Flugzeug von Pobeda: Bald auch in Deutschland?

Zu hohe GebührenRusslands Billigairline streitet mit Weißrussland

Minsk war als erstes internationales Ziel der Aeroflot-Billigtochter Pobeda geplant. Doch zu hohe Gebühren und fehlende Slots verunmöglichen das. Profiteur ist Bratislava.

Top-Jobs

Pilatus Logo

Head of Mechanical Final Assembly PC-12 (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Logo

Lizenzierter Luftfahrzeugmechaniker Experimental Shop (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
bwlv

Fluggerätmechaniker (m/w/d)

BWLV-Motorflugschule Hahnweide
Vollzeit
Kirchheim/Teck
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Flugschule
ticker-dfs-deutsche-flugsicherung

Fluglotse (w/m/d)

Deutsche Flugsicherung DFS
Studium
Langen b. Frankfurt
Top jobs
Deutschland

Eigentlich sollte das erste internationale Ziel der Aeroflot-Billigtochter Pobeda die weißrussische Hauptstadt Minsk sein. Doch daraus wird nichts. Offenbar hat es die Fluggesellschaft nicht geschafft, geeignete Slots zu sichern, wie Informanten der Zeitung Wedomosti berichten. Zusätzlich will der Flughafen in Minsk offenbar hohe Steuern und Gebühren von den Russen.

Die Preise, die Pobeda pro Passagier zahlen müsste, so schreibt Wedomosti, seien teils höher als die günstigsten Tickets, mit denen man nach Minsk fliegen würde. Das mache einen profitablen Betrieb unmöglich. Daher hat Pobeda sich nun entschlossen, ab dem 19. Dezember als erste internationale Destination Bratislava und nicht Minsk anzufliegen.

Vorwürfe an weißrussische Regierung

Quellen bei Pobeda berichten russischen Medien, dass man davon ausgeht, dass die weißrussische Regierung es der Airline absichtlich schwer macht. So wolle man die eigene staatliche Airline Belavia schützen, die neben Aeroflot die einzige Fluggesellschaft ist, die Flüge von Moskau nach Minsk anbietet.

In Weißrussland ist man über diese Vorwürfe empört. Es habe noch gar keine Verhandlungen über den Pobeda-Betrieb in Weißrussland gegeben, heißt es aus dem Transportministerium. Daher sei man sehr wütend über diese Behauptungen.

Auch nach Köln und Chambery

Letzten Monat hat Pobeda die Erlaubnis für internationale Flüge erhalten. Neben Minsk und Bratislava hatte man auch Köln und Chambéry als Ziele angekündigt. Das verdankt sie der Tatsache, dass die russische Regierung eine Ausnahme gelten ließ. Denn eigentlich darf eine russische Airline erst nach zwei Jahren international fliegen. Pobeda gibt es aber noch nicht so lange.

Die Fluglinie ist die Nachfolge-Airline von Dobrolet, ebenfalls Aeroflot-Tochter. Gegründet wurde Pobeda Ende 2014 als Nachfolgerin von Dobrolet, die ihre Flüge im August 2014 einstellen musste. Die Europäische Union hatte sie nach der russischen Annexion der Krim auf die Sanktionsliste gesetzt, da sie mit ihren Krim-Flügen die Pläne der Regierung erleichtere. Das brach Dobrolet schließlich das Genick.

Mehr zum Thema

Emirates und Dubai: Zwei Schwergewichte der Luftfahrt, die zuletzt Passagiereinbrüche verzeichneten.

Wer zählt am meisten Passagiere?

ticker-atc

Europas Luftverkehr erreicht erneut Rekordniveau: 37.640 Flüge an einem Tag

Airbus A330 von Sir Lankan Airlines in Colombo: Die Fluglinie will mehr Langstreckenjets.

Sri Lankan Airlines will forsch wachsen - doch es fehlen Flugzeuge

Ryanair: Wie viele Flugzeuge hat die Airline-Gruppe?

Können Sie diese Falschaussagen über die Luftfahrt aufdecken?

Video

latam airbus a320 lima feuer
Notfall am Flughafen Lima: Aus einem Triebwerk eines Airbus A320 schlugen so lange Zeit Flammen, dass auch eine Tragfläche des Jets von Latam Feuer fing.
Timo Nowack
Timo Nowack
Die D-AIHW von Lufthansa: Der Airbus A340-600 machte die Derière.
Jetzt ist es vorbei mit Airbus A340-600 bei Lufthansa. Zum Abschied des letzten Exemplares des Vierstrahlers blicken wir auf fünf Besonderheiten zurück, die ihn zu einem der faszinierendsten Langstreckenjets machten.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin
airbus a321 p2f qantas
Einst beförderten sie Fluggäste für China Southern: Jetzt erweitert Qantas mit umgebauten A321 ihre Frachterflotte und fliegt mit den Airbus-Jets für die australische Post. Es ist die Ablösung für die BAE 146-300.
Timo Nowack
Timo Nowack