Produktion der Boeing 737 Max: Änderungen statt Ausbau.

Neue ZwischenfälleProduktion der Boeing 737 Max wird durchleuchtet

Seit eineinhalb Jahren darf die 737 Max wieder fliegen. Seitdem gab es erneut Vorfälle mit dem Modell. Die amerikanischen Behörden wollen sich darum die Produktion genauer anschauen.

Top-Jobs

Pilatus Logo

Allroundmitarbeiter Luftfahrzeug (a) Flugzeugmontage/-unterhalt

Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Flugzeugwerke AG
Schweiz
Vollzeit
Top jobs
sunny cars

Customer Service Expert (m/w/d)

München / Remote
Feste Anstellung
Autovermietung
Sunny Cars
Deutschland
30 - 40 Stunden
Top jobs
IFFD Flugdienste

Piloten/ First Officer (m/w/d)

IFFD GmbH
Graz/Klagenfurt
Feste Anstellung
NCC-Betrieb
Österreich
Vollzeit
Top jobs

Boeing fährt die Produktion der 737 Max hoch. Der amerikanische Flugzeugbauer will so bald wie möglich wieder 31 Exemplare pro Monat herstellen. Wie nah er an diesem Wert schon dran ist, verrät er nicht. Allerdings muss er sich ausgerechnet in dieser Phase auf neue Kontrollen im Werk in Renton bei Seattle einstellen, wie der TV-Sender ABC News berichtet.

Der australische Kanal beruft sich auf eine E-Mail der amerikanischen Verkehrssicherheitsbehörde NTSB. Das National Transportation Safety Board erklärt in dem Schreiben: «Das Büro des Generalinspekteurs des US-Verkehrsministeriums hat bestätigt, dass der Kongress eine Prüfung der Produktionsaufsicht bei Boeing gefordert hat und dass die Überprüfung der Produktion der 737 Max ein Teil dieser Prüfung sein wird.»

Berichte über sechs Notfälle

Es geht dabei also nicht um das Design des Modells, sondern um Qualität und Aufsicht beim Bau. Dieser Punkt macht dem Hersteller auch bei der 787 zu schaffen, die wegen Schwierigkeiten bei der Produktion immer noch nicht wieder ausgeliefert werden darf.

ABC News hat zur 737 Max Berichte zu Vorfällen ausgewertet, die geschehen sind, seit das Flugzeug Ende 2020 wieder grünes Licht bekommen hat nach zwei Unglücken und einem 20-monatigen Grounding. Demnach kam es in den zwölf Monaten nach Ende des Groundings mehr als 60 Mal zu Problemen während des Fluges, worunter mindestens sechs Notfälle gewesen sein sollen.

Treibstoff im Handgepäckfach

So habe etwas ein Pilot von United Airlines im Dezember 2021 eine Notlage erklärt, nachdem das System zur Steuerung der Neigung und Höhe des Flugzeugs nicht mehr richtig funktioniert habe. Alaska Airlines musste eine 737 Max 9 in fünf Monaten sieben Mal am Boden lassen, weil es Störungen der Navigations- oder Kommunikationssysteme gab. Bei einer 737 Max von United wurde laut dem Bericht zudem Treibstoff in Handgepäckfächern der Passagierkabine gefunden.

Eine Boeing-Sprecherin erklärte, keiner der ausgewerteten Berichte deute auf einen Trend hin. «Die Zuverlässigkeit der 737 Max im Betrieb stimmt mit der anderer kommerziellen Flugzeugmodelle überein.» Seit November 2020 habe die 737 Max mehr als 580.000 kommerzielle Flüge absolviert. «Die überwältigende Mehrheit dieser Flüge wurde ohne Zwischenfälle durchgeführt», so die Sprecherin.

Mehr zum Thema

Norwegian zurrt Auftrag für 50 Boeing 737 Max fest

Norwegian zurrt Auftrag für 50 Boeing 737 Max fest

Icelandair will vier zusätzliche Boeing 737 Max

Icelandair will vier zusätzliche Boeing 737 Max

Boeing 737 Max: Grünes Licht auch in Südkorea.

Boeing durfte in 737 Max suboptimales Warnsystem einbauen

ticker-boeing-1

Boeing liefert im Februar 51 Flugzeuge aus - deutlich mehr als Airbus

Video

crj900 laguardia ntsb
Das Cockpit wurde völlig zerstört, die Piloten der Bombardier CRJ900 von Air Canada überlebten den Zusammenstoß mit einem Feuerwehrtruck nicht. Die Funkaufzeichnungen dokumentieren die dramatischen Momente vor dem Unglück.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
la guardia crj 900 air canada express
Am Flughafen LaGuardia in New York ist eine Bombardier CRJ900 von Air Canada nach der Landung mit einem Feuerwehrfahrzeug zusammengestoßen. Die beiden Piloten kamen ums Leben.
Timo Nowack
Timo Nowack
König Willem-Alexander bei seinem letzten Flug mit einer Boeing 737: Er lässt sich nochmals umschulen.
Fußballfans, Familien auf dem Weg nach Lappland oder Urlauber nach Ibiza: Viele Passagiere ahnten nicht, dass ihr Kopilot der König der Niederlande war. Jetzt flog Willem-Alexander letztmals mit einer Boeing 737 von KLM - und beginnt nun die Umschulung auf Airbus.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin