Virgin will die Gesetzgebung umgehen.

Qantas will es Virgin schwer machen

Virgin Australia will ihre Eigentümerstruktur ändern, um Vorschriften zu umgehen. Qantas gefällt das überhaupt nicht.

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Luftfahrt

Schon Ende März sollen die Pläne von Virgin Australia eigentlich greifen. Die Airline will ihre Eigentümerstruktur ändern und auf diese Weise eine Gesetzeshürde umgehen. In Australien dürfen Fluggesellschaften, die internationale Flüge anbieten nur zu höchstens 49 Prozent ausländisch beherrscht sein. Für dieses Problem hat Virgin einen Ausweg gefunden. Die Airline teilt die Inlands- und die Auslandsaktivitäten auf. Das lukrative Inlandgeschäft ist damit komplett offen für Investoren aus Übersee. Virgin Australia International Holdings soll das neue Unternehmen heißen, das die Übersee-Operationen übernimmt.

Aber Qantas will das nicht so einfach geschehen lassen. Der große Konkurrent hat Angst, im Heimatmarkt angegriffen zu werden. Noch hält die Fluggesellschaft einen Anteil von rund 65 Prozent am Inlandmarkt. Doch Virgin rückt ihr immer mehr auf die Pelle. Und dagegen will man offenbar nun vorgehen. Die Restrukturierung sei nichts weiter als eine Scharade, so Qantas gemäß dem Fachportal Australian Aviation. Die Fluggesellschaft fordert daher, dass die Regierung die Pläne der Konkurrenz nochmals unter die Lupe nimmt.

Mögliche Interessenten schon bekannt

«Wenn der Wechsel vollzogen ist, könnte Virgin ohne weiteres ein komplett aus dem Ausland kontrolliertes Unternehmen werden», so Generaldirektor Brett Johnson laut Australian Aviation. Man sei sehr besorgt, dass daher ausländische Firmen zu großen Einfluss auf die australische Luftfahrt nehmen könnten. Mehr ausländisches Kapital würde für Virgin bedeuten, dass man die Inlandsstrecken weiter ausweiten könnte - und so Qantas noch mehr Marktanteil streitig machen würde.

Auch über mögliche Investoren munkelt man in der Branche schon. So könnten etwa Etihad Airways oder Air New Zealand Interesse an Virgin haben. Virgin Australia hat zur Zeit eine Flotte von 90 Fliegern. Diese bedienen 50 Ziele, davon 18 internationale. Die Virgin Gruppe von Milliardär Richard Branson hält zur Zeit 26 Prozent an der Airline, Air New Zealand bereits 19,9 Prozent.

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