Heckflosse von American: Qatar ist interessiert.

10 ProzentQatar will bei American einsteigen

Golfairline mit Interesse in den USA: Laut American Airlines will Qatar Airways rund zehn Prozent der amerikanischen Fluggesellschaft übernehmen.

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Qatar Airways zeigt Interesse daran, für mindestens 808 Millionen Dollar rund zehn Prozent von American Airlines zu kaufen. Das teilte die US-Fluggesellschaft in einer Börsenmitteilung mit. Qatar habe signalisiert, die Anteile im offenen Börsenhandel erwerben zu wollen, so American.

Die größte unter den amerikanischen Airlines schrieb weiter, dass für einen Kauf von mehr als 4,75 Prozent der Aktien das Einverständnis des Verwaltungsrates als Antwort auf eine schriftliche Anfrage nötig sei. Dieser habe bisher aber keine schriftliche Anfrage von Qatar Airways erhalten. Der Chef der Golfairline habe das Interesse in einem Gespräch mit dem Chef von American kundgetan.

Qatar-Chef drohte American

Spannend an dem möglichen Deal: Die großen US-Airlines sind bekannt für ihre Abneigung gegen Emirates, Etihad und Qatar. Sie werfen den Golfairlines Wettbewerbsverzerrung durch staatliche Subventionen vor und bauen politischen Druck gegen sie auf. US-Präsident Donald Trump stärkt Delta, United und American in diesem Konflikt den Rücken, etwa mit Elektronik-Verbot und strengeren Einreisebestimmungen.

Im Jahr 2016 war es sogar zum Streit zwischen Qatar und American gekommen: «Uns mobbt man nicht», sagte Qatar-Chef Akbar Al Baker damals. Wenn American nicht fair zusammenarbeiten wolle, werde man mit den anderen Fluglinien der Allianz Oneworld zusammensitzen. «Wir könnten unsere eigene Mini-Allianz gründen», drohte Al Baker.

American-Aktien steigen

Die Nachricht über Qatars Interesse an einem Einsteig bei American kommt nun nur Wochen, nachdem Katars Nachbarländer begannen, die nationale Fluggesellschaft Qatar Airways zu isolieren.

Die Aktien von American Airlines stiegen als Reaktion auf das Interesse aus dem Nahen Osten im vorbörslichen Handel um über 5 Prozent auf mehr als 51 Dollar.

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