Quest Aircraft Kodiak: Der Turbopropflieger kann auf schwierigem Terrain starten.

Daher kauft Quest AircraftLand Rover unter den Flugzeugen ist jetzt französisch

Der Hersteller des robusten Buschfliegers Quest Kodiak hat einen neuen Besitzer. Der französische Luftfahrtkonzern Daher will mit der Übernahme der Kodiak 100 neue Märkte erschließen.

Top-Jobs

bwlv

Fluggerätmechaniker (m/w/d)

BWLV-Motorflugschule Hahnweide
Vollzeit
Kirchheim/Teck
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Flugschule
Pilatus Logo

Team Leader Account Management

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Hahnair Logo

Compliance Monitoring Manager (all genders)

Hahn Air Lines GmbH
Vollzeit
Düsseldorf
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
Etihad Job

Captain A320

Etihad Airways
Vollzeit
Abu Dhabi
Top jobs
United Arab Emirates
Feste Anstellung

Die Quest Aircraft Kodiak 100 ist so etwas wie der Land Rover unter den Flugzeugen. Der amerikanische Hersteller Quest Aircraft entwickelte ab Ende der 1990er-Jahre einen leistungsstarken und robusten Flieger, der gut mit kurzen Pisten zurechtkommt und dennoch günstig in der Anschaffung ist. Das Resultat war die zehnsitzige Kodiak Quest.

Unter den Abnehmern des seit 2007 über 270 produzierten Flugzeuges finden sich insbesondere Hilfsorganisationen, die es in Drittweltländern einsetzen. Aber auch als Buschflieger, Geschäftsreiseflieger, Insel-Taxi oder Fallschirmspringer-Absetzer konnte sich die Kodiak 100 einen Namen machen. Sie gilt als preiswertes Arbeitspferd für schwieriges Terrain.

Eigene Flieger decken anderes Segment ab

Nun hat Hersteller Quest Aircraft mit Sitz in den USA den Eigentümer gewechselt. Der französische Luftfahrtkonzern Daher übernimmt die Kodiak 100 in ihre Produktpalette. Damit befindet sich Quest Aircraft im Besitz eines Traditionsunternehmens, das mit der TBM 910 und der TBM 940 bereits zwei leistungsstarke Turboprop-Flieger herstellt. Im Gegensatz zur Kodiak 100 handelt es sich bei den beiden Maschinen jedoch um reine Geschäftsflugzeuge, die für ihre sehr hohen Reisegeschwindigkeiten bekannt sind.

Mit dem Zukauf des amerikanischen Herstellers erhofft sich Daher vor allem, die Position in den USA weiter zu stärken, wie das Unternehmen in einer Pressemitteilung schreibt. Denn mit der Übernahme des Quest-Aircraft-Werkes in Sandpoint im amerikanischen Bundesstaat Idaho wird die französische Gruppe fortan auch in den Vereinigten Staaten produzieren. So ist man noch näher bei den Kunden.

Neue Kunden erreichen

Doch die Vorteile sollen auch in die andere Richtung gehen. Bisher verkaufte Daher drei Viertel ihrer TBM-Flieger in den Vereinigten Staaten und den Großteil des Restes in Europa. Mit dem Einkauf von Quest Aircraft erhofft sich der Hersteller, auch in Australien, Asien sowie Afrika Fuß fassen zu können, wo die Kodiak bereits gut vertreten ist.

Mehr zum Thema

Dornier Seawings Orca: Das Flugboot ist speziell für Such- und Rettungsmissionen ausgelegt.

Dornier Seawings lässt die Orca los

Die Cessna Sky Courier 408 kann bis zu 370 Kilometer pro Stunde schnell fliegen und weist eine maximale Reichweite von 1667 Kilometer auf. Angetrieben wird sie von Wellentriebwerken vom Typ Pratt & Whitney Canada PT-6.

Cessna baut Twin-Otter-Konkurrent

Im Eis gefangene Twin Otter spektakulär gerettet

Im Eis gefangene Twin Otter spektakulär gerettet

Video

Airbus A350 F Erstflug in Toulouse: Der Frachter war vier Stunden in der Luft.
Vier Stunden, 220 Gigabyte Daten und ein Start ohne elektronische Schutzfunktionen: Der Airbus A350 F ist zum ersten Mal geflogen. Was die Crew testete und was den Frachter besonders macht.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
airbus a350 f erstflug 01
Am Dienstag ist der Airbus-A350-Frachter zum ersten Mal abgehoben. Ende 2027 will der Flugzeugbauer den ersten A350 F aus der Serienproduktion ausliefern. Zwei Kunden kommen für die Premiere infrage.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Timo Nowack
Timo Nowack
Ex-Swissair-Sprecher Urs Peter Naef: «»
Als die Nachricht vom Absturz vor Halifax eintraf, war das Krisenhandbuch der Swissair-Kommunikationsabteilung noch nicht fertig. Medienverantwortlicher Urs Peter Naef musste improvisieren - und zugleich die Angehörigen vor aufdringlichen Medien schützen. Seine wichtigste Lehre aus der Katastrophe: «Steh zu dem, was passiert ist, und zeig Flagge.»
Christopher Scheffelmeier
Christopher Scheffelmeier