Arzt und Pilot: Ist die deutsche Aufsicht genug streng?

Rüge an das LuftfahrtbundesamtMängel bei deutscher Aufsicht?

Deutschland erfüllt gemäß einem Bericht die EU-Auflagen für die Überwachung flugmedizinischer Tauglichkeitsprüfungen nicht vollständig. Das Luftfahrtbundesamt wehrt sich.

Top-Jobs

AMX Support

Lizenzierter Fluggerätmechaniker / Certifying Staff B1/B2 (m/w/d)

AMX Support Germany GmbH
Vollzeit
Flughafen Oberpfaffenhofen (EDMO
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
AMX Support

Flugzeug Mechaniker

AMX Support Germany GmbH
Vollzeit
Flughafen Oberpfaffenhofen (EDMO
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
AMX Support

LAGER MITARBEITER (m/w/d) – Luftfahrt

Oberpfaffenhofen / Flughafen München (EDMO)
AMX Support Germany GmbH
Vollzeit
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
Pilatus Logo

Lizenzierter Luftfahrzeugelektriker (a)

Vollzeit
Pilatus Flugzeugwerke AG
Flugzeughersteller
Feste Anstellung
Top jobs
Schweiz

Vergangenen November hatte Brüssel offenbar genug. Die EU-Kommission leitete ein Verfahren gegen Deutschland ein. Denn bei einer Inspektion wurde festgestellt, dass gewisse Sicherheitsmaßnahmen in der Luftfahrt von den deutschen Behörden nicht genug überwacht werden. Dies berichtet die Westdeutsche Allgemeine Zeitung. Deutschland erfülle die EU-Auflagen für die Überwachung flugmedizinischer Tauglichkeitsprüfungen teilweise seit Jahren nicht, erklärte ein Sprecher der Europäischen Agentur für Flugsicherheit Easa gegenüber dem Blatt.

Konkret geht es darum, dass Ärzte, die Flugtauglichkeit bescheinigen, alle drei Jahre selbst überprüft werden müssen. Diese Beaufsichtigung hat gemäß EU zentral zu geschehen. Das System soll nach Darstellung der EU-Kommission Missbrauch erschweren – etwa wenn Piloten nach einer negativen Beurteilung den Arzt wechseln, um vielleicht doch noch durchzukommen. Das soll in Deutschland nicht korrekt gemacht worden sein. Auch das Wall Street Journal berichtet von der Kritik der Easa an Deutschland. Das Blatt nennet neben Mängeln bei der Aufsicht der medizinischen Gutachter mangelnder Zugang zu den medizinischen Daten sowie einen chronischen Personalmangel beim Luftfahrtbundesamt, welcher Kontrollen erschwere.

Unzulänglichkeiten lägen im «einstelligen Bereich»

Beim Luftfahrtbundesamt in Braunschweig will man von grundlegenden Mängeln nichts wissen. «Die Überprüfungen der Easa finden bei den nationalen Luftfahrtbehörden jedes Jahr mehrfach statt – auch bei uns», sagt eine Sprecherin zu aeroTELEGRAPH. Die gefundenen Unzulänglichkeiten lägen im «einstelligen Bereich». Man habe auf sie reagiert und nun sei die Easa daran, die Vorschläge zu prüfen. «Das ist ein absolut normaler Vorgang.»

Bei der Germanwings-Katastrophe steht die medizinische Überprüfung des Kopiloten immer mehr im Fokus. Dabei geht es um die Frage, wie es dazu kommen konnte, dass ein offenbar suizidaler Mensch im Cockpit sitzen konnte. Und vor dem Hintergrund solch schlimmer Unglücke wie Flug 4U9525 bekommen eben auch ganz normale Dinge plötzlich eine andere Bedeutung.

Mehr zum Thema

Airbus A319 Germanwings: Nun ist die Fluglinie definitiv Geschichte.

Jetzt ist auch die rechtliche Hülle weg: Lufthansa Group begräbt Germanwings endgültig

Eine Boeing 747 der Corsair am Flughafen Schönefeld.

Schönefeld - vom DDR- zum Billigflieger-Flughafen

Eurowings entstand am 1. Februar 1993 aus der Fusion von Nürnberger Flugdienst NFD und Reise- und Industrieflug RFG.

500 Mark, Flamingos und Flüge für KLM - wie Eurowings zu Lufthansa fand

CRJ 900 von Lufthansa Cityline: Ein Flieger wie dieser war aktuell betroffen.

Lufthansa macht bei Cityline 2 vorwärts

Video

fedex express boeing 777 f rosie
Der Flughafen Memphis trägt nun den Namen von Fedex-Gründer Frederick Wallace Smith. Die erste Landung nach der Umbenennung absolvierte eine Boeing 777 F mit ganz besonderer Bemalung.
Timo Nowack
Timo Nowack
iberia sonnenfinsternis
Die Sonnenfinsternis hielten die Menschen an vielen Orten in Europa in Atem. Iberia beobachtete sie von einem Airbus A321 XLR aus - und hielt das im Video fest.
Timo Nowack
Timo Nowack
Der Unglücksort: Das Wrack der ATR 72 von Voepass.
Schon lange vor dem Absturz der ATR 72 mit 62 Toten waren bei Voepass Probleme mit Wartung und Enteisung bekannt. Dennoch wurde laut Erkenntnissen der brasilianischen Bundespolizei nicht konsequent gehandelt. Ihre Ermittlungen belasten die Fluggesellschaft - aber auch die Luftfahrtbehörde Anac.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin