Letzte Aktualisierung: um 17:15 Uhr
Partner von  

Flugverbot aufgehoben

Russische Airlines fliegen wieder in die Türkei

Die Türkei und Russland haben sich wieder versöhnt. Deshalb hob Moskau die Sperre für Urlaubsflüge nach Antalya und Co. auf. Die türkische Tourismusindustrie atmet auf.

aeroTELEGRAPH

Antalya, Adana, Bodrum, Dalaman: Russische Touristen räkeln sich bald wieder an den Stränden der Türkei.

Pauschalreisende sind solche Szenen nicht gewohnt. Als die 189 russischen Touristen Mitte Juli am Flughafen Antalya aus der Boeing 737-800 von Rossiya Airlines traten, wurden sie mit Blumen beschenkt und von einem Orchester musikalisch begrüßt. Später gab es zu ihren Ehren auch noch eine Cocktailparty. Kein Wunder: Auf diesen Moment hat die türkische Tourismusindustrie seit acht Monaten gewartet.

Vergangenen November hatte die türkische Armee einen russischen Militärflieger vom Typ Su-24 im Grenzgebiet zu Syrien abgeschossen. Präsident Wladimir Putin reagierte darauf mit einem Boykott, der auch die sofortige Einstellung aller Pauschalreisen und Charterflüge beinhaltete. Das traf die türkischen Badeorte hart. Im Mai lag das Minus bei den russischen Gästen in Antalya im Vergleich zum Vorjahr bei 98 Prozent, im Juni bei 99 Prozent.

Erdogan dankt Putin

Jetzt mögen sich Ankara und Moskau wieder. Im Juni schrieb Präsident Recep Tayyip Erdogan einen Entschuldigungsbrief an Putin. Und so wurde das Embargo Ende Juni aufgehoben. Nach dem gescheiterten Putschversuch dankte das türkische Staatsoberhaupt der Regierung in Moskau zudem ausdrücklich für die Unterstützung. Das ließ die beiden Politiker noch enger zusammenrücken.

Das ist nötig, da die russischen Touristen für die Türkei derzeit noch wichtiger als sonst sind. Die Buchungen sind nach den diversen Attentaten schon sonst um mehr als 35 Prozent eingebrochen. Die mysteriösen Umstände des Putschversuches und die politischen Vorgänge werden nun noch mehr westliche Reisende von Urlaub an den Stränden der Türkei abhalten. Die Rückkehr der Russen ist daher sehr willkommen.



Die Redaktion behält sich das Recht vor, Kommentare zu moderieren und zu kürzen. Kritische Diskussionen sind willkommen. Beschimpfungen oder Kommentare mit rassistischem, sexistischem, themenfremdem, rein politischem, beleidigendem oder rein polemischem Inhalt hingegen werden entfernt. Es besteht kein Recht auf Veröffentlichung. Über die Entscheide der Moderatoren wird keine Korrespondenz geführt.