Flieger von Ryanair: Einige Jets bleiben am Donnerstag am Boden.

WinterflugplanRyanair kürzt Flotte um 25 Flugzeuge

Wegen Flugstreichungen steht Ryanair unter Druck. Sie sollten sechs Wochen dauern. Nun ziehen sie sich bis im Sommer hin.

Top-Jobs

Pilatus Logo

Trainer Aircraft Chief Engineer

Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Flugzeugwerke AG
Schweiz
Vollzeit
Top jobs
k5 logo

Captain A320 (m/w/d)

K5-Aviation GmbH
München, Hamburg, Stuttgart
Feste Anstellung
Business Aviation
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
logo-gi-group

Teamleiter (gn) am Flughafen Hamburg

Hamburg
Feste Anstellung
Gi Group Recruiting
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Hahnair Logo

Deputy Continuing Airworthiness Manager (all genders)

Düsseldorf
Feste Anstellung
Hahn Air Lines GmbH
Deutschland
Vollzeit
Top jobs

Bei vielen Fluggesellschaften schaut man wohl derzeit hämisch auf Ryanair. Die Billigairline, die nie davor zurückschreckte, die Konkurrenz offen zu kritisieren, kämpft selbst mit Problemen. Wegen Personalmangels muss sie im September und Oktober Dutzende Flüge pro Tag streichen. Nun zeigt sich: Die Schwierigkeiten dauern deutlich länger als geplant.

Um weitere Flugstreichungen zu vermeiden, kappt Ryanair die Wachstumspläne für die kalte Jahreszeit. Im Winterflugplan - also zwischen November und März - wird die Fluglinie vorübergehend mit 25 Fliegern weniger als geplant arbeiten. bei einer Flotte von aktuell 401 Flugzeugen bedeutet das ein Kapazitätsabbau von 6 Prozent. In der Zeit ab April 2018 wird Ryanair mit 10 Flugzeugen weniger als den ursprünglich geplanten 445 fliegen. Das Ganze führe zu einer Reihe an Streichungen und Anpassungen im Flugplan. Insgesamt seien aber mit rund 400.000 Kunden weniger als ein Prozent der Reisenden betroffen.

Köln-Berlin nicht mehr buchbar

Ein Teil davon dürfte aber in Deutschland sitzen. Im Winterflugplan ist beispielsweise die Strecke Köln - Berlin bei Ryanair nicht mehr buchbar. Sie war bisher die einzige innerdeutsche Strecke der Iren. Die Route bedienen sonst die Lufthansa-Tochter Eurowings und Air Berlin. Nun hat also der Kranich-Konzern auf der Strecke für die Wintersaison wieder ein Monopol. Im Sommer sind die Flüge bei Ryanair wieder buchbar.

Auch eine Frequenz von Berlin nach Brüssel wird im Winter gestrichen. Ryanair entschuldigt sich bei betroffenen Kunden für die Unannehmlichkeiten. Die bereits 315.000 Betroffenen der letzten Wochen hätten zusätzlich zum Ersatz-Flug einen 40-Euro-Gutschein pro Flug als Entschädigung erhalten. Das sei mehr als der derzeitige Durchschnittspreis pro Flug bei Ryanair.

Mehr Investitionen in Planung

Die Fluglinie bedankt sich zudem bei den Piloten. Viele von ihnen hätten angeboten, auch an ihren freien Tagen zu arbeiten und den Betrieb so aufrecht zu erhalten. Der Jahresurlaub werde sich aber auf keinen Fall reduzieren, so Ryanair. Man habe nun die Investitionen in das Dienstplan-Management und die Rekrutierung aufgestockt, damit so etwas nicht noch einmal vorkomme.

Mehr zum Thema

ticker-spanien

Spanien, Italien und Griechenland treiben Wachstum im europäischen Flugmarkt

ticker-ryanair

Italiens höchstes Gericht hebt Millionenstrafe gegen Ryanair auf

ticker-ryanair

Ryanair fliegt auch im Winter von Paderborn/Lippstadt nach Alicante

ticker-ryanair

Abbau von Ryanair in Griechenland: Diese Strecken nach Deutschland und Österreich fallen weg

Video

Westjet Boeing 787
Reisende werfen der kanadischen Fluglinie vor, ihnen Entschädigungen vorzuenthalten. Der Verdacht: Wechselt Westjet im letzten Moment Flugzeuge ein, die sich bereits in der Wartung befinden, um dann den Flug zu annullieren? Eine kanadische Behörde ermittelt.
Timo Nowack
Timo Nowack
Der Airbus A321 Neo von Lufthansa bei der Evakuierung: Starker Geruch nach Kerosin.
Kurz nach dem Start Richtung München musste ein Airbus A321 Neo der deutschen Fluglinie umkehren. Nach der sicheren Landung in Athen wurde der Jet von Lufthansa evakuiert. Drei Menschen wurden leicht verletzt.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin
Evakuierung des AIrbus A321 Neo von Frontier Airlines: Viele nehmen ihr Gepäck mit.
Nach dem tödlichen Zwischenfall auf der Startbahn in Denver geriet auch die Evakuierung des Airbus A321 Neo in den Fokus. Erneut haben zahlreiche Passagiere trotz Rauchentwicklung ihr Handgepäck mitgenommen. Nun ermitteln die Behörden.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies