Superjet 100: Die Triebwerke müssen in Frankreich repariert werden.

Wegen SanktionenRussischen Superjet-Betreibern fehlen Triebwerke

Noch fliegen die Superjet 100 mit ausländischen Komponenten. Das wird vor allem bei den Motoren zum Problem. Sie können wegen den westlichen Sanktionen nicht mehr gewartet werden.

Top-Jobs

bwlv

Fluggerätmechaniker (m/w/d)

BWLV-Motorflugschule Hahnweide
Vollzeit
Kirchheim/Teck
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Flugschule
ticker-dfs-deutsche-flugsicherung

Fluglotse (w/m/d)

Deutsche Flugsicherung DFS
Studium
Langen b. Frankfurt
Top jobs
Deutschland
.

Event Manager (m/f, 100%)

Vollzeit
IRF Reputation AG
Basel
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Luftfahrt

Russland wollte schon länger unabhängiger vom Westen werden, wenn es um die eigene Luftfahrtbranche geht. Seit Ausrufung der westlichen Sanktionen als Reaktion auf den Angriff auf die Ukraine wurde der Wunsch zur Notwendigkeit. Doch noch immer fliegen größtenteils westliche Flugzeuge für die russischen Airlines.

Aus heimischer Produktion kommt bisher nur der Superjet 100, von dem rund 300 Exemplare unterwegs sind. Doch laut dem Chef einer russischen Fluglinie könnten viele von ihnen flugunfähig werden. Der Grund: Auch wenn der Superjet ein Flugzeug aus russischer Produktion ist: Ein Großteil der Komponenten kommt aus dem Ausland und bei ihnen gibt es inzwischen Probleme.

Triebwerke kommen nicht aus Frankreich zurück

Auch wenn ein russisches Triebwerk gerade entwickelt wird, fliegen die aktuellen Superjets noch mit russisch-französischen Sam-146-Triebwerken. Sie stammen aus einer Kooperation des Herstellers Safran und dem russischen Hersteller NPO Saturn. Aufgrund der Sanktionen des Westens gegen Russland  könnten sie aber nicht mehr in Frankreich repariert werden, berichtet Juri Lapin, Chef von Iraero der Zeitung RBK. Und nur Safran habe die Genehmigung dazu, so der Airlinemanager.

Seiner Fluggesellschaft fehlen deshalb bereits vier Triebwerke, weil sie die Motoren nicht im technisch einwandfreien Zustand halten kann. Mindestens zwei weitere russische Fluggesellschaften können Motoren nach der Reparatur in Frankreich nicht abholen, wie ihre Manager laut der russischen Wirtschaftszeitung Kommersant erklären. Einer von ihnen sagt, dass man die Beförderung von Passagieren mit dem Superjet 100 im Herbst einstellen müsse, wenn keine Lösung gefunden werde.

Bitte an die Regierung

Iraero-Chef Lapin bat jetzt den Gouverneur von Irkutsk, der russischen Regierung vorzuschlagen, der United Engine Corporation, der Muttergesellschaft von NPO Saturn, die Befugnis zur Reparatur von Triebwerken und zum Versand von Ersatzteilen für Verkehrsflugzeuge zu übertragen. Nur so lasse sich verhindern, dass bald alle Superjets am Boden bleiben müssen.

Nationalairline Aeroflot setzt auf Superjets, um ihre Auslandsflüge durchführen zu können. So riskiert sie nicht, dass ihre Flugzeuge dort beschlagnahmt werden.

Mehr zum Thema

Heckflosse eines Superjet von Aeroflot: Turbine versagte.

Aeroflot bestellt 20 weitere Superjet 100

Flugzeuge auf dem Vorfeld des Flughafen in Samara: Die russische Staatsanwaltschaft kritisiert die Sicherheitskultur innerhalb des gesamten Landes.

400 russische Flugzeuge nicht vorschriftsgemäß gewartet

Boeing 737 von Aeroflot mit bermudischem VQ-Kennzeichen: verliert Lufttüchtigkeit.

740 Jets von Aeroflot, S7, Utair und Co. verlieren Zulassung

Blauer Traktor am Flughafen Novosibirsk: Drei Flugzeuge mussten durchstarten.

Blauer Traktor zwingt drei Flugzeuge in Novosibirsk zum Durchstarten

Video

Embraer E195-E2 von Azul: Das Flugzeug hebt erst kurz vor dem Ende der Piste ab.
Eine Embraer E195-E2 von Azul hat in São-Paulo-Congonhas fast die gesamte Startbahn gebraucht. Es ist nicht der erste brenzlige Moment an dem Ort am Stadtflughafen.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Betankung einer Boeing 747 von Lufthansa: IN Frankfurt ist Kerosin knapp.
Der niedrige Wasserstand des Rheins wird zum Problem für Deutschlands größten Flughafen. Tankschiffe können nur noch eingeschränkt Kerosin liefern. Deshalb hat Lufthansa ihre Crews angewiesen, auf ausgewählten Strecken zusätzlichen Treibstoff nach Frankfurt mitzubringen.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin
Airbus U740 Valkyrie: Erstflug erfolgreich absolviert.
Sie startet ohne Landebahn, erreicht bis zu Mach 0,8 und kann bewaffnet werden: Die Airbus U740 Valkyrie hat ihren ersten Flug absolviert. Künftig soll das autonome Kampflugzeug gemeinsam mit Eurofightern operieren.
gerard al fil
Gérard Al-Fil