Flugzeug von Pobeda: Bald auch in Deutschland?

Zu hohe GebührenRusslands Billigairline streitet mit Weißrussland

Minsk war als erstes internationales Ziel der Aeroflot-Billigtochter Pobeda geplant. Doch zu hohe Gebühren und fehlende Slots verunmöglichen das. Profiteur ist Bratislava.

Top-Jobs

Sparfell Logo

CAMO Engineer f/m/d (full time) in Vienna (Austria)

Vienna
Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs
DERTOUR Logo

Reiseleiter (m/w/d)

Reiseveranstalter
DERTOUR Destination Services AG
Griechenland
Spanien
Portugal
Top jobs
logo aerotelegraph rund

Journalist:in Militärluftfahrt und Verteidigung

Medien
aeroTELEGRAPH
Top jobs
Home Office
Lübeck

Safety Manager (m/w/d) am Flughafen Lübeck

Lübeck
Feste Anstellung
Flughafen Lübeck
Deutschland
Vollzeit
Top jobs

Eigentlich sollte das erste internationale Ziel der Aeroflot-Billigtochter Pobeda die weißrussische Hauptstadt Minsk sein. Doch daraus wird nichts. Offenbar hat es die Fluggesellschaft nicht geschafft, geeignete Slots zu sichern, wie Informanten der Zeitung Wedomosti berichten. Zusätzlich will der Flughafen in Minsk offenbar hohe Steuern und Gebühren von den Russen.

Die Preise, die Pobeda pro Passagier zahlen müsste, so schreibt Wedomosti, seien teils höher als die günstigsten Tickets, mit denen man nach Minsk fliegen würde. Das mache einen profitablen Betrieb unmöglich. Daher hat Pobeda sich nun entschlossen, ab dem 19. Dezember als erste internationale Destination Bratislava und nicht Minsk anzufliegen.

Vorwürfe an weißrussische Regierung

Quellen bei Pobeda berichten russischen Medien, dass man davon ausgeht, dass die weißrussische Regierung es der Airline absichtlich schwer macht. So wolle man die eigene staatliche Airline Belavia schützen, die neben Aeroflot die einzige Fluggesellschaft ist, die Flüge von Moskau nach Minsk anbietet.

In Weißrussland ist man über diese Vorwürfe empört. Es habe noch gar keine Verhandlungen über den Pobeda-Betrieb in Weißrussland gegeben, heißt es aus dem Transportministerium. Daher sei man sehr wütend über diese Behauptungen.

Auch nach Köln und Chambery

Letzten Monat hat Pobeda die Erlaubnis für internationale Flüge erhalten. Neben Minsk und Bratislava hatte man auch Köln und Chambéry als Ziele angekündigt. Das verdankt sie der Tatsache, dass die russische Regierung eine Ausnahme gelten ließ. Denn eigentlich darf eine russische Airline erst nach zwei Jahren international fliegen. Pobeda gibt es aber noch nicht so lange.

Die Fluglinie ist die Nachfolge-Airline von Dobrolet, ebenfalls Aeroflot-Tochter. Gegründet wurde Pobeda Ende 2014 als Nachfolgerin von Dobrolet, die ihre Flüge im August 2014 einstellen musste. Die Europäische Union hatte sie nach der russischen Annexion der Krim auf die Sanktionsliste gesetzt, da sie mit ihren Krim-Flügen die Pläne der Regierung erleichtere. Das brach Dobrolet schließlich das Genick.

Mehr zum Thema

Ryanair Malta Air Boeing 737-800 Landung

Können Sie diese Falschaussagen über die Luftfahrt aufdecken?

Flieger von Air Canada: Kanada erlebt einen Tourismusboom.

USA sind out - noch nie gab es so viele Flüge aus Europa nach Kanada

Die Golden Gate Bridge am Eingang der San Francisco Bay: Beide Flughäfen in der Nähe.

Sommerflaute: Nachfrage für Flüge zwischen Europa und USA erholt sich kaum

Platz 7: Barcelona
55 Millionen (+10,3 Prozent vs. 2023, +4,4 Prozent vs. 2019)

Europas beliebteste Flugrouten im Sommer 2025

Video

Das Doomsday Plane bei der Landung in Los Angeles. Rarer Vogel.
Erstmals seit Langem tauchte wieder eine Boeing E-4B öffentlich auf. Während der Ersatz für die Weltuntergangsflugzeuge der USA bereits entsteht, absolvierte der alternde fliegende Kommandoposten einen ungewöhnlichen Rundflug über das Land.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin
alaska airlines
Die amerikanische Fluggesellschaft ist Boeing-Kundin durch und durch. Das zeigte sie bisher auch auf jedem ihrer Flugzeuge - mit der Aufschrift Proudly All Boeing. Nun hat Alaska Airlines ihren Slogan angepasst.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
alaska airlines 1282 ntsb boeing 737 max 9
Obwohl im Flug ein Loch im Rumpf einer Boeing 737 Max 9 von Alaska Airlines klaffte, landete die Crew das Flugzeug im Januar 2024 sicher. Jetzt klagt der Kapitän gegen den Flugzeughersteller.
Timo Nowack
Timo Nowack