Boeing 737 NG: Ungewöhnliches Problem aufgetaucht.

Jets müssen zur InspektionRisse an Bauteil der klassischen Boeing 737 entdeckt

Dieses Mal macht nicht die 737 Max Boeing Ärger, sondern das Vorgängermodell 737 NG. Bei einigen Jets wurde an einem wichtigen Bauteil vorzeitige Materialermüdung entdeckt.

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Sie werden vertikal verbaut und sind Teil der Befestigung der Tragflächen am Rumpf. Sie helfen zudem, die extremen Kräfte zu absorbieren, die im Flug auf die Flügel wirken. Im Jargon nennt man die Bauteile pickle forks, weil sie an eine Gurkengabel erinnern (siehe untenstehende Grafik).

Die pickle forks sind auf ein ganzes Flugzeugleben ausgelegt. Die Bauteile sollten 90.000 Flüge halten, also 90.000 Starts und Landungen. Doch nun haben Techniker einer Fluggesellschaft in den USA bei einer Boeing 737 NG bereits nach 35.000 Flugzyklen deutliche Risse an einem solchen Bauteil gefunden. Das berichtet der TV-Sender Komo aus Seattle. «Risse sollen nicht so vorkommen», so ein ehemaliger Boeing-Ingenieur gemäß dem Bericht. Eine Boeing 737 NG hat vier pickle forks.

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«Kleine Anzahl von Flugzeugen»

Nach einer Inspektion weiterer 737 NG – also 737-600, 737-700, 737-800 und 737-900 – wurden auch dort Risse ausgemacht. Boeing bestätigte die Entdeckung gegenüber Komo. «Sicherheit und Qualität stehen bei uns an erster Stelle. Boeing hat die FAA informiert und steht in Kontakt mit 737-NG-Betreibern über ein Risse-Problem, das bei einer kleinen Anzahl von Flugzeugen entdeckt wurde», so ein Sprecher zum Sender. Man arbeite zusammen mit Betreibern einen Inspektionsplan für betroffene Jets aus.

Auch die Luftfahrtbehörde der USA bestätigt die Risse. «Die FAA wird die Betreiber bestimmter Boeing 737 NG verpflichten, Inspektionen auf strukturelle Risse durchzuführen», so ein Sprecher zu Komo. Probleme im Flug gab es wegen der vorzeitigen Materialermüdung bisher keine. Dennoch müssen alle betroffenen Flieger überprüft werden, da solche Risse mit der Zeit größer und zum ernsthaften Risiko werden können.

737 Max nicht betroffen

Mühsam ist das für die Betreiber. Denn der Austausch der Bauteile ist aufwändig und teuer. Zugleich brauchen sie aktuell eigentlich alle Flieger, weil die Boeing 737 Max weltweit gegroundet ist. Das neue Modell ist vom Problem übrigens nicht betroffen.

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