Verdacht auf BombeRussland verbietet Flüge nach Ägypten

Lange zögerte Russland. Nun handelte Präsident Wladimir Putin. Er verbietet gleich sämtliche Flüge nach Ägypten. Er geht damit noch weiter als Großbritannien.

Top-Jobs

Goldeck Logo

Kapitän Pilatus PC-12NGX (f/m/d)

Goldeck-Flug Gesellschaft m.b.H.
Vollzeit
Top jobs
Wien / Wiener Neustadt
Österreich
Feste Anstellung
Business Aviation
Sparfell Logo

Captain/First Officer Embraer 550 / Legacy 500 (m/f)

SPARFELL Luftfahrt GmbH
Vollzeit
Vienna
Top jobs
Österreich
Feste Anstellung
Business Aviation
Pilatus Logo

Mechaniker Flugzeugkomponenten (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Logo

Systems Engineer - Electrical Focus

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller

Bislang taten sich Ägypten und Russland sehr schwer damit, das B-Wort auszusprechen. Dass eine Bombe an Bord zum Absturz des Airbus A321 von Metrojet/Kogalymvia geführt haben könnte, davon wollten die beiden Länder bis anhin nichts wissen. Kein Wunder. Für Ägypten geht es um handfeste wirtschaftliche Interessen. Der bereits arg leidende Tourismus wird nach Bestätigung eines Terroraktes noch mehr leiden. Und für Russland geht es um die verletzte Ehre, für das Eingreifen im Syrien-Krieg von der IS bestraft worden zu sein.

In Großbritannien wurde man schnell viel deutlicher. «Wir gelangen zur Ansicht, dass es eine hohe Wahrscheinlichkeit für eine Bombe an Bord gibt», erklärte am Donnerstagabend Transportminister Patrick McLoughlin. Man stütze sich bei diesem Urteil auf alle verfügbaren Daten, dazu gehört auch das inzwischen für wahrscheinlich echt eingestufte Bekennervideo (siehe oben). Und weil man zu diesem Schluss gekommen sei, habe man handeln müssen. Großbritannien hält deshalb das Verbot für Flüge nach Sharm El-Sheik aufrecht. Flüge in die Gegenrichtung gibt es aber vereinzelte, um gestrandete Passagiere nach Hause zu bringen.

Russland geht nun weiter

Doch nun reagiert auch Russland. Gemäß einem Regierungssprecher hat Präsident Wladimir Putin am Freitag (6. November) angeordnet, gleich alle Flüge nach Ägypten zu verbieten. Damit geht Moskau gar noch weiter als Großbritannien, das nur Sharm El-Sheik auf die No-Fly-List setzte. Für Ägypten ist das ein harter Schlag. Die Russen waren im Nil-Land eine wichtige Touristengruppe. Sie machen rund ein Drittel aller Ankünfte aus.

Bereits am Donnerstag hatte Lufthansa-Tochter Eurowings von sich aus angekündigt, die Flüge nach Sharm El-Sheik zu suspendieren. Die Schweizer Tochter Edelweiss fliegt dagegen weiter. Auch am Freitag ging ein Flieger nach Sharm El-Sheik. Nach Auskunft des Unternehmens können alle Passagiere gratis annullieren. Nur rund ein Drittel der auf den an sich vollen Freitags-Flug gebuchten Reisenden hätten das getan.

Mehr zum Thema

Antonov An-2 einer Feuerwehreinheit zur Waldbrandbekämpfung: Angetrieben von einem Neunzylinder-Sternmotor.

Wie Russland darum ringt, die Antonov An-2 noch lange in der Luft zu halten

Zwei Flugzeuge von Aeroflot: Russische Fluglinien lassen sanktionsbedingt viele Flugzeuzeuge am Boden.

Ein Fünftel der Flotte russischer Airlines bleibt im Sommer wegen Sanktionen am Boden

ticker-russland

Russland plant riesiges Sperrgebiet für Privatflüge

Langstreckenjet von Aeroflot: Weniger Ziel rund um den Globus.

In diese Länder können Russinnen und Russen noch fliegen

Video

Ilyushin Il-114-300: Nur eingeschränkt zugelassen
Die russische Luftfahrtbehörde hat der Ilyushin Il-114-300 die Musterzulassung erteilt. Doch der Schritt hat einen Haken: Das neue Regionalflugzeug darf zunächst nur unter sehr eingeschränkten Bedingungen abheben.
Laura Frommberg
Laura Frommberg
Die brennende General Dynamics F-16 in Zakynthos: Der Pilot blieb unverletzt.
Nach einem Defekt am Fahrwerk musste eine General Dynamics F-16 der griechischen Luftwaffe auf der Insel Zakynthos notlanden. Der Pilot blieb unverletzt, doch der Kampfjet fing Feuer. Der Flughafen musste geschlossen werden.
Redaktion
starlux airlines silberner airbus a350 1000
Die Fluglinie aus Taiwan bekommt einen Airbus A350-1000 in silberner und einen in goldener Sonderlackierung. Den ersten der beiden Jets brachte der Starlux-Chef selbst nach Taipei.
Timo Nowack
Timo Nowack