Boeing 737 von Ryanair: Eine Umleitung kann teuer werden.

Ryanair nennt DetailsDiese Kosten entstehen, wenn Reisende an Bord ausrasten

Ein Passagier benahm sich an Bord von Ryanair derart daneben, dass der Flug außerplanmäßig landen musste. Die Airline zeigt nun auf, welche Kosten der Mann damit im Detail verursachte. Die Aufstellung.

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Luftfahrt

Wer in Porto am Flughafen übernachten will, hat im Vergleich mit vielen anderen Städten Glück. Die meisten Hotels in der Nähe des Aeroporto Francisco Sá Carneiro kosten deutlich unter 100 Euro, während man in Frankfurt, London oder Paris meist deutlich mehr Geld lassen muss. Insofern hatte der Pöbelpassagier noch Glück, der Ryanair-Flug FR7124 am 9. April 2024 störte.

Denn: Die Airline will vom Störenfried die entstandenen Kosten für die Flugumleitung am Abend erstattet bekommen, welche er durch sein Verhalten verursacht hat. Daher zieht sie gegen den Reisenden in Dublin vor Gericht. Details über den Vorfall nennt Ryanair nicht. Doch der Reisende benahm sich derart daneben, dass die aus Dublin kommende Boeing 737 nicht ans Ziel Lanzarote flog, sondern außerplanmäßig in Porto landen musste.

Ersatzcrew, Treibstoff, Übernachtung

Weil es schon später am Abend war, mussten 160 Reisende und sechs Besatzungsmitglieder in Hotels untergebracht werden. Und das macht auch den größten Batzen der Kosten aus, die aufgrund der außerplanmäßigen Landung entstanden sind. 7000 Euro der 15.350 Euro, die Ryanair einfordert, entstanden aufgrund der Übernachtung in Hotels.

Jeweils rund 2500 Euro entfielen auf die Lande- und Abfertigungsgebühren am Flughafen und die Anwaltskosten, die bislang entstanden sind. 1800 Euro stellt Ryanair dem Iren in Rechnung, weil sie eine Ersatzcrew nach Porto fliegen musste und 750 Euro kostete der zusätzliche Treibstoff, der aufgrund des Vorfalls verbrannt wurde (siehe Grafik).

Ryanair: Zwei Drinks am Airport sind genug

Zwar sagt Ryanair nicht explizit, dass der Mann betrunken war - doch Alkohol spielt bei vielen dieser Zwischenfälle eine zentrale Rolle. Zudem fordert die Billigairline, dass die EU-Behörden Maßnahmen ergreifen, um den Alkoholkonsum von Passagieren einzuschränken. An Bord tue man das bereits, doch wenn Reisende sich an Flughäfen betrinken, hätte man darauf keinen Einfluss, erklärt sie.

«Bei Flugverspätungen konsumieren die Passagiere auf den Flughäfen übermäßig viel Alkohol, ohne dass der Kauf oder der Konsum eingeschränkt wird», so Ryanair. «Wir verstehen nicht, warum der Kauf an Flughäfen nicht auf zwei alkoholische Getränke beschränkt wird.» Das sei ganz einfach möglich, indem man die Bordkarte nutzt, um die Verkäufe zu überwachen. Beim Duty-Free-Verkauf werde das ja auch getan.

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