Richard Branson: Bald auch in Indien aktiv?

Richard Bransons Pläne in Indien

Der britische Milliardär ist fasziniert vom indischen Markt. Er kann sich sogar vorstellen, dort eine Virgin India zu gründen.

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Indiens Luftfahrtbranche wird für ausländische Investoren wieder attraktiver. Zuletzt kündigten Air Asia und Tiger Airways an, am Markt interessiert zu sein. Nun kommt auch ein westlicher Interessent hinzu – und sagt dabei gleich Air Asia & Co. den Kampf an. «Air-Asia-Chef Tony Fernandes wird schon noch bereuen, dass er nicht im Vorfeld mit mir sprach», scherzte der exzentrische Milliardär Richard Branson in einem Interview mit dem indischen Nachrichtenportal Livemint. «Jetzt werde ich in Indien wohl sein Konkurrent.» Branson ist schon lange ein großer Fan des Landes. Erst kürzlich nahm er mit der britischen Virgin Atlantic die Flüge zwischen Mumbai, Delhi und London wieder auf.

Nun spielt er mit dem Gedanken, in Indien eine eigene Fluggesellschaft zu gründen. Nach Virgin Atlantic, Virgin America und Virgin Australia könnte es also schon bald auch Virgin India geben. Man überprüfe die Marktbedingungen momentan und werde in den kommenden Monaten über einen möglichen Eintritt entscheiden.

Wie Virgin America und Virgin Australia

Die neue Fluggesellschaft würde sich am Modell von Virgin America und Virgin Australia orientieren. Es wäre also eine Inlandsairline, die mit niedrigen Preisen die bestehenden Marktteilnehmer angreift. «Um im Wettbewerb zu bestehen, bräuchten wir aber auch ein gutes Business-Produkt, wie wir es in Australien etwa in Konkurrenz zu Qantas anbieten», so Branson.

Dass der indische Markt alles andere als einfach ist, zeigte die Pleite von Kingfisher Airlines. Eigner Vijay Mallya selbst war ein großer Fan von Branson und hatte versucht, sich an dessen Modell zu orientieren. Doch seit ihrer Gründung machte die Fluglinie nie Gewinn. Der Schlüssel, so Experten, sei eben der günstige Preis. «Kingfisher verstand den indischen Markt nicht. Es ist ein hartes Geschäft. Sie boten den Passagieren zwar viele Extras, doch das hatte einen Preis. Und den wollten die Reisenden nicht zahlen», erklärte Rishikesha T. Krishnan, Professor für Unternehmensstrategie, kürzlich im Interview mit aeroTELEGRAPH.

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