Lufthansa-Flug über Russland: Moskau ist verärgert wegen der EU-Sanktionen.

Nach Dobrolet-SanktionenRussland erwägt Luftraum-Sperrung

Gemäß einem Medienbericht prüfen russische Behörden, den Überflug für Eu-Fluglinien zu beschränken oder gar zu verweigern. Offiziell ist noch nichts.

Top-Jobs

bwlv

Fluggerätmechaniker (m/w/d)

BWLV-Motorflugschule Hahnweide
Vollzeit
Kirchheim/Teck
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Flugschule
Pilatus Logo

Team Leader Account Management

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Hahnair Logo

Compliance Monitoring Manager (all genders)

Hahn Air Lines GmbH
Vollzeit
Düsseldorf
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
Etihad Job

Captain A320

Etihad Airways
Vollzeit
Abu Dhabi
Top jobs
United Arab Emirates
Feste Anstellung

Am Dienstagmorgen herrschte dichter Verkehr über der Tundra. Ein Airbus A340-600 von Lufthansa steuerte von Peking nach München, eine Boeing 787 Dreamliner von British Airways von Chengdu nach London oder eine Boeing 777-200 von Air France von Schanghai nach Paris. Allen Flugzeugen war eines gemeinsam: Sie benutzen den russischen Luftraum. Denn der direkte Weg führt über das riesige Land.

Damit könnte allenfalls bald Schluss sein. Denn wie die russische Zeitung Wedomosti unter Bezug auf drei Quellen bei Behörden und Airlines schreibt, erwägt Russland offenbar, europäischen Fluggesellschaften den Überfug über sein Territorium zu verbieten oder mindestens zu limitieren. «Unfreundliche Maßnahmen der EU, vor allem in der Luftfahrt werden analysiert. Sie bleiben nicht unbeantwortet», so eine Quelle aus dem Außenministerium in Moskau zum Blatt.

Ohne Russland-Überflug braucht es große Umwege

Die Überlegungen Moskaus sind eine Reaktion auf die neuste Verschärfung der EU-Sanktionen gegen Russland. Vergangene Woche setzte sie die Billigairline Dobrolet auf die Liste gesperrter Firmen, weil sie zuerst nur Krim-Flüge anbot. Würde das Land den Luftraum tatsächlich sperren, würde das für die Fluglinien große Umwege bedeuten. Das hätte gemäß Wedomosti hohe Zusatzkosten von bis zu 30'000 Dollar pro Flug zur Folge.

Doch etwas dürfte Russland zögern lassen. Denn die Airlines zahlen für die Überflüge Gebühren. Und die fließen an Aeroflot - insgesamt bis zu 200 Millionen Dollar pro Jahr. Weder in Moskau noch bei europäischen Airlines gibt es bislang eine Bestätigung zur Meldung.

Mehr zum Thema

Emirates und Dubai: Zwei Schwergewichte der Luftfahrt, die zuletzt Passagiereinbrüche verzeichneten.

Wer zählt am meisten Passagiere?

ticker-atc

Europas Luftverkehr erreicht erneut Rekordniveau: 37.640 Flüge an einem Tag

Airbus A330 von Sir Lankan Airlines in Colombo: Die Fluglinie will mehr Langstreckenjets.

Sri Lankan Airlines will forsch wachsen - doch es fehlen Flugzeuge

Ryanair: Wie viele Flugzeuge hat die Airline-Gruppe?

Können Sie diese Falschaussagen über die Luftfahrt aufdecken?

Video

Ex-Swissair-Sprecher Urs Peter Naef: «»
Als die Nachricht vom Absturz vor Halifax eintraf, war das Krisenhandbuch der Swissair-Kommunikationsabteilung noch nicht fertig. Medienverantwortlicher Urs Peter Naef musste improvisieren - und zugleich die Angehörigen vor aufdringlichen Medien schützen. Seine wichtigste Lehre aus der Katastrophe: «Steh zu dem, was passiert ist, und zeig Flagge.»
Christopher Scheffelmeier
Christopher Scheffelmeier
Kälin
Mit der Rückkehr der Angehörigen aus Kanada war die Arbeit für die Swissair längst nicht beendet. Persönliche Gegenstände mussten zurückgegeben, Gedenkveranstaltungen organisiert und Familien weiter begleitet werden. Der Ehemalige Finanzchef Walter Kälin blickt auf die Herausforderungen zurück – und erklärt, wie die Erfahrungen von damals die heutige Krisenbetreuung prägen
Christopher Scheffelmeier
Christopher Scheffelmeier
Ex-Swissair-Personalchef Matthias Mölleney zum Unglück von Flug SR1111: «...»
Als Flug SR111 von Swissair vor Halifax abstürzte, war Matthias Mölleney erst seit 95 Tagen Personalchef der Airline. Plötzlich musste er die Angehörigen und Mitarbeitenden betreuen und zugleich den Flugbetrieb aufrechterhalten. Fast drei Jahrzehnte später erinnert er sich an die schwersten Tage seiner Karriere – und an die Lehren für das spätere Grounding.
Christopher Scheffelmeier
Christopher Scheffelmeier