Lufthansa-Flug über Russland: Moskau ist verärgert wegen der EU-Sanktionen.

Nach Dobrolet-SanktionenRussland erwägt Luftraum-Sperrung

Gemäß einem Medienbericht prüfen russische Behörden, den Überflug für Eu-Fluglinien zu beschränken oder gar zu verweigern. Offiziell ist noch nichts.

Top-Jobs

Goldeck Logo

Kapitän Pilatus PC-12NGX (f/m/d)

Goldeck-Flug Gesellschaft m.b.H.
Vollzeit
Top jobs
Wien / Wiener Neustadt
Österreich
Feste Anstellung
Business Aviation
Sparfell Logo

Captain/First Officer Embraer 550 / Legacy 500 (m/f)

SPARFELL Luftfahrt GmbH
Vollzeit
Vienna
Top jobs
Österreich
Feste Anstellung
Business Aviation
Pilatus Logo

Mechaniker Flugzeugkomponenten (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller

Am Dienstagmorgen herrschte dichter Verkehr über der Tundra. Ein Airbus A340-600 von Lufthansa steuerte von Peking nach München, eine Boeing 787 Dreamliner von British Airways von Chengdu nach London oder eine Boeing 777-200 von Air France von Schanghai nach Paris. Allen Flugzeugen war eines gemeinsam: Sie benutzen den russischen Luftraum. Denn der direkte Weg führt über das riesige Land.

Damit könnte allenfalls bald Schluss sein. Denn wie die russische Zeitung Wedomosti unter Bezug auf drei Quellen bei Behörden und Airlines schreibt, erwägt Russland offenbar, europäischen Fluggesellschaften den Überfug über sein Territorium zu verbieten oder mindestens zu limitieren. «Unfreundliche Maßnahmen der EU, vor allem in der Luftfahrt werden analysiert. Sie bleiben nicht unbeantwortet», so eine Quelle aus dem Außenministerium in Moskau zum Blatt.

Ohne Russland-Überflug braucht es große Umwege

Die Überlegungen Moskaus sind eine Reaktion auf die neuste Verschärfung der EU-Sanktionen gegen Russland. Vergangene Woche setzte sie die Billigairline Dobrolet auf die Liste gesperrter Firmen, weil sie zuerst nur Krim-Flüge anbot. Würde das Land den Luftraum tatsächlich sperren, würde das für die Fluglinien große Umwege bedeuten. Das hätte gemäß Wedomosti hohe Zusatzkosten von bis zu 30'000 Dollar pro Flug zur Folge.

Doch etwas dürfte Russland zögern lassen. Denn die Airlines zahlen für die Überflüge Gebühren. Und die fließen an Aeroflot - insgesamt bis zu 200 Millionen Dollar pro Jahr. Weder in Moskau noch bei europäischen Airlines gibt es bislang eine Bestätigung zur Meldung.

Mehr zum Thema

Airbus A330 von Sir Lankan Airlines in Colombo: Die Fluglinie will mehr Langstreckenjets.

Sri Lankan Airlines will forsch wachsen - doch es fehlen Flugzeuge

Ryanair: Wie viele Flugzeuge hat die Airline-Gruppe?

Können Sie diese Falschaussagen über die Luftfahrt aufdecken?

Flieger von Air Canada: Kanada erlebt einen Tourismusboom.

USA sind out - noch nie gab es so viele Flüge aus Europa nach Kanada

Die Golden Gate Bridge am Eingang der San Francisco Bay: Buchungen aus Westeuropa im Minus für den Sommer.

Sommerflaute: Nachfrage für Flüge zwischen Europa und USA erholt sich kaum

Video

Airbus A340-300 von Mahan Air bei der Landung im Jemen: Der Airport ist seit zehn Jahren gesperrt.
Ein Airbus A340 von Mahan Air weicht auf einen seit über zehn Jahren gesperrten Flughafen aus, nachdem Regierungstruppen die Landebahn in Sanaa beschossen haben. Die Regierung hat den gesamten Luftverkehr ausgesetzt.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
boeing 787 dreamliner fenster knopf
Die Boeing 787 hat elektronisch dimmbare Kabinenfenster. Die Knöpfe für deren Bedienung müssen jedoch immer wieder ersetzt werden - auch, weil Fluggäste unnötig häufig drücken.
Timo Nowack
Timo Nowack
Ilyushin Il-114-300: Nur eingeschränkt zugelassen
Die russische Luftfahrtbehörde hat der Ilyushin Il-114-300 die Musterzulassung erteilt. Doch der Schritt hat einen Haken: Das neue Regionalflugzeug darf zunächst nur unter sehr eingeschränkten Bedingungen abheben.
Laura Frommberg
Laura Frommberg