender Michael O'Leary macht überall Geld.

Ryanair-Jets werden Litfaßsäulen

Die irische Billigfluggesellschaft entdeckt eine neue Geldquelle: Ryanair verkauft Flächen auf den Flugzeugen für Werbebotschaften.

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Michael O'Leary liebt Superlative. Und so schuf er auch für sein neuestes Angebot einen neuen. «Europas größtes und billigstes Medium für Außenwerbung», nennt es der Chef von Ryanair. Ab sofort können Unternehmen auf den mehr als 300 Boeing B737-800 der Billigfluggesellschaft ihre Werbebotschaft anbringen. Vier Stellen gibt O'Leary dafür frei. Eine liegt vorne am Rumpf, eine hinten und auch die Winglets an den Flügelspitzen können als Werbeträger genutzt werden. Die Flächen können Interessenten jeweils für zwölf Monate anmieten.

Das Ganze koste «den Bruchteil einer Zeitungsanzeige», erklärt die Fluggesellschaft in einer Medienmitteilung. Konkrete Preise nennt sie aber nicht. Viel Geld wird Ryanair zwar kaum einnehmen. Aber eine schöne Zusatzeinnahme ist es alleweil.

Nur einzelne Flächen

O'Leary ist allgemein bekannt für seine absurden Vorschläge für Mehreinnahmen. Die Werbeidee ist aber ernst gemeint. Weniger seriös waren andere Vorschläge, die er schon vorbrachte. So schlug er vor, die Toiletten im Flieger abzuschaffen oder kostenpflichtig zu machen, nur noch leichte Flugbegleiterinnen anzustellen, Stehplätze einzuführen, den Kopilot abzuschaffen oder Pornos an Bord zu verkaufen.

Ryanair fliegt derzeit mit seinen 303 Flugzeugen 180 Destinationen in 29 Ländern an. Die Airline wurde 1985 mit nur 25 Jets gegründet. In ihrer Geschichte testete sie schon einmal Werbung auf Fliegern. Damals aber wurde der ganze Rumpf statt nur einzelner Flächen bemalt.

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