Finanzminister Michael Noonan: Ryanair und Aer Lingus wollen von seinem Ministerium Geld.

SteuernRyanair und Aer Lingus kämpfen um 120 Millionen

Die beiden irischen Fluggesellschaften liegen im Clinch mit ihrer Regierung. Sie verlangen zusammen 120 Millionen Euro an zu viel bezahlter Luftfahrtsteuer zurück.

Top-Jobs

Goldeck Logo

Kapitän Pilatus PC-12NGX (f/m/d)

Goldeck-Flug Gesellschaft m.b.H.
Vollzeit
Top jobs
Wien / Wiener Neustadt
Österreich
Feste Anstellung
Business Aviation
Sparfell Logo

Captain/First Officer Embraer 550 / Legacy 500 (m/f)

SPARFELL Luftfahrt GmbH
Vollzeit
Vienna
Top jobs
Österreich
Feste Anstellung
Business Aviation
Pilatus Logo

Mechaniker Flugzeugkomponenten (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller

2008 stand Irland am Abgrund. Die Konjunktur brach ein, der Immobilienmarkt crashte, Banken mussten vom Staat gerettet werden und die Steuerreinnahmen brachen ein. Nur ein Hilfspaket von Internationalem Währungsfonds und EU rettete damals die Insel.

Als Folge der Krise führte die Regierung 2009 unter anderem eine neue Luftfahrtsteuer ein. Flüge mit einer Distanz von bis zu 300 Kilometer ab Dublin wurden mit 2 Euro belastet, längere mit 10 Euro. Doch das widersprach Regeln der Europäischen Union. Die tiefere Abgabe bei kurzen Flügen wurde von der EU-Kommission als illegale Subvention von Regionalairlines angesehen. Nach dem Entscheid aus Brüssel wurde ab 2011 einheitlich 3 Euro verrechnet.

Zuwenig Informationen

Ryanair und Aer Lingus sind damit noch nicht zufrieden. Sie wollen vom irischen Finanzministerium eine Rückzahlung von je 60 Millionen Euro für die zwischen 2009 und 2011 zu viel bezahlte Luftfahrtsteuer. Um ihre Argumente vor Gericht vorzubringen, verlangten sie vom Ministerium wiederholt Informationen.

Die Unterlagen zur Steuer wurden in den Augen der beiden Fluggesellschaft aber nicht immer ausreichend gewährt. Deswegen zogen die beiden Airlines das Finanzministerium vor Gericht. Inzwischen sind aber die Informationen geflossen, wie die Zeitung Irish Times berichtet. Wann die Richter über die Rückzahlung entscheiden, ist noch nicht bekannt. Die Luftfahrtsteuer wurde 2013 faktisch wieder abgeschafft. Ihr Satz wurde auf 0 Prozent gesenkt.

Mehr zum Thema

ticker-ryanair

Niederlage für Ryanair: EU-Gericht bestätigt italienische Corona-Hilfen für Airlines

ticker-ryanair

Mückenplage zwingt Ryanair in Mailand zu Flugzeugwechsel

ticker-ryanair

Ryanair ändert nach Kritik Sitzplatzregelung für Familien

ticker-ryanair

Michael O’Leary bleibt weitere secsh Jahre Chef von Ryanair Group

Video

Der Airbus A350-1000 ULR mit der Kennung F-WULR ist um 10:43 Ortszeit zum ersten Mal auf australischem Boden gelandet.
Ohne Passagiere, aber mit über tausend Sensoren an Bord, ist der erste Airbus A350-1000 ULR für Qantas Project Sunrise in Melbourne gelandet. Der Testjet legte die Strecke von Toulouse in nicht ganz 20 Stunden zurück, noch in unlackierter Green Livery.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Die VA-1X von Vertical Aerospace: Zeigte in Farnborough, was sie kann.
Elektrische Senkrechtstarter gelten als eines der Zukunftsthemen der Luftfahrt. Auf der Farnborough Airshow demonstrierte Vertical Aerospace eindrucksvoll die Fähigkeiten seines Prototyps. Bis Passagiere regelmäßig mit Evtols fliegen, dürfte allerdings noch einige Zeit vergehen.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin
Airbus A340-300 von Mahan Air bei der Landung im Jemen: Der Airport ist seit zehn Jahren gesperrt.
Ein Airbus A340 von Mahan Air weicht auf einen seit über zehn Jahren gesperrten Flughafen aus, nachdem Regierungstruppen die Landebahn in Sanaa beschossen haben. Die Regierung hat den gesamten Luftverkehr ausgesetzt.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies