Verdacht auf BombeRussland verbietet Flüge nach Ägypten

Lange zögerte Russland. Nun handelte Präsident Wladimir Putin. Er verbietet gleich sämtliche Flüge nach Ägypten. Er geht damit noch weiter als Großbritannien.

Top-Jobs

LBV Logo

Sachbearbeiter:in Betriebssicherheit

Schönefeld (bei Berlin)
Feste Anstellung
Luftfahrtbehörde
Landesamt für Bauen und Verkehr
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Sparfell Logo

VIP Flight Attendant (f/m/d) (full time)

Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs
LBV Logo

Sachbearbeiter:in Luftaufsicht, Erlaubnisse

Schönefeld (bei Berlin)
Luftfahrtbehörde
Landesamt für Bauen und Verkehr
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
LBV Logo

Sachbearbeiter:in örtliche Luftaufsicht (2 Stellen)

Feste Anstellung
Luftfahrtbehörde
Landesamt für Bauen und Verkehr
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Schönefeld (bei Berlin)

Bislang taten sich Ägypten und Russland sehr schwer damit, das B-Wort auszusprechen. Dass eine Bombe an Bord zum Absturz des Airbus A321 von Metrojet/Kogalymvia geführt haben könnte, davon wollten die beiden Länder bis anhin nichts wissen. Kein Wunder. Für Ägypten geht es um handfeste wirtschaftliche Interessen. Der bereits arg leidende Tourismus wird nach Bestätigung eines Terroraktes noch mehr leiden. Und für Russland geht es um die verletzte Ehre, für das Eingreifen im Syrien-Krieg von der IS bestraft worden zu sein.

In Großbritannien wurde man schnell viel deutlicher. «Wir gelangen zur Ansicht, dass es eine hohe Wahrscheinlichkeit für eine Bombe an Bord gibt», erklärte am Donnerstagabend Transportminister Patrick McLoughlin. Man stütze sich bei diesem Urteil auf alle verfügbaren Daten, dazu gehört auch das inzwischen für wahrscheinlich echt eingestufte Bekennervideo (siehe oben). Und weil man zu diesem Schluss gekommen sei, habe man handeln müssen. Großbritannien hält deshalb das Verbot für Flüge nach Sharm El-Sheik aufrecht. Flüge in die Gegenrichtung gibt es aber vereinzelte, um gestrandete Passagiere nach Hause zu bringen.

Russland geht nun weiter

Doch nun reagiert auch Russland. Gemäß einem Regierungssprecher hat Präsident Wladimir Putin am Freitag (6. November) angeordnet, gleich alle Flüge nach Ägypten zu verbieten. Damit geht Moskau gar noch weiter als Großbritannien, das nur Sharm El-Sheik auf die No-Fly-List setzte. Für Ägypten ist das ein harter Schlag. Die Russen waren im Nil-Land eine wichtige Touristengruppe. Sie machen rund ein Drittel aller Ankünfte aus.

Bereits am Donnerstag hatte Lufthansa-Tochter Eurowings von sich aus angekündigt, die Flüge nach Sharm El-Sheik zu suspendieren. Die Schweizer Tochter Edelweiss fliegt dagegen weiter. Auch am Freitag ging ein Flieger nach Sharm El-Sheik. Nach Auskunft des Unternehmens können alle Passagiere gratis annullieren. Nur rund ein Drittel der auf den an sich vollen Freitags-Flug gebuchten Reisenden hätten das getan.

Mehr zum Thema

ilyushin il 114 300

So sollen russische Flugzeuge künftig in Indien gebaut werden

russland iraero antonov an 26 02

Fluggäste in Russland sitzen auf einmal in Transporter statt in Passagierflugzeug

Tu-204: Immer mehr alte Flieger kehren in die Flotten russischer Airlines zurück.

Boeing 747, Antonov An-148, Ilyushin Il-96, Tupolev Tu-204: Russland holt immer mehr alte Jets zurück in die Flotten

Il-76 von Aviacon Ziatrans: In den Iran geflogen.

Ilyushin Il-76 pendeln auffällig oft zwischen Russland und Teheran

Video

Die Fokker 50 nach der Notlandung: Niemand kam bei dem Unglück ums Leben.
In Somalia musste eine Fokker 50 notlanden. Dabei ist das Flugzeug von Starsky Aviation über die Piste hinausgeschossen und am Strand zum Stillstand gekommen. Verletzt wurde niemand.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Zwei der drei Löschfahrzeuge am Flughafen St. Helena: Weil alle Fahrzeuge defekt sind, darf der Flughafen kein Flüge mehr abfertigen.
Die Atlantikinsel St. Helena ist aktuell nicht mehr per Flugzeug erreichbar. Alle drei Fahrzeuge der Flughafenfeuerwehr sind defekt. Wann der Flugverkehr wieder starten kann, ist unklar.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Airbus A350 von Air France nach der Landung in Abidjan: Die Passagiere konnten das Flugzeug über Treppen verlassen.
Kleiner Fehler mit großer Wirkung: Ein Airbus A350 von Air France bog nach der Landung in Abidjan falsch ab und blieb stecken. Er musste aufwändig geborgen werden.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies