Flieger von Ryanair: Einige Jets bleiben am Donnerstag am Boden.

WinterflugplanRyanair kürzt Flotte um 25 Flugzeuge

Wegen Flugstreichungen steht Ryanair unter Druck. Sie sollten sechs Wochen dauern. Nun ziehen sie sich bis im Sommer hin.

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Bei vielen Fluggesellschaften schaut man wohl derzeit hämisch auf Ryanair. Die Billigairline, die nie davor zurückschreckte, die Konkurrenz offen zu kritisieren, kämpft selbst mit Problemen. Wegen Personalmangels muss sie im September und Oktober Dutzende Flüge pro Tag streichen. Nun zeigt sich: Die Schwierigkeiten dauern deutlich länger als geplant.

Um weitere Flugstreichungen zu vermeiden, kappt Ryanair die Wachstumspläne für die kalte Jahreszeit. Im Winterflugplan - also zwischen November und März - wird die Fluglinie vorübergehend mit 25 Fliegern weniger als geplant arbeiten. bei einer Flotte von aktuell 401 Flugzeugen bedeutet das ein Kapazitätsabbau von 6 Prozent. In der Zeit ab April 2018 wird Ryanair mit 10 Flugzeugen weniger als den ursprünglich geplanten 445 fliegen. Das Ganze führe zu einer Reihe an Streichungen und Anpassungen im Flugplan. Insgesamt seien aber mit rund 400.000 Kunden weniger als ein Prozent der Reisenden betroffen.

Köln-Berlin nicht mehr buchbar

Ein Teil davon dürfte aber in Deutschland sitzen. Im Winterflugplan ist beispielsweise die Strecke Köln - Berlin bei Ryanair nicht mehr buchbar. Sie war bisher die einzige innerdeutsche Strecke der Iren. Die Route bedienen sonst die Lufthansa-Tochter Eurowings und Air Berlin. Nun hat also der Kranich-Konzern auf der Strecke für die Wintersaison wieder ein Monopol. Im Sommer sind die Flüge bei Ryanair wieder buchbar.

Auch eine Frequenz von Berlin nach Brüssel wird im Winter gestrichen. Ryanair entschuldigt sich bei betroffenen Kunden für die Unannehmlichkeiten. Die bereits 315.000 Betroffenen der letzten Wochen hätten zusätzlich zum Ersatz-Flug einen 40-Euro-Gutschein pro Flug als Entschädigung erhalten. Das sei mehr als der derzeitige Durchschnittspreis pro Flug bei Ryanair.

Mehr Investitionen in Planung

Die Fluglinie bedankt sich zudem bei den Piloten. Viele von ihnen hätten angeboten, auch an ihren freien Tagen zu arbeiten und den Betrieb so aufrecht zu erhalten. Der Jahresurlaub werde sich aber auf keinen Fall reduzieren, so Ryanair. Man habe nun die Investitionen in das Dienstplan-Management und die Rekrutierung aufgestockt, damit so etwas nicht noch einmal vorkomme.

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