Boeing B747 von Qantas in Spezialbemalung: Rote Zahlen.

Qantas lehnt sich an Emirates an

Die australische Nationalairline steckt in einer tiefen Krise. Sie sucht sie nun Hilfe am Golf.

Top-Jobs

k5 logo

Captain A320 (m/w/d)

K5-Aviation GmbH
München, Hamburg, Stuttgart
Feste Anstellung
Business Aviation
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
logo-gi-group

Teamleiter (gn) am Flughafen Hamburg

Hamburg
Feste Anstellung
Gi Group Recruiting
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Hahnair Logo

Kapitän C680A (all genders) mit Zusatzaufgaben

Düsseldorf
Feste Anstellung
Hahn Air Lines GmbH
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Hahnair Logo

Deputy Continuing Airworthiness Manager (all genders)

Düsseldorf
Feste Anstellung
Hahn Air Lines GmbH
Deutschland
Vollzeit
Top jobs

Es war eine unrühmliche Premiere. Erstmals seit der Privatisierung 1995 präsentierte Qantas Ende August rote Zahlen. 244 Millionen Australische Dollar (rund 200 Millionen Euro/240 Millionen Franken) betrug der Verlust für das Geschäftsjahr 2011/12 per Ende Juni. Im Kurz- und Mittelstreckengeschäft setzte der Fluggesellschaft der Preiskampf mit Virgin Australia und asiatischen Airlines zu. Auf den Überseerouten sind es vor allem Konkurrenten aus der Golfregion. Erschwerend kamen das teure Kerosin und ein Arbeitskampf hinzu. Als erste Sparmaßnahme stornierte Qantas den Kauf von 35 Boeing 787-9. Der Listenpreis der Dreamliner beträgt 6,8 Milliarden Euro. Die Maschinen sollten 2014 ausgeliefert werden.

Sorgen bereitet Qantas vor allem das Langstreckengeschäft. Auf den internationalen Strecken verlor die australische Nationalairline 450 Millionen Australische Dollar. Deshalb will Konzernchef Alan Joyce nun auch dort den Sparhebel ansetzen. So steht gemäß Presseberichten etwa der tägliche Flug mit einer Boeing B747 nach Frankfurt auf der Kippe. Würde er tatsächlich gestrichen, könnte Qantas nur noch eine Verbindung nach Europa vorweisen - die nach London. Dafür plant Qantas offenbar eine Ersatzlösung, um den Passagieren sogar noch mehr Flüge nach Europa anbieten zu können und gleichzeitig Kosten zu sparen. Die Zeitung The Australian berichtet, dass die Australier mit Emirates ein weitreichendes Codeshare-Abkommen planen, das schon in den nächsten Tagen bekannt gegeben werden soll.

Kritik am allfälligen Abkommen

Das Abkommen würde weiter gehen als ein simples Codesharing. So würde gemäß den Medienberichten Qantas fast alle Verbindungen nach Europa abgeben, so etwa alle Flüge von Perth via Singapur nach London. Danach würde Emirates die Passagiere von Perth über Dubai nach Europa transportieren. Für die Australier hätte das den Vorteil, den Reisenden mehr bieten zu können. Emirates könnte neue Kunden außerhalb der großen Metropolen Down Under gewinnen. Klar abgelehnt haben die Araber bereits eine Beteiligung an Qantas.

Doch es gibt bereits harsche Kritik an der Vereinbarung - sollte sie denn tatsächlich eintreffen. «Wenn Qantas nicht dafür bezahlt wird, dass sie Passagiere abgibt, bringt das wenig. Es ist einfach eine riesige Abwertung des Qantas-Angebots, das an Emirates geht», sagte ein anonymer Insider gegenüber der Zeitung The Brisbane Times. Etihad hatte sich kürzlich mit 10 Prozent an Virgin Australia beteiligt.

Nachtrag vom 6. September:

Qantas und Emirates bestätigten die Kooperation am 6. September. Wie vermutet streicht Qantas die Flüge nach Frankfurt und Singapur. Stattdessen kanalisiert sie ihre Flüge via Dubai.

Mehr zum Thema

ticker-emirates

Emirates Skycargo startet Frachterverbindung nach Toronto

ticker-emirates

Emirates fährt Golf-Verbindungen wieder hoch

ticker-emirates

Erster Airbus A380 von Emirates hat jetzt Highspeed-Internet

...ein eigenes Badezimmer mit Dusche. Am 27. Dezember geht die Etihad-Residence zum ersten Mal mit Luxusgästen und Butler in die Lüfte.

Emirates plant First-Class-Suiten mit privatem Badezimmer

Video

Absturzstelle: Hier prallte der Jet ins Gebirge.
Der Absturz von Flug MU5735 beschäftigt Ermittlungsbehörden seit mehr als vier Jahren. Jetzt deuten neue Daten darauf hin, dass es im Cockpit der Boeing 737 von China Eastern Airlines vor dem Crash zu einem Kampf um die Kontrolle kam.
Laura Frommberg
Laura Frommberg
Der Moment vor der Berührung: Die Boeing 767 von United fliegt extrem niedrig an.
Eine Boeing 767 von United Airlines ist bei der Landung in Newark extrem tief geflogen. Neue Videoaufnahmen zeigen nun von außen, wie das Hauptfahrwerk den Lastwagen auf der Autobahn berührte.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin
Moment der Kollision: Zum Glück verletzte sich der Fahrer nur leicht.
Eine Boeing 767 von United Airlines berührte beim Anflug in Newark einen Lastwagen und einen Lichtmast. Flug UA169 landete dennoch sicher. Brisant: Weder Cockpit noch Flugsicherung registrieren die Kollision zunächst.
Laura Frommberg
Laura Frommberg