Dreamliner von ANA: Der Erstkunde hat einige Sorgen mit dem Flieger.

Dreamliner macht ANA Probleme

Fünf Boeing B787 musste All Nippon Airways grounden. Es gab Probleme mit den Triebwerken.

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Schon wieder gibt es bei Boeings Vorzeigeflieger technische Probleme. Dieses Mal entdeckte Erstkunde All Nippon Airways Abnutzungen an den Triebwerken seiner B787. Grund dafür sei die Oberflächenbehandlung während der Produktion, heißt es in einer Mitteilung der Airline. Man arbeite eng mit Boeing zusammen, um die fehlerhaften Bauteile so schnell wie möglich auszutauschen und wieder flugfähig zu sein. Die Problem-Triebwerke sind vom Typ Trent 1000 von Rolls-Royce. Am Getriebegehäuse gebe es das Materialproblem.

Entdeckt wurde das Problem bei Boeing-Tests am Boden. Gefahr für Passagiere habe zu keinem Zeitpunkt bestanden, sie die Airline. Wie es bei ANA heißt, sind sieben Triebwerke an fünf Fliegern bisher ausgetauscht worden. Zwei von ihnen habe man direkt aus dem Verkehr gezogen, um das Problem zu beheben. Wie ein Sprecher der Airline gegenüber der Zeitung The Wall Street Journal erklärt, seien diese zwei Flieger bereits wieder einsatzbereit. Die anderen drei würden aber einige Wochen am Boden bleiben müssen.

Erst Anfang des Jahres technische Probleme

Am Samstag musste die Airline zwei Dreamliner-Flüge absagen. In den nächsten Wochen werde man andere Flieger auf den betroffenen Strecken einsetzen. Insgesamt hat ANA bisher elf B787 in ihrer Flotte - die anderen sechs Flieger seien aber nicht von dem Problem betroffen. Ebensowenig müssen sich laut Boeing andere Airlines sorgen machen, dass ihre Dreamliner das Problem entwickeln. In Betrieb hat die B787 bisher außer ANA sowieso nur Japan Airlines - und ihre B787 haben die Triebwerk-Alternative von General Electric.

Erst Anfang des Jahres hatte Boeing angekündigt, dass 55 B787 zur Inspektion müssen. Der Flugzeugbauer stellte am Rumpf einiger Dreamliner ein Problem fest. Offenbar wurden die Ausgleichsarbeiten nicht korrekt ausgeführt. Das könne dazu führen, dass sich beim Verbundwerkstoff durch wiederholten Stress Schichten ablösten, so der Konzern. Delamination heißt der Prozess im Fachjargon. Auch das kostete Boeing und seine Kunden Zeit und Nerven. Für das 787-Programm, das ohnehin schon mit Verspätungen zu kämpfen hat, ist die neue Problematik also doppelt ärgerlich.

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