<p class="p1">Mechaniker bei der Arbeit: Seinen Job sollen künftig in Russland auch Pilotinnen und Piloten erledigen können.</p>

Vorschlag aus der PolitikRussische Pilotinnen und Piloten sollen Flieger selbst reparieren

In Russland macht ein ranghoher Ministerialbeamter einen brisanten Vorschlag. In der Regionalluftfahrt soll das Cockpitpersonal künftig auch Reparaturen selbst erledigen.

Top-Jobs

Pilatus Logo

Teamleiter Montage & Support (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Logo

Leiter Zerspanung Kleinteile / Stv. Abteilungsleiter (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
k5 logo

Captain A320 (m/w/d)

K5-Aviation GmbH
München, Hamburg, Stuttgart
Feste Anstellung
Business Aviation
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
logo-gi-group

Teamleiter (gn) am Flughafen Hamburg

Hamburg
Feste Anstellung
Gi Group Recruiting
Deutschland
Vollzeit
Top jobs

«Vielseitige Kämpfer», das sollen Pilotinnen und Piloten in den Augen von Oleg Bocharov sein. Sie müssten nicht nur Flugzeuge fliegen können, sondern sie auch reparieren, so Russlands stellvertretender Minister für Industrie und Handel beim Eastern Economic Forum in Vladivostok. Dafür müsse man sie ausbilden und danach auch zulassen.

Bocharov sprach dabei über die Regionalluftfahrt. Sie ist für Russland besonders wichtig, um auch abgelegene Kommunen in dem 17 Millionen Quadratkilometer großen Land effizient erreichen zu können. Nicht nur die Pilotinnen und Piloten müssen aber im Hinblick darauf in seinen Augen künftig mehr leisten, sondern auch die Flugzeuge selbst. «Die Technik muss die Möglichkeit von Reparaturen vor Ort im Betrieb vorsehen», zitiert der Telegram-Kanal Aviatorshina den stellvertretenden Minister.

«Das gute alte sowjetische System»

Man arbeite zudem an einem modularen Konzept für die Regionalluftfahrt. Das Cockpit- und Bodenpersonal soll Flugzeuge damit rasch umrüsten können - von Fracht-, zu Passagier- oder zu einer Kombination aus Fracht- und Passagiertransport. «In der Tat sind wir dabei, auf einer neuen Ebene in das gute alte sowjetische System einzutreten, als die UdSSR mehr als 4500 Flugzeuge betrieb.»

Seine Ideen zur Mutifunktionalität der Pilotinnen und Piloten kommen indes in Russland nicht gut an. «Jeder sollte sich um seine eigenen Angelegenheiten kümmern», sagte Igor Deldyuzhov, Vorsitzender der Luftfahrtgewerkschaft SPLS dem Portal BK55. «Damit ein Pilot Flugzeuge reparieren kann, muss er zusätzlich zu seiner Flugschule ein technisches Institut oder eine Schule besuchen. Anschließend muss er eine praktische Ausbildung absolvieren, um seine Kenntnisse, Fähigkeiten und Fertigkeiten zu bestätigen. Aber wer wird den Piloten beibringen, wie man Flugzeuge repariert? Wer wird dafür bezahlen?»

Zwei große Projekte

Oleg Prikhodko, Vizepräsident der Gewerkschaft des russischen Flugpersonals, äußerte sich ähnlich: Der Vorschlag sei unmöglich umzusetzen. Es seien zwei völlig unterschiedliche Berufe.

Das große Projekt in der russischen Regionalluftfahrt ist die LMS-901 Baikal. Der einmotorige Turbopropflieger von Ural Works of Civil Aviation ist für neun Fluggäste oder zwei Tonnen Fracht ausgelegt. Sie soll die noch immer aktiven Antonov An-2 ersetzen und 2024 an die ersten Kunden ausgeliefert werden. Daneben arbeitet Ilyushin an der neuen Version der Il-114, der zweimotorigen Il-114-300, die bis zu 68 Reisenden Platz bieten soll. Sie soll ebenfalls ab 2024 ausgeliefert werden.

Mehr zum Thema

Darstellung des Rettungssystems: Mit Fallschirm zu Boden gleiten.

LMS-901 Baikal bekommt Rettungssystem mit Fallschirm

Was die Ilyushin Il-114-300 alles bietet

Was die Ilyushin Il-114-300 alles bietet

Arbeit mit Teilen von Lufthansa Technik (hier in Budapest): Auch in Russland lagern etliche.

Lufthansa Technik fürchtet Verstaatlichung von Ersatzteilen in Russland

Westliche Flugzeuge von Aeroflot: Russland führt ein eigenes Regelwerk für die Luftfahrt ein .

Ohne Westen: Russland baut eigenes Luftfahrt-Regelwerk auf

Video

Der Moment vor dem Absturz: Die Cessna kollidiert mit dem Gleitschirm.
Eine Paragliderin überlebt mit Glück den Zusammenstoß mit einer Cessna. Der Unfall wirft Fragen auf: Wer muss wem ausweichen? Und warum sehen sich Motorpiloten und Gleitschirmpiloten im selben Luftraum oft erst im letzten Moment?
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Ramy RC vor seinem Lufthansa-Airbus-A380: Ganz schön groß.
Ein Airbus A380 als Modellflugzeug klingt spektakulär – doch das von Ramy RC sprengt selbst in der Modellbauwelt die Dimensionen. Der Nachbau des Lufthansa-Superjumbos mit Speziallackierung ist fast neun Meter lang und kann tatsächlich fliegen.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin
condor flughafen zeichnen
Wer am Flughafen warten muss, kann einen künstlerischen Zeitvertreib ausprobieren. Zeichner Kevin Zych gibt eine kurze Videoanleitung dafür.
Timo Nowack
Timo Nowack