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Lärm

Mit Latex und Klebeband gegen Kabinenlärm

Die ständige Geräuschkulisse im Flugzeug nervt. Neben leiseren Triebwerken gibt es aber eine andere Stelle, an der Flugzeughersteller ansetzen: eine lärmschluckende Innenausstattung.

Air New Zealand

Kabine: Papierartiges Material könnte helfen, die Lärmbelastung im Flugzeug zu senken.

Der Lärm in der Kabine schadet nicht dem Gehör. Dazu ist er zu gering. Doch auf die Nerven hat es große Auswirkungen. Manche Personen nimmt die Geräuschkulisse so sehr mit, dass sie sich wie betrunken fühlen. Grund für den Lärm sind nicht alleine die Triebwerke – Wind, Vibration und die allgemeinen Geräusche in der Kabine summieren sich zu einem konstanten Krach. Dem Problem haben sich nun Forscher angenommen.

Die amerikanische Firma Sekisui SPI hat nun eine neue Methode gegen den Lärm gefunden, berichtet das Fachportal Apex: eine lärmschluckende Innenausstattung. Das Material wurde von Washi inspiriert, ein japanisches Papier, das in nassem Zustand durchsichtig und formbar ist. Sekisui SPI ist nicht alleine bei der Suche nach besseren Materialien. Ein Team der North Carolina State University hat eine andere Idee: Wabenstrukturen sollen den Lärm schlucken. Ihr Metamaterial aus Latex würde ein Flugzeug etwas schwerer machen, aber zugleich den Lärm um bis zu 20 Dezibel senken.

Spezila-Membrane gegen Lärm

Der Konzern 3M Aerospace geht das Problem mit einer Sache an, die das Unternehmen bestens kennt: Tape. Das vibrationshemmende Klebeband soll im Flugzeugrumpf verarbeitet werden. SMAC Barrier hingegen setzt auf eine dünne Membran auf den Flugzeugfenstern, die die Lärmübertragung verringern soll. Bis all diese Methoden aber überall angewendet werden, bleibt feinfühligen Passagieren nur eines: lärmdämpfende Kopfhörer.



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